mardi 30 mars 2010

EINLEITUNG

D er menschliche Körper ist die komplizierteste Maschine der Welt. Wir sehen, hören, atmen, gehen und laufen mit ihm und können sogar darüber Freude ausdrücken. Die Knochen, Muskeln, Arterien, Venen und inneren Organe unseres Körpers besitzen einen fantastischen Bauplan. Wenn wir diesen Bauplan genauer betrachten, so entdecken wir Erstaunliches. Auch wenn sich unsere verschiedenen Körperteile stark zu unterscheiden scheinen, so bestehen doch alle Teile aus ein und demselben Material: den Zellen.
Die Zellen sind die Bausteine, aus denen unser gesamter Körper aufgebaut ist. Jede einzelne Zelle ist nur ein tausendstel Millimeter klein. Einige dieser Zellen verbinden sich und formen unsere Knochen, andere bilden unser Nervensystem, wieder andere unsere Leber, unsere Magenschleimhaut, die Haut unseres Körpers oder die Hornhaut in unserem Auge. Jede einzelne Zelle hat genau die Größe und Form, die exakt den Anforderungen des jeweiligen Körperteils entspricht.
Wie und wann begann die Existenz dieser Zellen, die so unterschiedliche Funktionen übernehmen?
Die Antwort auf diese Frage führt uns zu einem Vorgang, bei dem jeder Augenblick voller Wunder steckt. Alle etwa 100 Billionen Zellen, aus denen Ihr Körper heute besteht, stammen aus der Teilung einer einzigen Zelle. Diese einzelne Zelle, die die gleiche Struktur wie alle anderen Zellen in Ihrem heutigen Körper hatte, entstand aus der Vereinigung der Eizelle Ihrer Mutter und der Samenzelle Ihres Vaters.
Im Quran bezieht sich Allah an einigen Stellen auf die Wunder der Erde und des Himmels und an einigen Stellen auch auf die Wunder der Entstehung des Lebens als Zeichen Seiner Existenz. Eines dieser wichtigen Zeichen ist Seine wundervolle Schöpfung des Menschen.
Allah weist uns Menschen in vielen Versen an, unsere eigene Schöpfung zu betrachten, damit wir zu verstehen beginnen. Er erklärt im Detail, wie der Mensch entsteht und welche Stadien er durchläuft. In der 56. Sure (al-Waqi'a) sagt Er über die menschliche Schöpfung:

Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt? Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? (Quran, 56:57-59)

Der menschliche Körper, der aus 60 - 70 Kilogramm Fleisch und einer Menge Knochen besteht, war ursprünglich in einem Tropfen Flüssigkeit enthalten. Sicherlich ist es ein Wunder, dass ein intelligenter, fühlender Mensch, der sprechen und hören kann und der eine bemerkenswert komplexe physische Struktur aufweist, aus nur einem Tropfen Flüssigkeit entsteht. Diese Entwicklung ist gewiss kein Resultat zufälliger Ereignisse, sondern vielmehr ist es ein bewusster Schöpfungsprozess.
In diesem Buch wird ein Wunder beschrieben, das jeder Mensch auf der Erde tagtäglich vor Augen sieht: Das Wunder des werdenden Menschen. Wir können natürlich in diesem Buch nur einen kleinen Teil der menschlichen Entwicklung untersuchen. Doch sogar dieser Teil, den wir hier beschreiben, zeigt die unendliche Macht des Schöpfers, Sein grenzenloses Wissen und Seine Intelligenz, die das gesamte Universum umfassen. Und wir Menschen werden daran erinnert, dass der Allmächtige Gott der „Beste der Schöpfer“ ist.

Und wahrlich, Wir erschaffen den Menschen aus reinstem Ton. Dann setzen Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Stätte. Dann machen Wir den Tropfen zu etwas, das sich einnistet, und das sich Einnistende zu einer Leibesfrucht, und formen das Fleisch zu Gebein und bekleiden das Gebein mit Fleisch. Dann bringen Wir dies als eine weitere Schöpfung hervor. Gesegnet sei Allah, der Beste der Schöpfer! (Quran, 23:12-14)

EIN WUNDERVOLLES SYSTEM, DURCH
DAS NEUES LEBEN ENTSTEHT

D er Fortbestand der menschlichen Rasse in dieser Welt ist durch unser perfekt funktionierendes Fortpflanzungssystem möglich. Die Körper von Mann und Frau unterscheiden sich in der Funktion Ihrer Fortpflanzungssysteme erheblich voneinander. Doch diese unterschiedlich funktionierenden Systeme ergänzen sich perfekt und erzeugen einen neuen Menschen, der in diese Welt geboren wird. Die Grundelemente hierzu werden vollkommen unabhängig in zwei verschiedenen menschlichen Körpern produziert und es geschieht eines der größten Wunder der Erde: ein neuer Mensch entsteht…
Damit dieses Wunder geschehen kann, beginnen die Vorbereitungen hierfür bereits viele Jahre früher. Zunächst einmal müssen die männlichen und weiblichen Fortpflanzungszellen ihre Funktion aufnehmen. Dies geschieht bei jedem Menschen während der Pubertät. Die wichtigste Rolle bei diesem Prozess spielt sicherlich das Hormonsystem, das unter Leitung des Gehirns eine Verbindung zwischen den Zellen aufbaut.
Allah hat im Menschen ein System erschaffen, bei dem die Steuerung aller Bedürfnisse des Körpers und seiner Entwicklung vom Gehirn kontrolliert wird. Das Gehirn empfängt Meldungen von den Organen. Es wertet sie aus und sendet die entsprechenden Antworten in kürzester Zeit an die jeweilige Körperregion. Bei diesem Vorgang überbringt das Hormonsystem die Informationen. Allah hat im menschlichen Körper ein perfektes Kommunikationssystem erschaffen. Die Meldungen werden von Molekülen, den so genannten „Hormonen“, getragen, die eine Art Postbotenfunktion übernehmen. Genau wie ein Postbote, der seine Briefe in der ganzen Stadt an die richtige Adresse liefert, tragen Hormone die Befehle des Gehirns zu den entsprechenden Zellen. Auf diese Weise werden alle notwendigen Funktionen für das menschliche Leben im Körper aktiviert.
An dieser Stelle sollten wir jedoch bedenken, dass Hormone nicht wie ein Mensch über Bewusstsein verfügen. Sie wissen weder, welche Botschaft sie tragen, noch, wohin sie diese tragen sollen und auch nicht, auf welchem Weg sie übermittelt werden soll. Sie wurden nicht ausgebildet und konnten auch keine Erfahrung durch jahrelanges Üben sammeln. Die Hormone, die wir als Postboten bezeichnet haben, bestehen aus Molekülen, die in äußerst komplexen Formeln beschrieben werden können. Es ist sicherlich ein großes Wunder, dass ein Molekül seinen Weg findet und seine Botschaft übermittelt, dass es die richtige Botschaft an der richtigen Zelle abliefert, dass es sich in der vollkommenen Dunkelheit des menschlichen Körpers nicht verläuft, der millionenfach größer ist als es selbst und dass es seine Aufgabe ohne Schaden zu nehmen fehlerfrei ausführt. Dieses Beispiel allein ist Beweis für die außerordentlichen Systeme, mit denen Allah unseren menschlichen Körper ausgestattet hat.
Die Funktion des Hormonsystems eines Menschen beginnt bereits, wenn er sich noch im Bauch seiner Mutter befindet und endet erst mit seinem Tod. Auch die Funktion der Fortpflanzungsdrüsen wird von Hormonen ausgelöst. Anders als bei anderen Körperteilen beginnt die Ausschüttung der Hormone, die die Fortpflanzungsdrüsen anregen, erst in der Pubertät. Der Hypothalamus, ein kleiner Teil des Stammhirns, dient als Steuerzentrale des Hormonsystems. Während der Pubertät beginnt der Hypothalamus, die Meldung an die Hirnanhangdrüse zu senden, dass die Fortpflanzungsorgane ihre Funktion aufnehmen sollen.
Auch hier sollten wir uns ein weiteres Wunder bewusst machen. Der Hypothalamus kennt die Entwicklung des menschlichen Körpers, er weiß z. B. wie alt die Person ist und ob die Person körperlich weit genug entwickelt ist, dass das Fortpflanzungssystem seine Funktion aufnehmen kann. Der Hypothalamus führt seine Aufgabe bewusst durch. Anders ausgedrückt, berücksichtigt der Hypothalamus die Zeit, wann die Person erwachsen wird und sendet die entsprechenden Befehle an die verschiedenen endokrinen Drüsen im Körper. Er sendet die Meldungen (Hormone) genau zur richtigen Zeit an die Fortpflanzungsorgane und stellt so sicher, dass die für den Fortbestand der menschlichen Rasse unerlässliche Entwicklung beginnt. Und dies trifft nicht nur auf den Hypothalamus einer einzelnen Person zu. Gerade in diesem Moment führen die Hypothalamusse von Millionen Jugendlicher auf der Erde exakt diese Funktion in der gleichen Art und Weise und fast zur gleichen Zeit aus.
Wir sollten einmal darüber nachdenken, dass dieses Stück Fleisch, das nur so groß ist wie ein Stück Würfelzucker, die Zeit berechnen und dementsprechend Anweisungen geben kann. Wie führt der Hypothalamus solche Berechnungen durch? Hat jemand dem Hypothalamus gesagt, was er tun muss oder hat er das selbst herausgefunden? Woher weiß der Hypothalamus, dass die Fortpflanzungsdrüsen sich entwickeln müssen, damit ein neuer Mensch geboren werden kann? Woher weiß er, dass ein bestimmtes Hormon zu einer bestimmten Zeit ausgeschüttet werden muss? Und woher weiß er, welches der vielen Hormone, die er produziert, das Fortpflanzungssystem genau zur richtigen Zeit anregt? Kann er vorausschauend für die Zukunft planen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen, um den Plan auszuführen? Warum wartet er genau so lange, nicht kürzer oder länger, bis der Mensch körperlich zur Fortpflanzung bereit ist?
Es übersteigt unsere Vorstellungskraft, dass dieses Stück Fleisch ohne Augen, Ohren und Gehirn wie ein intelligentes Wesen handelt und die Zellen anleitet.
Weder der Zufall noch eine andere Kraft machen dem Hypothalamus die Zeit bewusst. Die hohe Intelligenz, die ihm seine besondere Aufgabe verleiht, kommt von Allah. Es ist Allah der Allwissende, Der dieses kleine Stück Fleisch inspiriert und ihm sagt, was es zu tun hat. Dass alles in Gottes Hand liegt, wird in folgendem Vers erklärt:

... Und Allah wacht über alle Dinge. (Quran, 33:52)

Wenn Sie die folgenden Seiten lesen, sollten Sie sich diese Tatsache immer vor Augen führen.

Hormone können Geschlechter unterscheiden
Der Hypothalamus unternimmt die ersten Schritte, die notwendig sind, damit ein Mann oder eine Frau in die Pubertät eintritt. Dafür sendet er GnRH-Hormone (Gonadotropin-Releasing Hormone) über die Blutbahn an die Hirnanhangdrüse. Die Hirnanhangdrüse nimmt daraufhin ihre Funktion auf und schüttet Hormone zur Aktivierung der Fortpflanzungsorgane aus. Dies sind die LH-(luteinisierenden) Hormone und die FSH-(follikelstimulierenden) Hormone. Jedes dieser Hormone wird sowohl bei Männern als auch bei Frauen ausgeschüttet, doch ihre Wirkung ist unterschiedlich.1
Es ist erstaunlich, dass die gleichen Hormone bei Männern und Frauen vollkommen unterschiedliche Wirkungen haben. Das FSH-Hormon regt beispielsweise bei Frauen die Produktion der Eizellen an, bei Männern regt das Hormon die Produktion der Samenzellen an. Das LH-Hormon bewirkt bei Frauen, dass sich die Eizelle auf den Weg in den Uterus (die Gebärmutter) begibt und dass ein weiteres Hormon, das Progesteron, vom weiblichen Fortpflanzungssystem ausgeschüttet wird. Progesteron hilft bei der Vorbereitung der Gebärmutter für das Baby. Das gleiche Hormon erfüllt beim Mann eine vollkommen andere Funktion, es regt nämlich die Zellen an, das Hormon Testosteron auszuschütten. Testosteron erzeugt die männlichen Charaktereigenschaften und gewährleistet die Produktion der Samenzellen.
Es ist hochinteressant, dass die gleichen Hormone mit exakt der gleichen Formel in verschiedenen Körpern hergestellt werden und solch unterschiedliche Auswirkungen haben.
Ein Hormon im männlichen Körper weiß, dass es zu einem Mann gehört und löst die entsprechenden Veränderungen aus. Testosteron fördert beispielsweise den Muskelaufbau im männlichen Körper, es macht die Stimme tiefer und lässt den Bart wachsen.
Wenn dieses Hormon mit genau dem gleichen Aufbau im weiblichen Körper ausgeschüttet wird, so hat es dort fast die gegensätzliche Wirkung. Ein Hormon, das einer Frau ihre weibliche Stimme und einem Mann seine männliche Stimme verleiht und das die Entwicklung des Körpers entsprechend dem Geschlecht veranlasst, kann zwischen der Anatomie und der Chemie des männlichen und weiblichen Körpers unterscheiden. Die Tatsache, dass ein Hormon über ein solches Wissen verfügt, bedeutet wohl, dass es intelligent ist und Anweisungen erhält.
Viele Menschen wissen nichts über die Einflüsse der Hormone auf die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane, sie wissen nichts über die Beziehungen zwischen den Zellen oder darüber, wie die Körperfunktionen aktiviert werden. Sie wissen nichts über die Befehlskette im Körper, das Versenden von Botschaften oder darüber, dass die Entwicklung des Körpers von diesen Befehlen abhängt und dass der kleinste Fehler in diesem System fatale Folgen haben kann. Und genauso wenig können sie diese Funktionen kontrollieren oder steuern. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Mensch, der keine Ausbildung in diesem Bereich genossen hat, sich dieser Dinge nicht bewusst ist. Es ist aber unglaublich, dass eine Molekülgruppe über diese Kenntnisse verfügt.
Wie entstehen diese Hormone, deren molekulare Strukturen weiter unten dargestellt sind, und wie erhalten sie die chemischen Informationen? Wie kann es sein, dass sie nicht nur die Chemie des Körpers kennen, sondern jedes Einzelne wie ein Chemiker dieses Wissen auf die entsprechenden Körperbereiche anwendet. Wie regen sie andere Zellen an, die notwendigen Hormone zur richtigen Zeit auszuschütten? Wie kann diese unbewusste Molekülmasse so intelligent sein? Es ist klar, dass die Moleküle, die wir Hormone nennen, nicht über diese Intelligenz verfügen können. Es ist auch klar, dass all diese Prozesse nicht durch Zufall aus anderen rein zufälligen Vorgängen entstehen können.
Es gibt für all dies nur eine Erklärung: Die biochemischen Vorgänge, durch die Männer und Frauen ihre charakteristischen Eigenschaften erhalten, beweisen die Existenz eines bewussten Plans und Designs. Dieses Design ist das Werk der höchsten Intelligenz Gottes. Wir müssen über diese perfekte Kunst tief nachdenken und uns dem Herrn, dem höchsten Richter über alle Dinge, unterwerfen.

Die Entwicklung der Fortpflanzungszellen
In einer technischen Fabrik führen viele Roboter die verschiedenen Produktionsschritte aus. Alle Steuerprogramme, Systeme, technische Wartungseinheiten für diese Maschinen, kurz, jede Art von Information, die für den Produktionsprozess von Bedeutung sein könnte, wird in der Steuerzentrale der Fabrik überwacht. Diese Zentrale ist wie eine Datenbank, in der alle wichtigen Informationen für den Produktionsprozess, die Qualitätskontrolle und die Fehlerbehandlung gespeichert sind. Der menschliche Körper ist die modernste und komplizierteste Struktur der Welt. Vergleichen wir ihn mit einer Fabrik, so werden wir feststellen, dass alle gespeicherten Informationen in den DNA-Molekülen der Zellkerne zur Verfügung stehen müssen, damit diese Fabrik arbeitet.
Während der neue Mensch noch eine eben befruchtete Eizelle im Bauch der Mutter ist, bestimmt Allah alle Eigenschaften, die er in Zukunft haben wird und schreibt sie in die DNA-Moleküle. Von der Haarfarbe bis zur Größe, von Krankheiten, die ihn im Laufe seines Lebens plagen bis zu jedem körperlichen Detail wird jede Eigenschaft eines Menschen sorgfältig gespeichert. Der Platz, der dafür erforderlich ist, ist so winzig, dass er nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar ist.
Die DNA befindet sich in jeder der ca. 100 Billionen Zellen unseres Körpers. Die durchschnittliche Größe einer Zelle beträgt 10 Mikron (ein Mikron ist ein tausendstel Millimeter). Stellen wir uns das vor, dann erkennen wir, wie unglaublich klein der Raum ist, auf dem so viele Informationen gespeichert sind.
Wenn wir uns die DNA, durch die das Leben eines Lebewesens nach einem bestimmten Programm abläuft, als Enzyklopädie vorstellen, dann sind die Chromosomen die einzelnen Bände.
Die Chromosomen kommen immer paarweise im DNA-Molekül vor. Während seiner Entstehung erhält jeder Mensch einen Chromosomensatz von seiner Mutter und einen weiteren von seinem Vater. Die 23 Chromosomen von der Mutter und die 23 vom Vater ergänzen sich. Das heißt, dass die 46 Chromosomen im menschlichen Zellkern tatsächlich 23 Chromosomenpaare sind. Das 23. Chromosomenpaar hat eine besondere Funktion: Es wird gewöhnlich mit dem Buchstaben X oder Y bezeichnet. Bei Männern besteht dieses Paar aus einem X-Chromosom und einem Y-Chromosom, bei Frauen besteht das 23. Chromosomenpaar aus zwei X-Chromosomen.
Dabei stellt sich folgende Frage: Wenn jede menschliche Zelle aus 46 Chromosomen besteht, wie ist es möglich, dass bei der Kombination der Zellen von Vater und Mutter der neugeborene Mensch ebenfalls 46 Chromosomen besitzt? Es wäre logisch, wenn aus den 46 Chromosomen der Mutter und den 46 Chromosomen des Vaters ein abnormalesanormales Baby mit 92 Chromosomen entstehen würde. Doch dies ist nicht der Fall. Wie ist es dann möglich, dass jeder Mensch mit nur 46 Chromosomen geboren wird?
Die Antwort auf diese Frage zeigt ein großes Wunder der Schöpfung.

Eine unfehlbare Teilung…
In den Körperzellen finden zwei Arten von Teilungen statt. Die erste Teilungsart heißt „Mitose“ und findet in allen Körperzellen statt. Bei der Mitose teilt sich eine Zelle in zwei genetisch identische Tochterzellen. Als Ergebnis dieser Teilung entstehen aus einer Mutterzelle zwei Tochterzellen, von denen jede die gleiche Anzahl und Art von Chromosomen wie die Mutterzelle besitzen.
Hier müssen wir uns zunächst über etwas klar werden. Würden sich die Fortpflanzungszellen auf diese Art teilen und besäßen die gleiche Anzahl an Chromosomen wie andere Körperzellen (nämlich 46), dann könnte ein Mensch kein Mensch werden, denn das Baby würde, wie bereits beschrieben, aus 92 Chromosomen bestehen, was den menschlichen Aufbau komplett verändern würde. Doch dank des einzigartigen Designs unseres Körpers geschieht dies nicht. Die Teilungsart, die für die Produktion der Fortpflanzungszelle verantwortlich ist, wird „MeiosisMeiose“ oder Reduktionsteilung genannt. Bei der „MeiosisMeiose“ wird die Anzahl der Zellchromosomen halbiert, d. h. aus 46 werden 23.
Erst wenn diese Teilungen abgeschlossen sind, ist die Fortpflanzungszelle reif. In jedem männlichen und weiblichen Körper bringt ein Mechanismus diese Zellen zur Reifung und bereitet sie auf die schwere Reise vor, die ihnen bevorsteht. Das männliche und weibliche Fortpflanzungssystem, die nichts voneinander wissen und sich in vielen Dingen unterscheiden, bereiten die von ihnen produzierten Zellen aufeinander vor.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine detaillierte Beschreibung dieses Ereignisses. Beim Lesen dieser Seiten sollten Sie einen wichtigen Aspekt bedenken. Vom ersten Moment der Teilung der Fortpflanzungszellen unterliegen diese einem ganz bestimmten Plan. Nichts geschieht zufällig. Die Zellen teilen sich exakt so, wie es notwendig ist und behalten die nötige Anzahl an Chromosomen während des gesamten Prozesses, ohne Schaden oder Fehler. Jedes Organ, jede einzelne Zelle des Organs und die Organellen der Zellen, funktionieren in perfekter Übereinstimmung. Darüber hinaus sind die Enzym- und Hormonmoleküle, die im Körper eine wichtige Aufgabe übernehmen, und die Atome, aus denen diese Moleküle bestehen, Teil eines äußerst komplexen Informationssystems, das ihnen sagt, wann sie ihre Funktion aufnehmen sollen. Sie wissen immer genau wie und wie stark sie ihren Einfluss ausüben müssen.
Die Zellen, Enzyme, Hormone, kurz, das Gleichgewicht der verschiedenen Körperteile ist sicherlich etwas, worüber wir nachdenken sollten.
Die Tatsache, dass ein Molekül und seine Atome einen Plan fassen und ihn umsetzen können, dass ein Körperteil einen Befehl gibt und ein anderer gehorcht, ihn versteht und ihn ausführt, ist zu außergewöhnlich, als dass es ein reines Produkt des Zufalls sein könnte. Um so erstaunlicher ist die perfekt funktionierende Harmonie, da sie in den Körpern von Millionen Menschen, die gelebt haben oder heute noch auf der Erde leben, ohne Ausnahme geschah und geschieht. Es wird klar, dass sich all dies nicht durch reinen Zufall entwickelt haben kann und dass eine höhere, bewusste Intelligenz den mikroskopisch kleinen Körperzellen, den ausgeschütteten Hormonen, den Enzymen sowie den hunderttausenden anderen Kleinstelementen des menschlichen Systems ihre besonderen Eigenschaften verleiht. Es ist offensichtlich, dass jede Phase des im menschlichen Körper ablaufenden Systems ohne das Wissen der Person geschieht und dass es das Werk einer unvergleichlich mächtigen Intelligenz ist.
Diese höhere Intelligenz ist Allah, Der das gesamte Universum bis hin zum kleinsten Detail erschaffen hat. Im Quran sagt Allah, dass es keine Götter neben Ihm gibt:

Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt. Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Quran, 2:255)


EINE PERFEKTE ARMEE MACHT
SICH AUF DEN WEG


Stellen Sie sich eine riesige Armee vor, die aus Millionen von Soldaten besteht. Sie bewegt sich auf ein Ziel zu, trifft unterwegs auf Hindernisse und tödliche Gefahren, doch trotz aller Schwierigkeiten gibt diese Armee nicht auf. Die Strecke, die die Soldaten bis zu Ihrem Ziel zurücklegen müssen, ist hunderttausend Mal größer als sie selbst. Natürlich benötigt eine solch riesige Armee, die auf einen so schwierigen Weg ausgesendet wird, Führung und Ausrüstung, um das Ziel zu erreichen.
Diese riesige Armee aus 300 Millionen Soldaten befindet sich im männlichen Körper. Die Soldaten sind die Spermien. Jedes einzelne Spermium ist etwa ein hundertstel Millimeter groß. Ihre Aufgabe ist, die Eizelle zu erreichen. Dafür müssen sie einen sehr weiten Weg zurücklegen.
Von den 300 Millionen Spermazellen, die gleichzeitig auf den Weg geschickt werden, erreichen nur die stärksten Eintausend die Eizelle. Von diesen gewinnt nur eine einzige das Rennen und befruchtet die Eizelle. Doch bevor das Spermium in dieses Rennen geschickt wird, muss es zunächst in den männlichen Fortpflanzungsorganen weit reisen und verschiedene Stadien bis zur Reifung durchlaufen. Bei diesem Reifeprozess haben die Spermien zahlreiche Helfer.

Die Entwicklung der Spermien
Um die Eizelle zu befruchten, werden etwa 200 - 300 Millionen Spermazellen auf die Reise vorbereitet. Die Anzahl ist enorm, doch es gibt einen guten Grund dafür. Wie wir später noch genauer sehen werden, sterben viele Spermien, die den Körper der zukünftigen Mutter erreichen, unterwegs, und die Anzahl der Spermien, die die Eizelle erreichen, ist sehr gering. Daher mindert die ernormeenorme Zahl der Spermien das Risiko, dass die Eizelle nicht befruchtet wird. Diese Armee von Millionen einzelner Spermien wird im männlichen Fortpflanzungsorgan, den Hoden, produziert. Die Spermien durchlaufen während Ihrer Entwicklung in den Hoden zahlreiche Stadien. Um zu überleben, muss der Ort, an dem die Spermien gebildet werden, kühl sein. Die normale Körpertemperatur des Menschen beträgt 37°C. Diese Temperatur würde die Spermien abtöten, daher können die Spermien nicht innerhalb des Körpers überleben. Daher befinden sich auch die Hoden außerhalb des Körpers. Das besondere Design, nach dem Allah den männlichen Körper erschaffen hat, weist den Spermien einen speziellen Ort für ihre Produktion zu.
Die Hoden bestehen aus einem System winziger Röhren. Dieses Röhrensystem nimmt einen recht großen Raum ein. So können sich Millionen von Spermien rasch entwickeln und vor Ort gelagert werden. Der Grund, warum die Spermien rasch produziert und gelagert werden müssen, ist einleuchtend, wenn wir bedenken, dass für die Befruchtung einer Eizelle 200 – 300 Millionen Spermien hergestellt werden müssen.
Betrachten wir die riesige Anzahl produzierter Spermien, so können wir die Hoden durchaus mit Miniaturfabriken vergleichen. Für die Spermienproduktion verfügen sie über fast 1000 winzige Röhren mit einer Gesamtlänge von ca. 500 Metern. Diese kleinen Röhren werden „Tubuli seminiferi“ genannt. Jedes Röhrchen ist etwa 50 cm lang und enthält die primären Spermazellen, aus denen sich schließlich die Spermien bilden.2
Die Tubuli seminiferi sind gefüllt mit spermabildenden Zellen (Spermatogonien) in verschiedenen Entwicklungsstadien. Später beginnen diese Zellen, sich zu vervielfältigen, zunächst durch Mitose und dann zweimal durch Meiose. Wie wir im letzten Kapitel erläutert haben, muss sich die primäre Spermazelle vor der Befruchtung durch Meiose teilen und die Anzahl der Chromosomen halbieren, so dass das Baby 23 Chromosomen vom Vater erhält.
Am Ende der Teilungen sind aus einer Zelle vier Zellen entstanden, die Spermatiden, die jedoch so noch nicht in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten. Damit diese kugelförmigen Zellen mit 23 Chromosomen ihre Befruchtungsaufgabe erfüllen können, müssen sie sich noch weiter verändern.
Eine Zellgruppe wurde bereitgestellt, um diese besondere Aufgabe im männlichen Fortpflanzungssystem auszuführen und genau zur passenden Zeit bei der Entwicklung der Spermatidenzellen zu helfen. Innerhalb von zwei bis drei Wochen wird jede Spermatidzelle nach der Meiose von den „Helferzellen“ (Sertoli-Zellen), die sie umgeben, in ihrem Aufbau verändert. Die Sertoli-Zellen unterstützen und ernähren die unreifen Spermazellen, indem sie sie mit Nährstoffen, Hormonen und Enzymen versorgen, die für die Veränderungen der Spermatiden notwendig sind.3 Im letzten Stadium des Prozesses bilden sich die Eigenschaften eines voll entwickelten Spermiums heraus, der Schwanz, der Kopf und das Akrosom, der Teil des Kopfes, der mit Enzymen gefüllt ist. (Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Das Spermium trifft auf die Eizelle".)
Alle Veränderungen werden von den Sertoli-Zellen bewirkt, die sich in den Wänden der Hodenkanälchen befinden. Diese Zellen haben zytoplasmatische Fortsätze und sind recht groß. Die Sertoli-Zellen halten die sich entwickelnden Spermatiden fest und stellen so sicher, dass sie mit dem Zytoplasma verbunden sind. Auf diese Weise versorgen sie die Spermatiden mit Nahrung und überwachen die Entwicklung.4
Während dieses Prozesses, den wir hier kurz beschrieben haben, geschieht ein wahres Wunder. Das Spermium, das den Fortbestand der menschlichen Rasse sichert, bildet sich mithilfe der Sertoli-Zellen, die lediglich aus Proteinen und Nukleinsäuren bestehen. Denken wir einen Moment darüber nach. Die Sertoli-Zelle ist eine Zelle ohne Intelligenz und Bewusstsein, ohne Augen, Ohren oder Gehirn. Dennoch gibt sie sich selbst für einen solchen Zweck hin. Das ist ein wahres Wunder. Die Tatsache, dass dies geschieht, ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Zelle unter Leitung einer höheren Intelligenz handelt. Ein weiterer der unzähligen Beweise für das perfekte Design des menschlichen Körpers ist die Tatsache, dass diese Zellen sich genau am richtigen Ort befinden (d. h. in den Hodenkanälchen, wo sich die Spermien entwickeln) und dass sie genau die erforderlichen Eigenschaften besitzen (sie sind z. B. größer als die Spermatiden). Allah hat jeder der ca. 100 Billionen Zellen, aus denen der menschliche Körper besteht, einen eigenen Platz zugewiesen. Er hat jeder Zelle die Eigenschaften verliehen, die sie braucht und Er hat jeder den Instinkt eingegeben, ihre Aufgabe perfekt zu erfüllen. Wie uns im Quran mitgeteilt wird:

... Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Quran, 11:56)

Ein zusammenhängendes System
Im letzten Abschnitt haben wir über die Rolle der Sertoli-Zellen bei der Umwandlung der Spermatiden in Spermien gesprochen. Welche physikalische Kraft aktiviert diese Zellen und erklärt ihnen ihre Aufgabe, nämlich die Spermatiden zu ernähren und deren Entwicklung zu überwachen?
Den Anstoß für ihre Arbeit erhalten die Sertoli-Zellen von dem follikelstimulierenden Hormon (FSH), das wir bereits in einem früheren Kapitel erwähnt haben. Dieses Hormon wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und stimuliert die Sertoli-Zellen. Wird dieses Hormon nicht ausgeschüttet oder gelangt es nicht zum entsprechenden Körperbereich, können keine Spermien produziert werden. Werden die Sertoli-Zellen angeregt, beginnen sie damit, ein Hormon namens Östrogen auszuschütten, das für die Spermienproduktion unerlässlich ist. Eine andere Zellenart, die die Spermienproduktion beeinflusst, ist die so genannte „Leydig“-Zelle. Sie befindet sich zwischen den Hodenkanälchen. Diese Zellen produzieren ein weiteres Hormon, das zur Spermienbildung benötigt wird. Das LH (luteinisierendes Hormon) wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und stimuliert die Leydig-Zellen. Danach beginnen die Leydig-Zellen mit der Produktion des Hormons Testosteron. Testosteron bewirkt das Wachstum der Fortpflanzungsorgane, die Entwicklung verschiedener Drüsen dieser Organe und die Entwicklung der typisch männlichen Eigenschaften. Darüber hinaus ist es das wichtigste Hormon für die Spermienbildung.
Die Sertoli-Zellen haben noch weitere Aufgaben, z. B. die Proteinproduktion. Dieses Protein transportiert die Hormone Östrogen und Testosteron zu einer Flüssigkeit in den Hodenkanälchen.5
Auch die Leydig-Zellen haben eine zweite Aufgabe. Die Spermien benötigen Energie, um sich bewegen zu können. Die Leydig-Zellen produzieren Fruktose, die sie als Energiequelle an die Spermien liefern. (Auf dieses wichtige Thema gehen wir später noch genauer ein.)
Wie wir sehen, trägt das Hormonsystem in perfekt organisierter Weise zur Entwicklung des Fortpflanzungssystems bei, genau so wie es auch in anderen Körperteilen seine Aufgabe erfüllt. Jedes Hormon versteht sofort die Botschaft und reagiert entsprechend. Zum Beispiel sendet die Hirnanhangdrüse zu gegebener Zeit Befehle an unterschiedliche Zellen in den Hoden und informiert sie über ihre Aufgaben, die sie in den Organen und Geweben erfüllen sollen. Dabei wird die Hirnanhangdrüse selbst von einem anderen Bereich des Gehirns, dem Hypothalamus, stimuliert.
Die erste Phase der Entstehung eines Menschen ist davon geprägt, dass die von Hormonen übermittelten Botschaften richtig verstanden und die Befehle exakt ausgeführt werden. Wie erkennen Zellen und Moleküle die von Hormonen transportierten Meldungen und reagieren darauf? Woher kennen sie den chemischen Aufbau und woher wissen sie, was sie tun müssen?
Die Tatsache, dass die Sertoli- und Leydig-Zellen auf Befehl der Hirnanhangdrüse (die sich weit von ihnen entfernt befindet, die sie nie gesehen haben und die eine vollkommen andere Struktur aufweist) ihre Aufgabe ausführen und die Spermienproduktion unterstützen sowie die Tatsache, dass diese Zellen ohne diesen Befehl überhaupt keine Funktion ausführen würden, lassen sich unmöglich mit rein zufälligen Abläufen erklären. Hormone können unmöglich ihre speziellen Eigenschaften einer Reihe von Zufällen verdanken, denn eine Störung oder eine Unterbrechung in nur einer einzigen Stufe des Systems würde unweigerlich den gesamten Prozess beeinflussen. Wenn nur ein Element dieses Systems defekt ist, so ist die Funktion des gesamten Systems gestört. Wenn z. B. die Sertoli-Zelle nicht die Bedeutung des FSH-Hormons kennen würde, das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird, und selbst kein Östrogen produzieren würde, könnten sich keine Spermien bilden. Oder wenn die Leydig-Zellen keine oder nicht genügend Fruktose liefern würden, dann würde das Spermium, auch wenn es ansonsten reif ist, absterben, nachdem es die Gebärmutter erreicht, da es keine Nahrung findet und die Eizelle nicht erreichen kann. Somit könnte keine Befruchtung stattfinden.
Diese Situation zeigt eine klare Realität. Allah hat die Verbindungen zwischen den Organen und Zellen hergestellt. Er weist die Hirnanhangdrüse, den Hypothalamus, die Leydig- und Sertoli-Zellen, kurz, jedes Element dieses Prozesses an, so zu agieren, dass die Produktion von Spermien im männlichen Körper gewährleistet wird. Er gibt ihnen die Fähigkeit, sich gegenseitig zu verstehen. Alles geschieht auf Allahs Befehl. Wie wir im Quran lesen:

Er lenkt alle Dinge – vom Himmel bis zur Erde… (Quran, 32:5)

Andere Strukturen, die den Spermien helfen,
ihr Ziel zu erreichen
Ein weiteres Element des Fortpflanzungssystems, „Epididymis“ (Nebenhoden) genannt, hilft den sich bildenden Spermazellen bei der Fortbewegung und somit bei der Befruchtung der Eizelle. Der Nebenhoden liegt lose an der Außenseite der Hoden und ist ein stark gewundener Kanal von etwa sechs Metern Länge. Einige Spermien werden vor ihrer Reise eine Zeit lang in den Nebenhoden gelagert. Dann bewegen sich die Spermien in Richtung eines Verbindungskanals, dem „Samenleiter (Vas deferens)“, einer langen Röhre, die von den Nebenhoden in die Beckenhöhle reicht. Die Spermien können in dieser Röhre längere Zeit gelagert werden, ohne die Fähigkeit zu verlieren, die Eizelle zu befruchten. Wenn die Zeit reif ist, verlassen die Spermien den Samenleiter und machen sich auf die lange Reise zur Eizelle im weiblichen Körper.6
Damit die Spermien in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten, benötigen sie weitere Helfer, die ihnen alles liefern, was sie auf ihrer schwierigen Reise benötigen und was ihnen hilft zu überleben. Einer dieser Helfer ist die Prostata. Auf jeder Seite der Prostata befinden sich zwei Drüsen, die so genannten „Samenbläschen“. Diese Drüsen produzieren eine spezielle Flüssigkeit, die die Spermien auf ihrer Reise begleiten.
Eine Flüssigkeit, die von der Prostata ausgeschüttet wird, begleitet die Spermien auf ihrem Weg. Die Flüssigkeit besteht aus Zitronensäure, Kalzium und Phosphationen, einem Gerinnungsenzym und Profibrinolysin. In den weiblichen Fortpflanzungsorganen befindet sich eine starke Säuremischung, die die Vermehrung von Bakterien verhindert. Dieses Säuregemisch kann die Spermien nicht nur in ihrer Bewegungsfähigkeit einschränken, sie kann sie auch abtöten. Doch die Flüssigkeit der Prostata neutralisiert die Wirkung der Säure und ermöglicht es den Spermien, leichter zur Eizelle zu schwimmen.
Hier sollten wir einen Moment innehalten und nachdenken. Die Prostata im männlichen Fortpflanzungssystem handelt, als kenne sie die BeschaffenheitenBeschaffenheit im weiblichen Körper. Sie weiß, dass die Spermien auf ihrer Reise eine saure Umgebung vorfinden werden, in der sie nicht überleben können. Sie weiß sogar, wie die Spermien vor dieser Gefahr geschützt werden können und stellt die nötige Flüssigkeit dafür her. Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um ein Wunder handelt. Man kann unmöglich behaupten, dass eine Drüse im männlichen Körper den Aufbau eines Organs kennen kann, das in keinster Weise mit ihr in Verbindung steht und entsprechend diesem Wissen handelt und Entscheidungen trifft. Denken Sie darüber nach: Nicht einmal ein Mensch mit bewusster Intelligenz, der hören, sehen, rechnen, entscheiden und Lösungen finden kann, ist in der Lage vorherzusehen, welche Art von Gefahr ihn in einer vollkommen fremden Umgebung erwarten und welche Schutzmaßnahmen er ergreifen muss. Doch die Prostata, ein aus Zellen bestehendes Stück Fleisch, tut genau dies. Man kann unmöglich behaupten, dass die Prostata diese wichtigen Entscheidungen selbst trifft und sie ausführt. Es ist Allah, Der diese Drüse dazu anregt, ihre Funktion zu erfüllen. Er ist es, Der jeden Quadratmillimeter des männlichen Fortpflanzungssystems und des weiblichen Körpers erschaffen hat.
Darüber hinaus ist die Prostata nicht die einzige Drüse, die im männlichen Fortpflanzungssystem die notwendigen Mittel für die Reise der Spermien herstellt. Die von den Samenbläschen ausgeschüttete Flüssigkeit ist für die Reise ebenfalls unerlässlich. Kurz nachdem sich die Spermien auf den Weg gemacht haben, kommt diese Flüssigkeit hinzu und hilft ihnen, das Ziel ihrer schwierigen Reise zu erreichen. Diese Flüssigkeit enthält Fruktose und andere Nährstoffe sowie große Mengen „Prostaglandine“ und „Fibrinogen“. Fruktose und andere Nährstoffe unterstützen die Spermien ab dem Zeitpunkt, an dem sie in den weiblichen Körper gelangen bis zur Befruchtung der Eizelle. Zusätzlich helfen die „Prostaglandine“ in dieser Flüssigkeit auf andere Art und Weise den Spermien, die Eizelle zu erreichen. Eine der Aufgaben der Prostaglandine ist die Reaktion mit der Schleimhaut des Gebärmutterhalses und die Bildung einer geeigneten Umgebung, in der sich die Spermien bewegen können. Die zweite Aufgabe ist die Erzeugung von Gegenbewegungen in der Gebärmutter und den Eileitern, die den Spermien das Fortbewegen erleichtern.
An diesem Punkt wird wieder offensichtlich, dass wir hier einem großen Wunder gegenüber stehen. Die ausgeschüttete Flüssigkeit der Samenbläschen kennt die komplexe Struktur des weiblichen Körpers genau, ohne sie jemals zuvor gesehen zu haben. Sie weiß bereits vorher, dass die Gegenbewegungen der Gebärmutter und der Eileiter den Spermien bei der Fortbewegung helfen. Sie handelt vorausschauend und fügt sich selbst einen chemischen Stoff (Prostaglandine) hinzu, der diese Kontraktionen hervorruft. Überlegen Sie, was ein Chemiker tun würde, um eine solche Reaktion hervorzurufen?
Zunächst würde er die Spermien untersuchen, ihren Aufbau und die Erfordernisse für eine Befruchtung beschreiben. Dann würde er versuchen, etwas über den weiblichen Körper herauszufinden, seine Hormone, Eizellen, die Eileiter, die die Eizelle zur Gebärmutter bringen, die Gebärmutter selbst, das Gewebe der Gebärmutter, das Nervensystem, das die Kontraktionen bewirkt und viele andere Details. Danach würde er, aufgrund jahrelanger Erfahrung und seiner Ausbildung, die Stoffe suchen, die möglicherweise einen Einfluss auf diese Dinge haben. Er würde sie nehmen und mithilfe von Experimenten und Forschung herausfinden, in welchen Anteilen diese Stoffe kombiniert werden müssen. Ein Mensch mit Bewusstsein könnte dies vielleicht mit viel Hingabe und Ausdauer erreichen.
Es ist aber kein Chemiker, der nach jahrelangem Studium ein Experte auf seinem Gebiet geworden ist, der dies erreicht. Es sind Zellen, Gewebe und Organe, die aus unbewussten Atomen und Molekülen bestehen. Trotzdem kann man nicht behaupten, dass diese Ansammlung von Zellen über eine höhere Intelligenz und größeres Wissen verfügt als ein Chemiker oder dass sie ihre Aufgaben aus eigenem Antrieb ausführt.
Die Flüssigkeit, die im männlichen Fortpflanzungssystem produziert wird und die so erschaffen wurde, dass sie das weibliche Fortpflanzungssystem beeinflussen kann sowie die Zellen, das Gewebe und die Organe, die sie produzieren, sind zweifellos ein klarer Beweis für Gottes Schöpfung.
Es ist offensichtlich, dass dieses zusammenhängende System nicht das Produkt des Zufalls sein kann. Jede intelligente Person wird sofort verstehen, dass die wundervollen Zusammenhänge, die im Körper jedes einzelnen Menschen perfekt ablaufen, das Werk einer höheren Intelligenz sind, einer höheren Macht, und Er wird Gott dienen, Dem allein diese ewige Intelligenz und Macht gehören.

O ihr Menschen! Fürchtet eueren Herrn, Der euch aus einem (einzigen) Wesen erschuf und aus ihm seine Gattin und aus ihnen viele Männer und Frauen entstehen ließ. Und seid euch Allahs bewusst, in Dessen Namen ihr einander bittet, und euerer Verwandtschaftsbindungen. Siehe, Allah wacht über euch. (Quran, 4:1)

Der Samen, eine Flüssigkeit mit
einer komplexen Struktur
Wenn die Spermien sich auf ihre Reise begeben, erzeugt die Prostata eine Flüssigkeit und sofort danach fügen auch die Samenbläschen eine Flüssigkeit hinzu. Zusammen mit den Spermien bilden sie die Samenflüssigkeit. Gemeinsam gehen sie auf die Reise zum Körper der Mutter. Wie wir bereits beschrieben haben, versorgen die Flüssigkeiten die Spermien mit notwendigen Nährstoffen und Energie, neutralisieren die Säuren am Eingang der Gebärmutter und schaffen eine Umgebung, in der sich die Spermien leichter bewegen können.
Die gesamte Flüssigkeit, die vom männlichen Körper für die Befruchtung ejakuliert wird, wird Samen genannt. 10 % der Samenflüssigkeit kommen aus den Spermienkanälen, 60 % aus den Samenbläschen, 30 % von der Prostata und der Rest sind Spermazellen und eine kleine Anzahl an Flüssigkeiten anderer Drüsen.7 Das heißt, was wir Samen nennen, ist eine komplexe Kombination aus Fruktose, Phosphorylcholin, Ergothionein, Askorbinsäure, Flavine, Prostaglandine, Zitronensäure, Cholesterol, Zink, saure Phosphatase, Milchsäure, fibrinolytische und proteolytische Enzyme, Hyaluronidase und Spermien.8 Wir haben hier ein Wunder, das Allah uns im Quran beschrieben hat.
An vielen Stellen im Quran lenkt Allah die Aufmerksamkeit auf die menschliche Schöpfung und befiehlt uns, darüber nachzudenken. Wissenschaftler, die die Verse des Quran untersucht haben, haben entdeckt, dass eine Reihe von Wundern in den Versen versteckt sind. Sie liefern uns Informationen über die menschliche Schöpfung. Wissenschaftliche Forschungsprojekte mit modernster Technologie haben beispielsweise ergeben, dass der Samen aus einer Mischung unterschiedlicher Stoffe besteht. Diese Information steht bereits seit 1400 Jahren im Quran. Der Samen wird im Quran als ein „vermischter“ Tropfen beschrieben:

Siehe, Wir erschufen den Menschen fürwahr aus einem Tropfen Samen, der sich vermischt, um ihn zu prüfen. Und wir gaben ihm Gehör und Augen. (Quran, 76:2)

Von den Komponenten, aus denen diese Flüssigkeit besteht, befruchtet nur ein einziges Spermium die Eizelle. Viele Menschen glauben, dass der Samen als Ganzes die Befruchtung übernimmt, es ist jedoch so, dass nur ein winziger Teil des Samens, ein Spermium, dies tut. Das bedeutet, dass ein Mensch nicht aus dem gesamten Samen hervorgeht, sondern nur aus einem kleinen Teil davon (dem Spermium).
Im Verlauf der sexuellen Vereinigung werden mit dem Samen ca. 250 – 300 Millionen Spermien vom Mann ejakuliert. Doch von diesen Millionen von Spermien erreichen nur etwa 1000 die Eizelle und von diesen 1000 befruchtet nur ein einziges Spermium die Eizelle. Die genetischen Merkmale eines Menschen sind also nicht in der gesamten Samenflüssigkeit enthalten, sondern nur in einem winzig kleinen Teil davon. Diese Tatsache, die vielen Menschen entweder unbekannt ist oder über die sie bis heute eine falsche Vorstellung haben, wurde im Quran vor 1400 Jahren offenbart. Der Quran erklärt die Realität folgendermaßen:

Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen ausfließenden Samens? (Quran, 75:36-37)

Ein anderer Vers sagt noch einmal, dass die Samenflüssigkeit ein Gemisch ist und die Menschheit aus einem „Tropfen“ dieser Flüssigkeit erschaffen wird.

Der, Der alle Dinge aufs Beste erschaffen hat. Zunächst formte er den Menschen aus Lehm. Dann bildete Er seine Nachkommen aus dem Tropfen einer verächtlichen Flüssigkeit. (Quran, 32:7-8)

Wenn wir die Bedeutung der arabischen Worte in diesem Vers untersuchen, wird deutlich, dass wir es hier mit einem Wunder des Quran zu tun haben. Das deutsche Wort „Tropfen“ wird im Arabischen mit „sulala“ ausgedrückt und bedeutet einen Auszug oder der beste Teil einer Sache. In jedem Fall bedeutet es „ein Teil eines Ganzen“.
Dies zeigt deutlich, dass der Quran das Wort eines höheren Willens ist, Der die menschliche Schöpfung bis ins kleinste Detail kennt. Dieser Wille gehört Allah, dem Schöpfer der Menschen.

Letzte Vorbereitungen …
Nun hat sich die Form der Spermien mithilfe der Flüssigkeiten im Samen herausgebildet. Jeder Teil des Spermiums, Kopf, Hals, Mittelstück, Schwanz und Endstück, hat eine bestimmte Aufgabe.
Der Kern (der Kopf) ist nicht größer als 5 Mikron. In diesen 5 Mikron befinden sich alle Informationen des menschlichen Körpers, mit deren Hilfe aus einer Zelle ein Menschen entstehen kann. Im Kopf des Spermiums befindet sich ein Genpaket aus 23 Chromosomen, das zur Eizelle transportiert wird. Das heißt, im Kopf der mikroskopisch kleinen Spermazelle liegen sicher verpackt Informationen darüber, wie die Organe des menschlichen Körpers arbeiten, wo sie sich befinden, zu welchem Zeitpunkt welche Zelle sich entwickeln und verändern wird, kurz, alle Informationen darüber, wie der menschliche Körper aufgebaut sein wird.
Neben den genetischen Informationen übernimmt der Kopf des Spermiums eine weitere wichtige Aufgabe. Im „Akrosom“, wie die äußere Schutzhülle des Kopfes bezeichnet wird, befinden sich Stoffe, die dem Spermium am Ende seiner Reise helfen. Dort befinden sich Enzyme, die Gewebe auflösen können. Mit diesen Enzymen ist das Spermium in der Lage, die Eizelle zu durchbohren und zur Befruchtung in sie einzudringen.9 (siehe „Das Spermium trifft auf die Eizelle“)
Der zweitwichtigste Teil des Spermiums ist der Schwanz, mit dem es sich in Flüssigkeiten leicht fortbewegen kann. Der Schwanz des Spermiums bestimmt die Richtung, in die es schwimmt und hilft ihm, die Eizelle zu erreichen. So weit so gut. Aber woher erhält der Schwanz die Energie, die notwendig ist, die stetigen peitschenartigen Bewegungen des Spermiums auszuführen? Der Energiebedarf des Spermiums wird auf wunderbare Weise erfüllt. Der Schwanz selbst ist ein Treibstofftank, der die Energie für die Reise liefert. Auf dem weiten Weg zur Eizelle wird der Energiebedarf von den Mitochondrien in diesem Teil des Spermiums gedeckt. Mithilfe der Energieträger im Spermiumhals liefern die Mitochondrien Energie aus ATP (Adenosintriphosphat), mit dem sich das Spermium bewegen kann.10
Wir sehen, dass das Spermium in allen Punkten ein perfektes Design aufweist. Ohne den Schwanz wäre das Spermium nicht in der Lage, sich zu bewegen. Ohne die Mitochondrien im Mittelteil würde keine Energie produziert und es wäre keine Bewegung möglich. Wäre der Kopfteil des Spermiums bis auf das Akrosom perfekt aufgebaut, so könnten die notwendigen Enzyme nicht hergestellt werden und es ergäbe gar keinen Sinn, dass das Spermium die Eizelle erreicht, denn es wäre nicht in der Lage, in sie einzudringen und sie zu befruchten.
Daher ist es unmöglich, dass das Spermium all diese Funktionen stufenweise im Laufe der Zeit entwickelt haben soll, wie die Evolutionstheorie behauptet. Als der erste Mensch auf die Erde kam, musste sein Spermium bereits all diese Merkmale aufweisen. Da es für Spermien unmöglich ist, ihre Befruchtungsaufgabe zu erfüllen, wenn nur ein kleiner Defekt dieser Merkmale vorliegt und wenn, wie die Evolutionisten behaupten, es in der Vergangenheit Spermien gegeben hätte, die nicht über all diese Merkmale verfügten, hätten sich die Menschen nicht vermehrt, sie wären einfach von der Erde verschwunden. Die Spermien mussten also in einem einzigen Moment mit ihrer perfekten Struktur vorhanden sein mussten, d. h. es beweist die Tatsache der Schöpfung. Der Schöpfer dieses perfekten Spermienaufbaus ist Allah, der Schöpfer aller Dinge.

Füreinander geschaffene Systeme
Wenn die Spermien den männlichen Körper in der Samenflüssigkeit verlassen, sind sie noch nicht vollständig bereit, die Eizelle zu befruchten. Solange sie sich im männlichen Körper befinden, werden ihre Bewegungen von alkalischen Sekreten Ihres Lagerortes gehemmt. Aus diesem Grund ist der entwickelte Samen, wenn er den weiblichen Körper erreicht, zunächst nicht in der Lage, seine Aufgabe zu erfüllen. Wie erhalten dann die Spermien, wenn sie gänzlich vom männlichen Fortpflanzungssystem getrennt sind, die Fähigkeit zur Befruchtung der Eizelle?
Um den Vorgang der Befruchtung zu vereinfachen, muss eine Reihe von Systemen im weiblichen Körper bereit sein. Einige vom weiblichen Fortpflanzungssystem ausgeschüttete Flüssigkeiten helfen den Spermien und verbessern deren Fähigkeit, die Eizelle zu befruchten. Nachfolgend zeigen wir einige Veränderungen, die in den Spermien geschehen, nachdem sie den weiblichen Körper erreicht haben.
1. Die in der Gebärmutter und den Eierstöcken ausgeschütteten Flüssigkeiten enthalten chemische Elemente, die genau die Faktoren zerstören, die die Bewegungen der Spermien im männlichen Fortpflanzungssystem verlangsamen. Auf diese Weise werden die Bewegungen der Spermien, die das weibliche Fortpflanzungssystem erreichen, verstärkt.
2. Die Flüssigkeiten im männlichen Fortpflanzungstrakt (Hodenkanälchen, Nebenhode und Samenleiter) enthalten alle einen hohen Grad an Cholesterol. Das Cholesterol wird ständig an die Zellmembran, die das Akrosom umgibt, abgegeben. Es härtet die Membran und verhindert die vorzeitige Freisetzung der Enzyme. Doch für die Fähigkeit des Spermiums, die Eizelle zu befruchten, ist dies abträglich. Aus diesem Grund müssen die Spermien, die den weiblichen Körper erreichen, von diesen Wirkungen befreit werden. Wie bei allen Millionen Details bei der menschlichen Fortpflanzung wurde auch für diesen Zweck ein spezielles System vorbereitet. Die Spermien, die den weiblichen Körper erreichen, verbinden sich mit der Flüssigkeit in der Gebärmutter. Und diese Flüssigkeit reduziert den Cholesterolgehalt im Samen, in dem sich die Spermien befinden, wodurch die Köpfe der Spermien (Akrosome) zerbrechlicher werden. Wenn die Spermien also die Eizelle erreichen, können die Enzyme im Akrosom leichter freigesetzt werden und gewährleisten die Befruchtung der Eizelle durch das Eindringen in die Eizellenmembran.
3. Die Durchlässigkeit der Kopfmembran der Spermien, die in den weiblichen Körper gelangen, erhöht sich im Verhältnis zu den vorhandenen Kalzium-Ionen. Und durch das Eindringen einer großen Menge an Kalzium in die Spermazelle wird auch die Bewegung der Spermien verstärkt. Der peitschenähnliche Schwanz (Flagellum), der die Spermien bewegt, wechselt von schwachen Wellenbewegungen zu stärkeren Bewegungen und verbessert so die Möglichkeit, die Eizelle zu erreichen.11
Ohne Zweifel erkennen Menschen, die sorgfältig nachdenken, wichtige Hinweise in der Entwicklung der Spermien, die so harmonisch und vollständig mit dem weiblichen Körper in Einklang ist. Die Tatsache, dass die Spermien und der weibliche Körper, vollkommen unabhängig voneinander, beide an der Entstehung des gleichen Wunders arbeiten, ist der Beweis für eine höhere bewusste Intelligenz. Die Spermien treffen noch im männlichen Körper notwendige Vorkehrungen, um Hindernisse im weiblichen Körper zu überwinden. Im weiblichen Körper wird eine spezielle Umgebung vorbereitet, in der sich die Bewegungen der einzelnen Spermien, die so klein sind, dass sie nicht einmal mit dem bloßen Auge zu sehen sind, verstärken. Es erscheint, als wüsste der weibliche Körper genau, dass die Spermien einen sehr weiten Weg vor sich haben und dass sie Energie benötigen, um ihn zu bewältigen. Es erscheint, als wüsste er genau, welche chemische Zusammensetzung notwendig ist, um in die Eizelle einzudringen, als würde er ahnen, dass die Spermien in dieser Beziehung Schwachstellen haben und dass Cholesterol die Ursache hierfür ist. Daraufhin produziert er etwas zur Neutralisierung des Cholesterols und schafft eine Umgebung, in der das Spermium leichter in die Eizelle eindringen kann. Und es erscheint, als würde er all dies aus eigenem Antrieb tun!
Was wir hier beschrieben haben, ist lediglich ein kleiner Teil dessen, was vom Eintreten der Spermien in den Körper bis hin zur Befruchtung der Eizelle geschieht. Der gesamte Vorgang wird durch noch komplexere chemische Reaktionen unter Einfluss zahlreicher Proteine, Enzyme und Flüssigkeiten abgeschlossen. Wir haben nicht die Absicht, alle Details aufzuzählen, um wissenschaftliche Kenntnisse zu vermitteln. Unsere Absicht ist vielmehr, Ihnen die Wahrheit zu zeigen, die im Gegensatz zu dem steht, was die Evolutionisten behaupten. Die Entwicklung des Menschen ist zu komplex, als dass sie ein Produkt des Zufalls sein könnte: Sie ist das Resultat des fehlerfreien Zusammenspiels von komplizierten voneinander abhängigen Systemen. Es ist unmöglich, dass ein Mensch oder auch nur ein einziges Enzym oder Molekül, das die Spermien aktiviert, durch puren Zufall entsteht.
In diesem Abschnitt haben wir darüber gesprochen, wie eine Spermazelle, die im männlichen Körper produziert wird, mithilfe chemischer Elemente im weiblichen Körper die Fähigkeit zur Befruchtung der Eizelle erlangt. Lassen Sie uns einen Moment darüber nachdenken: Kann ein solch komplexes System stufenweise durch Zufall entstehen, wie die Evolutionstheorie behauptet? Gewiss ist so etwas unmöglich, doch lassen Sie uns noch einmal ein solches Szenario entwerfen.
Ein durch Zufall im männlichen Körper produziertes Spermium kommt mit dem weiblichen Körper in Kontakt. Würde es dort dann auch zufälligerweise die Flüssigkeiten vorfinden, mit denen es die Fähigkeit zur Befruchtung erlangt. Wenn nicht, würden dann die weiblichen Fortpflanzungszellen, wenn das erste Spermium das weibliche Fortpflanzungssystem erreicht und keine Befruchtung stattfinden kann, die Entscheidung treffen, die notwendigen chemischen Stoffe zu produzieren?
Ohne Zweifel entbehren diese beiden Beispiele jeder Logik oder Intelligenz. Sie sind Szenarien, die niemals geschehen können. In den Beispielen, die wir hier genannt haben, erkennen wir eine Wahrheit: All diese Systeme sind ein Beweis für das unendliche Wissen und die Macht Gottes, Der alles erschaffen hat. Allah hat tief im menschlichen Körper Wunder erschaffen, die zu klein sind, um mit dem bloßen Auge gesehen zu werden und die über die Vorstellungskraft des menschlichen Verstandes hinausgehen. Hiermit zeigt Er uns, dass es im menschlichen Körper Beweise für den Glauben gibt, die vollkommen unabhängig vom menschlichen Willen und Wissen funktionieren. Und Er erinnert uns daran, dass seine Herrschaft über allem steht, auch über den Menschen.

… fürwahr dein Herr verzeiht in umfassender Weise. Er kennt euch sehr wohl, seitdem Er euch aus der Erde hervorbrachte und als ihr im Leib euerer Mütter verborgen wart. Darum rechtfertigt euch nicht selber. Er weiß sehr wohl, wer gottesfürchtig ist. (Quran, 53:32)


DIE ROLLE DER EIZELLE BEI DER ENTSTEHUNG EINES NEUEN MENSCHEN


Mit Beginn der Pubertät laufen im weiblichen Körper ähnliche Entwicklungen ab wie beim Mann. Die weibliche Fortpflanzungszelle, die Eizelle, wird wie das weibliche Fortpflanzungssystem auf das Zusammentreffen mit den männlichen Fortpflanzungszellen vorbereitet.
Wie beim Mann weiß der HypothalymusHypothalamus der Frau, wann die Zeit gekommen ist und sendet Befehle an die Hirnanhangdrüse, die die notwendigen Hormone zur Reifung der Eizellen ausschüttet. Die Hirnanhangdrüse erhält diese Befehle, gehorcht sofort und beginnt damit, die notwendigen Hormone herzustellen.
Die Produktion der Fortpflanzungszellen bei Frauen verläuft nicht kontinuierlich wie bei Männern. Die Produktion geschieht zu bestimmten Zeiten. Es ist Aufgabe der Hirnanhangdrüse, den Zeitpunkt zu bestimmen. Die Hirnanhangdrüse schüttet ein Hormon aus, das die primären Eizellen in den Eierstöcken zur Reifung bringt. Dieses Hormon weiß sehr genau, wo es seine Aufgabe zu erfüllen hat und geht direkt zu den Eierstöcken, wo es verkündet, dass die Zeit gekommen ist, eine Eizelle reifen zu lassen. Die Eizellen verstehen diesen Befehl sofort und beginnen eifrige Aktivitäten in den Eierstöcken, so dass eine Eizelle heranreift.12
Lassen Sie uns dies näher betrachten. Wie bestimmt diese kleine Drüse, der so genannte Hypothalamus, den richtigen Zeitpunkt? Und wie führt er die Zeitplanung dieses Vorgangs durch, der in Millionen von Frauen heute und in der Vergangenheit abgelaufen ist, ohne durcheinander zu geraten? Der Hypothalamus befindet sich im Stammhirn. Er ist kein Zeitmechanismus, er hat keinen Kontakt zur Außenwelt und ist lediglich ein Stück Fleisch aus Zellen. Die Aufgabe dieses Stückes Fleisch, nämlich die Berechnung der Zeit, ist etwas außergewöhnliches, das wir nicht ignorieren dürfen. Doch dies ist nur ein winziges Detail der wundervollen Ereignisse, die ständig im menschlichen Körper vor sich gehen. Erstaunliche Vorgänge finden wir jeden Moment in jedem Quadratmillimeter unseres Körpers. Zum Beispiel geschieht etwas Wundersames in der Hirnanhangdrüse: Ein vom Hypothalamus gesendeter Befehl wird gelesen und verstanden. Aufgrund dieses Verstehens wird eine Entscheidung getroffen und entsprechend dieser Entscheidung werden Stoffe produziert und mit anderem Produktionsmaterial fehlerfrei an einen weit entfernten und somit unbekannten Bereich geschickt. Die Hirnanhangdrüse ist auch nur eine Ansammlung von Zellen. Es ist etwas ganz Erstaunliches, dass diese Zellen einen Befehl bewusst verstehen und ihn ausführen. Durch welches Bewusstsein ist diese Ansammlung von Zellen in der Lage zu „verstehen“, „begreifen“, „Schlüsse zu ziehen“, „Entscheidungen zu treffen“ und „diese Entscheidungen umzusetzen“?
Der menschliche Körper ist eine dunkle Umgebung, in die kein Licht dringt, und in dem sich viele Flüssigkeiten mit großer Geschwindigkeit durch die Gefäße bewegen. Er ist ein dichter und komplizierter Ort. Kein Evolutionstheoretiker konnte jemals erklären, wie eine Reihe von Molekülen in dieser dichten Umgebung dorthin gelangen können, wohin sie wollen, wobei sie andere Stoffe passieren müssen, die um ein mehrfaches größer sind als sie selbst. Dabei werden sie nicht beschädigt oder gehen verloren. Es konnte auch keiner erklären, wie diese Moleküle bestimmte Mittel einsetzen, um andere Stoffe an die Orte zu liefern, wo sie gebraucht werden. Das liegt daran, dass die Evolutionisten, wenn sie mit den wundervollen Beweisen der Schöpfung konfrontiert werden, ihren Ausweg im Zufall suchen. Doch es gibt keinen Raum für Zufälle in der komplexen Struktur des menschlichen Körpers oder irgendeines anderen Lebewesens.
An diesem Punkt müssen wir uns klar machen, dass bei all diesen Vorgängen, die Intelligenz und das Bewusstsein, die wir hier finden, nicht von den Zellen selbst stammen. Eine Zelle hat keine Augen, um zu sehen, keine Zunge, um zu sprechen oder verstanden zu werden, und keine Ohren, um zu hören. Zellen sind eine Schöpfung Gottes, sie sind nur Mittel, um Seine Befehle auszuführen. In jedem Moment führen Sie durch Seine Inspiration Dinge aus, die zu wunderbar sind, als dass sie von ihnen selbst kommen könnten.

Die Eizelle beginnt sich zu entwickeln...
Die Eizelle wird in einem Organ produziert, das in jeder Beziehung speziell für diesen Zweck erschaffen wurde: in den Eierstöcken. Jede Frau hat zwei Eierstöcke, einen rechten und einen linken. In diesen Eierstöcken gibt es einen Raum, der groß genug ist, dass Nervenbahnen, Blut- und Lymphgefäße ein- und austreten können. In diesem Raum befindet sich Fasergewebe, das reich an Blut ist. Damit sich die Eizelle sicher entwickeln kann, muss sie von diesem Gewebe ernährt und geschützt werden. In dieser schützenden Umgebung befinden sich viele Beutel (Follikel) in verschiedenen Größen. In jedem Follikel befindet sich eine primäre Eizelle. Doch es wird normalerweise jeden Monat nur eine einzige reife Eizelle aus den Eierstöcken freigesetzt, so dass sich nur ein einziger Fötus entwickeln kann.
Die Bildung einer Eizelle besteht aus mehreren Schritten. Damit die Eizelle reifen kann, müssen verschiedene Entwicklungsstadien nacheinander durchlaufen werden. Zur Reifung muss die primäre Eizelle eine Mitose- und zwei Meiose-Teilungen durchlaufen und zwar in der richtigen Reihenfolge. Das Ergebnis dieser Teilungen ist eine Änderung der Chromosomenanzahl der Zelle und die Entstehung verschiedenartiger Zellen. Wie bei den männlichen Fortpflanzungszellen, müssen die 46 Chromosomen der weiblichen primären Eizelle auf 23 reduziert werden.
Bei den Teilungen durch Mitose und Meiose entstehen drei kleinere und eine größere Zelle (Ootid). Die kleineren Zellen sterben ab, da sie nicht genügend Nahrung erhalten, während die große Zelle einige Veränderungen durchmacht und zur befruchtungsfähigen Eizelle wird. Wäre jede dieser Zellen gleich groß, so gäbe es nicht genug Nahrung für die Entwicklung der Zygote am Ende des Befruchtungsprozesses. Doch die Tatsache, dass eine der Zellen mehr Nahrung erhält, und die anderen kleiner sind, lässt ein solches Problem gar nicht entstehen.
Die Entwicklung der Eizelle ist kein unkontrolliertes Phänomen, das einfach zufällig abläuft. Wie wir bereits erklärt haben, sind die von der Hirnanhangdrüse unter dem Gehirn ausgeschütteten Hormone, wie beim männlichen Fortpflanzungssystem auch, die Auslöser für diese Entwicklung. Die Stadien der Eizellenreifung und der beteiligten Hormone bei diesem Prozess kann man wie folgt beschreiben:
1. Follikel-Wachstum: In diesem Stadium beginnt sich die Eizelle zu entwickeln. Die primäre Eizelle befindet sich, wie wir bereits erwähnt haben, im so genannten Follikel. Die Bildung des Follikels dauert etwa 14 Tage. Ein Hormon der Hirnanhangdrüse, das FSH (follikelstimulierendes Hormon), gelangt über die Blutbahn in die Eierstöcke. Dieses Hormon ist für die Bildung und Entwicklung des Follikels in den Eierstöcken und der Eizelle aus der primären Zelle im Follikel verantwortlich. Gleichzeitig bewirkt das Hormon die Ausschüttung von Östrogen durch den reifen Follikel.
Östrogen ist ein Hormon, das speziell die Gebärmutter beeinflusst. Es beschleunigt die Mitoseteilungen der Gebärmutterzellen. Der Bereich schwillt an und bildet ein weiches Kissen, an das sich der Embryo nach der Befruchtung anklammert. Darüber hinaus wird durch das Hormon sicher gestellt, dass genügend Blut und Gewebesäfte zur Gebärmutter fließen. Diese Vorbereitungen werden jeden Monat getroffen. Wird eine Eizelle befruchtet, lagert sie sich in diesem speziell vorbereiteten Gewebe an, wo sie ernährt wird und ihre Entwicklung fortführt.
Wie bei jedem Stadium der menschlichen Entwicklung geschieht auch hier ein Wunder. Die Zellen des weiblichen Fortpflanzungssystems bestimmen im Voraus die Bedürfnisse des Embryos, den sie beherbergen werden, treffen Vorbereitungen, um diese Bedürfnisse zu erfüllen und sorgen dafür, dass der Fötus die bestmögliche Umgebung für seine Entwicklung vorfindet. Wie kann eine Ansammlung von Zellen Vorgänge auslösen, die einen solchen Grad an Bewusstsein und Intelligenz voraussetzen? Natürlich kann man unmöglich behaupten, dass die Zellen über dieses Bewusstsein und Intelligenz verfügen. Doch die Zellen des weiblichen Fortpflanzungssystems (auch die Zellen der Hirnanhangdrüse) tun diese Dinge, von denen wir gesagt haben, sie seien unmöglich und bereiten mit Voraussicht die bestmögliche Umgebung für den Embryo vor, den sie nicht einmal kennen.
Ein Mensch mit Verstand kann unmöglich behaupten, dass Zellen diese Dinge aus eigenem Entschluss und eigener Intelligenz tun. Tatsächlich kann nur jemand mit falschen Vorstellungen behaupten, dass Zellen, die aus Atomen ohne Bewusstsein bestehen, das tun können, wozu er selbst wahrscheinlich mit seiner bewussten Intelligenz nicht in der Lage wäre. So ist die Realität deutlich zu erkennen: Alle Zellen, die zur Entwicklung des Menschen beitragen, führen Ihre Aufgaben durch die Inspiration des Schöpfers aus. Sie sind Werkzeuge für die Umsetzung eines Wunders, das geschieht, wenn ein Mensch auf die Welt kommt.
2. Der Eisprung: Zu diesem Zeitpunkt bricht der Follikel, in dem sich die Eizelle befindet, auf und lässt sie frei. Doch die Eizelle, die von den Eierstöcken abgegeben wird, braucht Hilfe. Ansonsten wäre die Eizelle niemals in der Lage, auf die Spermien zu treffen. Also beginnen die Eileiter, die sich zwischen Eierstock und Gebärmutter befinden, mit ihrer Aufgabe. Die Eizelle, die von den Eierstöcken ins Leere entlassen wurde, wird vom Eileiter mit seinen langen Tentakeln, die denen eines Oktopus gleichen, gefangen. Der Eileiter bietet die passende Umgebung zur Befruchtung und die folgenden Vorgänge laufen ab, je nachdem, ob sich Spermien im Eileiter befinden oder nicht.
Das luteinisierende Hormon (LH), das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird, steuert diese Vorgänge. Eine weitere interessante Tatsache über dieses Hormon sollte hervorgehoben werden. Das LH-Hormon ist unbedingt notwendig für das Aufbrechen des Follikels, in dem sich die reife Eizelle befindet und für die Bewegung hin zu der Stelle, an der sie auf die Spermien treffen wird. Würde dieses Hormon nicht ausgeschüttet, könnte der Follikel nicht zum Eisprung gelangen, auch wenn alle anderen notwendigen Hormone vorhanden wären. Doch dieses Problem tritt nicht auf und 2 Tage vor dem Eisprung, aus Gründen, die den Wissenschaftlern immer noch unklar sind, erfolgt ein Anstieg des ausgeschütteten LH-Hormons. Gleichzeitig wird auch mehr FSH ausgeschüttet, und unter Einfluss dieser beiden Hormone vollzieht sich regelmäßig jeden Monat der Eisprung. Auch hier stellt die Hirnanhangdrüse erstaunliche Berechnungen des Zeitpunktes an und schüttet die notwendigen Hormone genau zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge aus.
Natürlich können wir diese bewussten Aktivitäten nicht der Hirnanhangdrüse selbst oder den Zellen, aus der sie besteht, zuschreiben. Daher zeigt sich auch hier wieder eine höhere Intelligenz, der Eine, Der diese Intelligenz und den Willen besitzt: Es ist die Intelligenz und der Wille Gottes, Der sich in all diesen wundervollen Ereignissen in den verschiedenen Stadien der menschlichen Entwicklung zeigt.
3. Das Corpus Luteum (Gelbkörper) – Lutealphase (Gelbkörperphase) Nach dem Ausstoß der Eizelle aus dem Follikel füllt sich der Follikel mit Blut. Spezielle Zellen, die so genannten „Granulosa-“ und „Thekazellen“ befinden sich im leeren Raum um den Follikel. Sie vermehren sich und nehmen den Platz des geronnenen Blutes im Follikel ein. Diese Zellen sammeln gelbes Lipid an und werden daher Luteinzellen, vom Lateinischen luteus, „safran-gelb“, genannt. So schwillt der Follikel, aus dem die Eizelle gekommen ist, mit den Flüssigkeiten an und wird ein aktives Element, der so genannte Corpus Luteum (Gelbkörper).13 Der Gelbkörper spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Gebärmutter für den Embryo und für den Verlauf einer gesunden Schwangerschaft. Die wichtigste Besonderheit dieses Elements ist die Ausschüttung des Hormons Progesteron unter dem Einfluss des LH-Hormons. Progesteron spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Stimulierung der Gebärmutterwände. Die wichtigste Veränderung in der Gebärmutter geschieht in der Gebärmutterschleimhaut. Unter dem Einfluss von Östrogen und Progesteron schwillt die Schleimhaut an. Die Drüsen und Blutgefäße winden sich stark und die Gebärmutterwand wird dicker. Sinn dieser Veränderungen ist die Bereitstellung eines geeigneten Ortes für den Embryo nach der Befruchtung. Zusätzlich ermöglicht dies ein Fortschreiten der Schwangerschaft durch ein Entspannen der Gebärmutterwände. Progesteron beeinflusst auch die Entwicklung der Milchdrüsen.
Die Tatsache, dass ein Hormon ein anderes beeinflussen kann und die Fähigkeit besitzt, dies genau zur richtigen Zeit zu tun, kann nicht durch puren Zufall erklärt werden. Dabei stellen sich einige Fragen: Wie kann ein Molekül, das aus bewusstseinslosen Atomen besteht, selbst solch eine sensible Kraft innehaben und die Initiative ergreifen, die Vorgänge im Körper so passend zu organisieren? Es ist klar, dass die Moleküle, aus denen die Hormone bestehen, nicht über Intelligenz und Bewusstsein verfügen. Dies beweist, dass das System zusammen mit all seinen Eigenschaften von einer höheren Macht erschaffen wurde. Es ist Allah, Herr über Himmel und Erde, Der die Moleküle, aus denen die Hormone bestehen, und die Atome, aus denen diese Moleküle bestehen, zu diesen bewussten Aktivitäten anleitet.
Die Gelbkörperphase dauert 12 - 14 Tage. Am Ende dieses Zeitraums wird der Gelbkörper, wenn keine Befruchtung stattfand, wieder abgebaut und der Vorgang wiederholt sich. Mit dem Abbau des Gelbkörpers werden Östrogen, Progesteron und andere Hormone nicht weiter ausgeschüttet. Das bedeutet, dass hier die Hirnanhangdrüse wieder ins Spiel kommt. Sie beginnt wieder mit der Ausschüttung der Hormone FSH und LH, die das Wachstum eines neuen Follikels bewirken. Doch diese Follikel können sich nicht sofort entwickeln, da der Mangel an Östrogen und Progesteron einen weiteren Schritt auslöst, nämlich die Menstruation.
4. Menstruation: In diesem Stadium wird die unbefruchtete Eizelle vom Körper ausgeschieden. Da keine Befruchtung stattfand, zieht sich die vorher vorbereitete Gebärmutterwand zusammen, die Blutgefäße werden verengt und die Eizelle abgestoßen. Hiernach beginnt der Körper wieder mit der Vorbereitung, die beschriebenen Stadien wiederholen sich.
Der gesamte Ablauf wiederholt sich bei allen Frauen regelmäßig innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Jeden Monat bildet sich eine neue Eizelle, die gleichen Hormone werden ausgeschüttet und der Körper der Frau bereitet sich auf eine mögliche Befruchtung vor. Doch im letzten Stadium ändert sich der Verlauf, je nachdem, ob Spermien vorhanden sind oder nicht.

Vorbereitungen für die Befruchtung
Die Eizelle befindet sich 20 – 25 cm von dem Ort entfernt, an dem die Spermien in den weiblichen Körper gelangen. Diese Entfernung ist 3000 Mal größer als das Spermium selbst. Im Vergleich zu seiner eigenen Größe ist diese Entfernung ziemlich groß und um sie zu überwinden, benötigt das Spermium Hilfe.
Bevor die Eizelle auf das Spermium treffen kann, beginnen die Vorbereitungen sowohl im Körper des Mannes als auch im Körper der Frau. Die Mehrheit dieser Vorbereitungen besteht darin, die Spermien auf ihrer Reise durch den Körper der Mutter zu schützen. Zum Beispiel finden in der Gebärmutter zahlreiche Kontraktionen und Wellenbewegungen statt. Diese ungewöhnlichen Aktivitäten der Gebärmutter und der Eileiter erleichtern den Spermien ihren Weg zur Eizelle. Das Interessante an diesen Kontraktionen ist der Stoff, der sie auslöst. Der Stoff wird Prostaglandin genannt und befindet sich in der Samenblasenflüssigkeit, die mit den Spermien aus dem männlichen Körper stammt. Obwohl er aus einem anderen Körper kommt, kennt dieser Stoff die Struktur der Gebärmutter und beeinflusst sie so, dass der Weg für die Spermien leichter wird.14
Doch damit die Befruchtung stattfinden kann, sind weitere Veränderungen in der Gebärmutter notwendig. Die Eileiter verlängern sich unter dem Einfluss des Hormons Östrogen, die Schleimhaut der Gebärmutter vergrößert sich und wird schwerer. Die hautartigen Gewebe der Epithelzellen, die aus einer oder mehreren Schichten von Zellen bestehen und durch einen kleinen interzellulären Stoff getrennt sind, vermehren sich. Die Struktur der Schleimhaut nimmt eine Form an, die es den Spermien ermöglicht, mithilfe der Schwanzbewegungen durch Freiräume zu gelangen. Diese Veränderung hat aber auch noch eine weitere wichtige Funktion: Die Gewebe dienen als Speicher und Filter, die nur normale Spermien passieren lassen. Manche Spermien haben nicht die geeignete Form zur Befruchtung. In diesem Fall werden sie von diesem Gewebe ausgesondert.
Es ist offensichtlich, dass jede Veränderung der Gebärmutter und der Eierstöcke speziell dafür geschaffen wurde, dem Spermium das Treffen mit der Eizelle zu ermöglichen. Die Schleimhaut beginnt beispielsweise nach dem Eisprung und nachdem sicher gestellt wurde, dass die Eizelle auf die Spermien treffen kann, mit gegensätzlichen Aktivitäten: Sie wird dicker und dichter, so dass keine Spermien mehr hindurch dringen können.
Der Grund für diese Veränderung des weiblichen Fortpflanzungssystems ist es, den Spermien, die den weiblichen Körper erreichen, die Möglichkeit zu geben, die Eizelle zu erreichen. Doch wie wir schon weiter oben gesehen haben, ist dies ein interessantes Thema: Die Elemente im weiblichen Fortpflanzungssystem helfen Zellen, die aus einem vollkommen fremden Körper stammen.
Wie kann es sein, dass eine Zelle so viele detaillierte Informationen über andere Zellen erhält, mit denen sie nicht einmal die gleiche Umgebung geteilt hat? (Auch wenn sie die gleiche Umgebung geteilt hätten, wäre das Ergebnis nicht anders.) Woher weiß eine Zelle z. B., dass die Bewegung anderer Zellen erleichtert werden muss? Die Zellen, die die Flüssigkeit in der Gebärmutter produzieren, können in der Tat unmöglich die Eigenschaften der Spermien kennen oder bewusst eine geeignete Umgebung für sie erschaffen.
Alle Vorgänge, die wir bisher beschrieben haben, geschehen bei allen Frauen gleich. Wenn wir die Funktion dieses harmonischen und sich ergänzenden Systems betrachten, erkennen wir einen klaren Plan und ein bewusstes Design: Die Spermien wurden für den Körper der Mutter geschaffen, die Fortpflanzungsorgane der Mutter sind speziell so beschaffen, dass Sie die Spermien empfangen können. Gäbe es auch nur einen winzigen Defekt in diesem Gleichgewicht, hätten die Spermien z. B. keinen Schwanz, der sie vorwärts treibt, oder wäre die Flüssigkeit nicht vorhanden, die die saure Umgebung in der Gebärmutter neutralisiert, dann wäre die Fortpflanzung nicht möglich.
Dies zeigt eindeutig, dass das perfekte Zusammenspiel zwischen den Fortpflanzungszellen von Mann und Frau das Werk einer bewussten und geplanten Schöpfung ist. Allah, der Allmächtige, Herr über das Universum, hat die Menschen erschaffen aus einem Tropfen Flüssigkeit, Mann und Frau, in perfekter Harmonie zueinander. Wir müssen über die Perfektion von Gottes Schöpfung nachdenken und uns Ihm bedingungslos hingeben, uns vor der unendlichen Macht des Herrn beugen.

In der Erschaffung von euch und in den Tieren, die Er verbreitet hat, finden sich Beweise für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. (Quran, 45:4)

Das Spermium trifft auf die Eizelle
Nachdem sie zahlreiche Stadien bis zur Reifung durchlaufen hat, wird die Eizelle von den Eierstöcken freigesetzt. Dabei umgeben sie viele andere Zellen. Bevor die Eizelle befruchtet werden kann, müssen die Spermien, die den Eileiter erreichen, die so genannten „Granulosazellen“ durchdringen und anschließend den dicken Mantel der Eizelle knacken.
Wie überwindet das Spermium diese Hindernisse?
Hier erkennen wir erneut die Perfektion des intelligenten Designs der Spermien. Im „Akrosom“ der Spermien, das wir bereits beschrieben haben, befinden sich Hyaluronidase- und proteolytische Enzyme. Die Hyaluronidase-Enzyme des Akrosoms zerstören den Stoff (hyaluronische Säure), der die Schichten der Granulosazellen um die Eizelle zusammen hält. Auf diese Weise öffnen sie den Weg für die Spermien durch den Schutzmantel der Eizelle. Das proteolytische Enzym gewährleistet die Auflösung des Proteins im Gewebe um die Eizelle. Mithilfe dieser beiden Enzyme dringt das Spermium zum Kern der Eizelle vor.15
Wie können diese Enzyme der Spermien, die im männlichen Körper weit entfernt von der Eizelle produziert werden, aus einem Stoff bestehen, der perfekt geeignet ist, um die Struktur der Eizelle anzugreifen? Wer entdeckte die Formel hierfür? Wer platzierte diese Enzyme genau an die richtige Stelle, um die Befruchtung der Eizelle zu ermöglichen, d. h. im Kopf des mikroskopisch kleinen Spermiums?
Nicht das Spermium selbst tut diese Dinge. Ein Spermium weiß nichts über die Existenz einer hyaluronischen Säure oder die Wirkung dieser Säure auf die Zellen oder etwa, dass das Hyaluronidase-Enzym die Wirkung der Säure neutralisieren kann. Es reicht außerdem nicht aus, die Formel für diese Säure zu kennen, die Produktion im menschlichen Körper muss auch ermöglicht werden. Und für das Spermium ist es unmöglich, aus eigenem Antrieb ein System im menschlichen Körper zu erschaffen, das in der Lage ist, dieses Enzym herzustellen. Fragen Sie beispielsweise jemanden, der keine medizinische oder chemische Ausbildung genossen hat, nach dem Namen des Enzyms, das die Struktur der hyaluronischen Säure zerstört, oder bitten Sie ihn, die Formel der Struktur dieser Säure aufzuschreiben. Er wäre sicherlich nicht in der Lage, dies zu tun. Doch die Spermazelle bewirkt Dinge, zu denen der Mensch nicht fähig ist. Mit scheinbarer Kenntnis der chemischen Formeln, die es jedoch nicht wirklich kennen kann, verfügt es über Stoffe im eigenen Körper, die gewährleisten, dass es sein Ziel erreicht. Sicherlich widerspricht es jeder Intelligenz und Vernunft, wenn man behauptet, dass das Spermium dies selbst bewirkt. Wenn wir vernünftig darüber nachdenken, erkennen wir, dass die vorhandenen Enzyme im Spermium, die die Struktur der Eizelle beeinflussen, selbst ein Beweis für die Schöpfung sind. Das fehlerfreie Zusammenspiel der Stoffe kann nicht das Produkt zufälliger Ereignisse sein. Die Tatsache, dass das Spermium die chemische Struktur von Zellen kennt, die in einer vollkommen anderen Umgebung leben, dass es die Wirkungen von Chemikalien analysiert, dass es dann, entsprechend den Analyseergebnissen, die notwendigen chemischen Elemente produziert, kann nur durch die Existenz eines Schöpfers mit höherer Intelligenz erklärt werden, der das Spermium mit diesen besonderen Eigenschaften erschaffen hat.
Der perfekte Aufbau des Spermiums ist ein deutlicher Beweis dafür, dass Gott den Menschen, so wie alles andere, erschaffen hat.

Die Spermien setzen ihre Reise fort
Wenn die Spermien die äußere Hülle der Eizelle erreichen, verbindet sich deren äußere Haut fest mit den Oberflächenrezeptoren der Eizelle. Bei dieser Verbindung wirft das Spermium seine äußere Hülle ab (Akrosom). Gleichzeitig setzt die Haut der Eizelle einen Stoff frei, das „Fertilizin“, mit dem das Spermium angezogen wird. Durch dieses Molekül kann sich das Spermium schneller bewegen und leichter mit der Eizellenhaut reagieren. Zusätzlich erleichtert Fertilizin die Reaktion des Akrosoms, das sich im Kopf des Spermiums befindet.
Wenn das Spermium die Eizellenhaut berührt, kommen neue Stoffe ins Spiel und weitere Reaktionen finden statt. Sobald das Spermium die Eizelle berührt, setzt es einen Stoff frei, das „Anti-Fertilizin“, das die Wirkung des von der Eizelle ausgeschütteten Fertilizins neutralisiert. Auf diese Weise hindert das erste Spermium, das die Eizelle erreicht, andere Spermien am Eindringen in die Eizelle.16
Die Haut, die die Eizelle umgibt, erneuert sich selbst etwa zwei Sekunden nachdem die Spermazelle eingedrungen ist und verhindert so, dass andere Spermazellen eindringen können. Bei Untersuchungen konnten mehrere Spermien in die Eizelle eindringen, als die Haut zerstört wurde. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Eizellenhaut so schnell wie möglich wieder geschlossen wird. Nachdem die Eizellenhaut wieder geschlossen ist, kann kein Spermium mehr in die Eizelle eindringen. Wir können die Eizelle mit einem Gebäude vergleichen, das von Sicherheitskräften bewacht wird. Die äußere Haut der Eizelle funktioniert tatsächlich wie das Sicherheitssystem eines Gebäudes, das sehr wichtige Informationen enthält. Ein Zugriff auf das Innere der Zelle wird verhindert.
Sobald ein Spermium in die Eizelle eintritt, schwillt sein Kopf an und es wandert sehr langsam zur Mitte der Eizelle. Innerhalb von 30 Minuten verbindet sich die Eizelle vollständig mit dem Spermium. Das Ergebnis des gesamten Vorgangs ist die Übertragung der genetischen Informationen, die sich im Spermium befinden, an die Eizelle.17
Doch hier müssen wir einen wichtigen Punkt beachten: Wenn sich die Rezeptoren von Spermium und Eizelle gegenseitig akzeptieren, dann verbinden sie sich. Ist dies nicht der Fall, so ist keine Verbindung möglich. Der Grund hierfür ist folgender: Die Eizelle eines jeden Lebewesens schüttet einen Stoff aus, das Fertilizin, das eine besondere chemische Zusammensetzung hat. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, die verhindert, dass Spermazellen einer anderen (nichtmenschlichen) Art in die Eizelle eindringen und eine Veränderung der menschlichen Spezies bewirken. So kann sich eine Katze nicht mit einem Pferd paaren und der Mensch kann sich mit keinem anderen Lebewesen paaren.18
Auch die elektrischen Ladungen von Spermium und Eizelle haben Auswirkungen auf die Befruchtung. Die Eizelle trägt immer eine negative Ladung und das Spermium eine positive. Da sich gegensätzliche Ladungen anziehen, zieht die Eizelle alle Spermien an. Doch sobald das erste Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, wechselt die Ladung sofort. Jetzt nimmt die Eizelle eine positive Ladung an wie die Spermien. Da sich gleiche Ladungen abstoßen, stößt im Moment der Vereinigung die Eizelle alle anderen Spermien zurück.19

Das letzte Stadium der Befruchtung
Wenn das Spermium in die Eizelle eindringt, wirft es den Schwanz ab und lässt ihn draußen. Wir können dies mit einem Space Shuttle vergleichen, das seine Treibstofftanks abwirft, bevor es zur Erde zurückkehrt. Wenn die Treibstofftanks, die das Shuttle außerhalb der Erdatmosphäre antreiben, ihre Aufgabe erfüllt haben, werden sie im All abgelöst. Ist der Treibstoff in den Tanks verbraucht, sind die Tanks nur unnötiger Ballast. Um die Erdatmosphäre verlassen zu können, müssen die Tanks zur richtigen Zeit abgeworfen werden. Auf die gleiche Weise wird der Schwanz des Spermiums, der für die notwendige Energie und Beweglichkeit sorgte, zurückgelassen, wenn das Spermium in die Eizelle eindringt.
Dem aufmerksamen Leser wird deutlich, dass die Befruchtung ein äußerst sorgfältig berechneter und systematischer Vorgang ist. Sehr langsam lösen die Flüssigkeiten, die die Eizelle umgeben, den Schutzschild des Spermiums auf, wenn es die äußere Haut der Eizelle erreicht. Die Enzyme, die in dem Moment freigesetzt werden, in dem der Schutzschild des Spermiums zerstört wird, ermöglichen es dem Spermium, die äußere Haut der Eizelle zu zerstören und weiter in sie einzudringen. Die Änderung der elektrischen Ladung zu diesem Zeitpunkt stößt andere Spermien zurück und schützt den sich neu entwickelnden Organismus vor ungebetenen Gästen.
Wäre ein solch geschütztes und zusammenhängendes System nicht erschaffen worden, so wäre die Vereinigung von Spermium und Eizelle niemals möglich.
Würde die Eizelle keine Flüssigkeit ausschütten, die die Spermien leitet, so würden die Spermien die Eizelle nicht finden, denn verglichen mit ihrer eigenen Größe befindet sie sich sehr weit entfernt.
Besäße das Spermium keinen Schutzschild, so würde es wie andere Mikroorganismen von den Flüssigkeiten, die die Eizelle umgeben, zerstört.
Befänden sich keine lösenden Enzyme unter diesem Schutzschild, so wäre das Spermium niemals in der Lage, in die Eizelle einzudringen, selbst wenn es sie erreichen könnte.
Wären die elektrischen Ladungen von Spermium und Eizelle gleich, so würde die Eizelle das Spermium abstoßen und kein Spermium könnte in die Eizelle eindringen.
Wie wir erkennen, gibt es bei der Vereinigung eines einzelnen Spermiums mit einer Eizelle ein außergewöhnliches Gleichgewicht und exakte Berechnungen. Darüber hinaus fand dieses Gleichgewicht und diese Berechnungen nicht nur ein einziges Mal statt. Seit Beginn der Menschheit haben sich diese Vorgänge in jedem Einzelnen der Millionen Menschen, die auf der Erde leben und gelebt haben, wiederholt.
Nicht in einem einzigen Stadium dieser wundervollen Abläufe gibt es Raum für Zufälle. Die gesamten Vorgänge zeigen deutlich, dass Allah die Menschen erschaffen hat.

Denn Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles gehorcht Ihm. Und Er ist es, der die Schöpfung erstmals hervorbringt. Dann bringt er sie erneut hervor, was Ihm ein leichtes ist. Und Er ist das erhabenste Wesen in den Himmeln und auf Erden. Und Er ist der Mächtige, der Weise. (Quran, 30:26-27)

DIE ENTWICKLUNG

Die Umwandlung beginnt:
Die drei Stadien des Babys im Bauch der Mutter
Wie wir gesehen haben, stellt jede Phase, von der Spermienbildung und der Eizellenentwicklung bis hin zur Vereinigung der beiden Zellen, ein wahres Wunder dar. Die Entwicklungen nach dieser Vereinigung und die aufwendigen Vorbereitungen, die im weiblichen Körper ablaufen, zeigen uns weitere wundervolle Vorgänge.
Innerhalb weniger Stunden nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium, teilt sie sich und wächst. Heute wissen wir, dass das Baby im Bauch der Mutter drei Stadien der embryonalen Entwicklung durchläuft. Dieses Wissen, das erst durch langjährige Forschungsarbeiten und mithilfe modernster Technologie erlangt werden konnte, wurde bereits vor 1400 Jahren im Quran beschrieben. Wir finden die wissenschaftlichen Fakten in folgendem Vers:

... Er erschafft euch in den Schößen euerer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, durch drei Finsternisse. So ist Allah, euer Herr. Sein ist das Reich. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Wie könnt ihr euch dann abwenden? (Quran, 39:6)

In diesem Vers werden drei unterschiedliche Stadien genannt, die der Mensch während seiner Entwicklung im Mutterleib durchläuft. Und tatsächlich hat die moderne Biologie herausgefunden, dass ein Baby im Mutterleib drei unterschiedliche Entwicklungsstadien durchläuft, genau wie es im Vers beschrieben wird. Dies gehört zum grundlegenden Wissen, das wir in allen Büchern zum Thema Embryologie finden, die heutzutage in medizinischen Fakultäten zur Pflichtlektüre gehören. Zum Beispiel wird in Basic Human Embryology (Grundlagen der menschlichen Embryologie), ein Standardwerk der Embryologie, folgendes gesagt:
Die Lebensphase in der Gebärmutter durchläuft drei Stadien: (i) das Keimzellenstadium: die ersten zweieinhalb Wochen; (ii) das Embryonalstadium: bis zum Ende der 8. Woche, und (iii) das Fötalstadium: von der 8. Woche bis zur Geburt.20
Diese Phasen umfassen die verschiedenen Entwicklungsstufen des Babys. Die wesentlichen Merkmale dieser drei Entwicklungsstadien können folgendermaßen zusammengefasst werden:
- Keimzellenstadium: In dieser ersten Phase wächst die Zygote (die gerade befruchtete Eizelle), indem sie sich teilt. In den ersten drei Wochen gräbt sich der entstandene Zellklumpen in die Gebärmutterwand ein. Während sich die Zellen weiter teilen, formen sie drei Schichten.
- Embryonales Stadium: Das embryonale Stadium ist die zweite Phase, die fünfeinhalb Wochen dauert. In dieser Phase wird das Baby Embryo genannt. Es bilden sich die wichtigsten Organe und Systeme des Körpers aus den Zellschichten.
- Fötales Stadium: Ab diesem dritten Stadium der Schwangerschaft wird der Embryo als „Fötus“ bezeichnet. Diese Phase beginnt in der achten Woche der Schwangerschaft und dauert bis zur Geburt. In diesem Stadium sind Gesicht, Hände und Füße erkennbar und das Baby nimmt die Gestalt eines menschlichen Wesens an. Obgleich es nur 3 cm lang ist, sind alle Organe bereits angeordnet. Diese Phase dauert 30 Wochen bis zur Geburt.
Die drei Stadien, die wir hier kurz umrissen haben und die wundervollen Entwicklungen, die in jedem Stadium ablaufen, werden auf den folgenden Seiten näher beschrieben.

Die erste Zelle teilt sich
Die Zelle mit 46 Chromosomen, die sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle gebildet hat, ist die erste Zelle eines neuen Menschen, der nach neun Monaten das Licht der Welt erblicken wird. Die allererste Zelle, die den gesamten Bauplan für den Körper enthält, wird „Zygote“ genannt.
Die erste Zellteilung geschieht in den ersten 24 Stunden nach der Vereinigung von Spermium und Eizelle. Die beiden neu entstandenen Zellen sind genau identisch. Und so beginnt der erste Tag der neun Monate dauernden Lebensphase im Mutterleib. Jetzt befindet sich nicht mehr nur eine, sondern zwei Zellen im Bauch der Mutter. Später werden aus diesen beiden Zellen vier Zellen, die sich immer weiter durch Zellteilung verdoppeln.21
Die Zellen des Zellklumpens im Eileiter teilen sich weiter, wachsen und bewegen sich hin zu der Stelle, an der sie die nächsten neun Monate verbringen werden. Dieser Ort ist die Gebärmutter (Uterus).
Zu dieser Zeit werden in der Gebärmutter wichtige Vorbereitungen getroffen. Blut strömt in die Gebärmutter und macht sie stark und widerstandsfähig. Wie wir bereits beschrieben haben, wird das Corpus-Luteum (Gelbkörperhormon) in den Eierstöcken vermehrt ausgeschüttet und informiert den Körper über die beginnende Schwangerschaft. In der Zwischenzeit bewegt sich die Zygote mit Schwimmbewegungen zum Uterus und sendet dabei biochemische Signale mit der Nachricht: „Hier bin ich!“ Durch diese Meldung bereitet sich der Körper der Mutter vor und stellt das notwendige Salz, Eisen, Blut und die Vitamine bereit, die der Fötus benötigt. Gleichzeitig erreicht die von der Zygote ausgeschüttete biochemische Meldung (das hCG-Hormon) die Eierstöcke der Mutter und bewirkt die Ausschüttung eines weiteren Hormons, wodurch eine weitere Periode der Eireifung (menstruelle Periode) verhindert wird.22
Die Zygote besteht immer noch aus nur wenigen Zellen. Die Tatsache, dass die Zygote weiß, wo sie sich befindet und sofort Signale sendet, die für die nächsten neun Monate entscheidend sind, ist schon sehr außergewöhnlich. Woher weiß sie, wem sie die Meldung schicken muss? Woher wissen die verschiedenen Organellen, die die Signale erhalten, dass diese von einem mikroskopisch kleinen Stück Fleisch stammen, das sie niemals zuvor gesehen haben, aber dem sie helfen, indem sie dessen Lebensumgebung vorbereiten. Außerdem besteht das von der Zygote ausgeschüttete Hormon aus Molekülen. Woher wissen die Zellen, die diese Moleküle empfangen, was mit diesen Molekülen überhaupt beabsichtigt wird? Wenn ein Mensch eine Nachricht in einer Sprache erhält, die er versteht, so kann er sie lesen und verstehen und aus diesem Verständnis heraus Entscheidungen treffen. Aber in diesem Fall besteht die Nachricht aus einem Hormon, das aus einigen wenigen Molekülen besteht. Die Nachricht wird von einer Ansammlung von Zellen gesendet und eine etwas größere Ansammlung von Zellen ist der Empfänger. Es ist gewiss ein Wunder, dass Zellen Botschaften (Hormone) lesen und verstehen können, gerade so, wie ein Mensch eine Nachricht versteht, die er liest.
Und woher weiß die Zygote, welche Stoffe sie im Laufe ihres Wachstums benötigt?
Denken Sie z. B. an sich selbst. Was müssen Sie essen, damit Ihr Körper stark wird? Welche Mineralien müssen Sie zu sich nehmen? Das können Sie nur wissen, wenn Sie sich mit wissenschaftlichen Studien befassen, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurden. Wie wirken Potassium, Phosphor und Kalzium in Ihrem Körper? Aus welchen Nahrungsmitteln erhalten Sie diese Stoffe? Wann sollten Sie diese Nahrungsmittel zu sich nehmen und wie viel davon? Dies sind Dinge, die Sie nicht wissen können, ohne einen Experten zu befragen. Sie, als denkende, sehende, intelligente und fühlende Person, mit der Fähigkeit zu sprechen, können diese Dinge nur erfahren, indem Sie sich Hilfe suchen. Dagegen weiß ein winziger Zellklumpen, was er braucht und dass es notwendig ist, dies zu produzieren. Er weiß, wer die Stoffe herstellen kann und dass ein Signal ausgesendet werden muss, um den Herstellungsprozess zu starten. Darüber hinaus weiß der Zellklumpen, obwohl er sich erst seit ein paar Tagen im Körper befindet, wie chemische Informationen gesendet werden und er setzt voraus, dass verschiedene Organe im Körper in der Lage sind, diese chemischen Informationen zu empfangen.
Natürlich kann man nicht behaupten, dass ein Zellklumpen diese außergewöhnlichen Informationen besitzt und aufgrund seines Wissens in der Lage ist zu planen. Es gibt eine höhere Macht, die die Zellen ihre wundervollen Funktionen ausführen lässt und sie auf eine Weise erschafft, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese Macht gehört Allah, dem einzigen Herrscher der Himmel und der Erde. Als Beweis Seiner unendlichen Gewalt hat Allah mikroskopisch kleine, bewusstseinslose, lebende Zellen inspiriert, ihre komplizierte Aufgabe bis zur Perfektion auszuführen, und zwar in einer Weise, die das menschliche Gehirn niemals verstehen kann.

Der Zellklumpen bewegt sich
Der Zellklumpen bewegt sich zu einem sicheren Ort, der für ihn geschaffen wurde, und setzt dort seine Zellteilung fort. Alle 30 Stunden findet eine Teilung statt. Die Zellen verdoppeln sich exponentiell auf 2, 4, 8, 16 usw., bilden allmählich eine kleinere Klumpenform und bewegen sich langsam zusammen mit den erfolglosen Spermazellen vom Eileiter zur Gebärmutter.
Wenn man den Eileiter vergrößert und untersucht, was dort vor sich geht, so sieht es dort aus wie auf dem Grund des Ozeans. Der Zellklumpen setzt seinen Weg mithilfe der wellenartigen Bewegungen im Eileiter fort. Die Bewegung, die bei der Befruchtung der Eizelle mithalf, indem sie die Spermien zur Eizelle leitete, trägt diesmal die Eizelle zur Gebärmutter. Winzige Flimmerhärchen (Cilia) auf der Oberfläche der Eileiterzellen bewegen sich in die gleiche Richtung. Auf diese Weise tragen sie die Eizelle wie ein kostbares Objekt zu der Stelle, an die sie gelangen muss.
Alle Elemente arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, als hätten sie einen Befehl von einer gemeinsamen Kommandozentrale erhalten. Diesen Befehl erhalten sehr unterschiedliche Körperbereiche und führen ihn aus.
Während sich der Zellklumpen im Eileiter befindet, durchläuft er eine Reihe verschiedener Phasen der Teilung. Ein Klumpen von etwa 100 Zellen gelangt in die Gebärmutter. Doch um sich teilen zu können, benötigen die Zellen Nährstoffe. Diese Notwendigkeit kann als ein weiterer wichtiger Aspekt des Wunders der menschlichen Entwicklung betrachtet werden. Allah hat den Eileiter so erschaffen, dass er die Bedürfnisse der Zygote vollständig erfüllt. Im Eileiter wechseln sich Sekretionszellen mit den kleinen haarähnlichen Zellen ab. Die Sekretionszellen produzieren große Mengen an Sekreten, einschließlich organischer Moleküle, Ionen und Wasser zur Ernährung der Zygote.24
„… die Gebärmutter nimmt an Größe zu und schützt den Embryo. Der Eileiter unternimmt alles Notwendige, um die Zellen zu ernähren …“ Bis hierher haben wir über das Gewebe und die Organe gesprochen, die den Zellklumpen, der sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle entwickelt, schützen und alles Notwendige unternehmen, um ihn zu ernähren und den Empfang des Zellklumpens vorzubereiten. Wir dürfen hierbei nicht vergessen, dass die Organe und Gewebe selbst aus Zellen bestehen. Wie kann es also sein, dass eine Zelle die Bedürfnisse einer anderen Zelle spüren kann und genau zur richtigen Zeit die Veränderungen durchmacht, die notwendig sind, um sie zu ernähren und zu beschützen?
Wenn wir diese Frage betrachten, kommt uns als erstes in den Sinn, dass es eine Intelligenz geben muss, die die Zellen steuert. Niemand mit Verstand kann folgendes Märchen glauben: „Eines Tages begannen sich die Zellen zufällig zu verändern und waren danach irgendwie in der Lage, die nötigen Nährstoffe für die Zygote zu produzieren. Anschließend entschieden sie, diese wundervollen Ereignisse in allen Frauen durchzuführen.“ Es ist klar, dass jeder, der dies behauptet, ein Lügenmärchen erzählt. Die Vorbereitungen, die die Gebärmutter für die Unterbringung des Embryos trifft, und die besonderen Eigenschaften der Eileiter, die die notwendigen Nährstoffe für die Zygote bereit halten, sind Dinge, die nur durch die Allwissenheit Gottes geschehen können. Jedes dieser Ereignisse ist ein Beweis des Mitgefühls und der Gnade, die Allah für jedes Lebewesen Seiner perfekten Schöpfung hat.

Der Zellklumpen setzt sich
in der Gebärmutter fest
Damit die Schwangerschaft gesund verlaufen kann, muss der Zellklumpen einen geeigneten Platz finden, an dem er sich an der Gebärmutterwand festhält. Er muss sich einen Platz suchen, der ihm Schutz bietet und der die Geburt in neun Monaten erleichtert. Außerdem muss sich die Stelle in der Nähe der Blutgefäße der Mutter befinden, über die das Baby seine Nahrung erhält. Der beste Platz, der diese Voraussetzungen erfüllt, ist die Gebärmutterwand.
Der Zellklumpen, der sich vom Eileiter zur Gebärmutter hin bewegt, hat ein ganz bestimmtes Ziel. Er befindet sich 3 - 4 Tage im Eileiter. In dieser Zeit versucht er weder sich anzuklammern, noch sich niederzulassen. Er weiß, dass er außerhalb der Gebärmutter keine Stelle findet, an der er überleben kann, wenn er sich anklammert. Er bewegt sich zur Gebärmutter, wo er in der Gebärmutterwand einen Ort findet, an dem es zahlreiche Blutgefäße gibt und er sich einnisten kann. Wie ein Samen, der in der Erde sprießt und Wurzeln schlägt, so wächst der Zellklumpen nun weiter und gräbt sich tiefer in das Gewebe, das ihn mit Nährstoffen versorgt. Dort stellt er neue Kanäle zur Nährstoffaufnahme her.
Hier müssen wir uns über etwas klar werden. Es ist ein Wunder, dass der Zellklumpen in der Lage ist, den bestmöglichen Platz zu finden. In seinem Buch, Beginning Life, stellt G. Flanagan die Frage: „Wie trifft der Klumpen eine solch erstaunliche „zukunftsorientierte“ Auswahl?“
Der Punkt, auf den Flanagan hier hinweist, ist sehr wichtig. Um die Wichtigkeit zu verdeutlichen, betrachten Sie folgendes Beispiel: Stellen Sie sich ein Baby vor, das gerade anfängt zu laufen. Sie stellen dieses Baby in ein Gebäude, das Millionen Mal größer ist, als es selbst und das es niemals zuvor gesehen hat. Dann erwarten Sie, dass dieses Baby in diesem Gebäude den Raum mit der bestmöglichen Umgebung finden kann. Könnte ein kleines Baby so etwas schaffen? Sicherlich nicht. Wenn dies für ein Baby unmöglich ist, das noch nicht das Alter erreicht hat, in dem es seine geistigen Fähigkeiten benutzen kann, ohne Erfahrung oder Wissen, wie viel mehr ist es dann unmöglich für ein Stückchen Fleisch, das nur ein paar Zentimeter groß ist und sich in der Dunkelheit des Körpers bewegt, den besten, bequemsten und sichersten Ort zu finden?
Und dieser Zellklumpen ist noch nicht einmal ein menschliches Wesen. Denken Sie daran, dass wir hier von einem Stück Fleisch sprechen, das aus höchstens 100 Zellen besteht (im Moment) ohne Ohren, Augen, Gehirn, Hände oder Arme. Doch der Zellklumpen beweist ungewöhnliche Kenntnisse, nistet sich in der Gebärmutter ein, die für ihn der beste Ort ist.
Die Wunder der menschlichen Entwicklung enden aber auch hier nicht. In jeder Phase der Entstehung eines Menschen gibt es eine eindrucksvolle Kette wundervoller Vorgänge. Wir haben beschrieben, wie sich die befruchtete Eizelle teilt und wie sie ihren Platz für ihre weitere Entwicklung findet. An diesem Punkt stellt sich eine weitere Frage: Der Zellklumpen, der aus vollkommen identischen Zellen besteht, besitzt keinen speziellen Anker oder ein ähnliches Organ, mit dem er sich an einer Stelle festhalten könnte. Wie kann er sich also an der Gebärmutterwand festhalten?
Die Art und Weise, wie sich der Zellklumpen an die Wand der Gebärmutter klammert, ist Teil eines interessanten und äußerst komplexen Systems. Die Zellen der äußeren Schicht des Zellklumpens schütten ein Enzym aus, die so genannte Hyaluronidase. Dieses Enzym (wie wir bereits im Fall des Spermiums erwähnt hatten) ist in der Lage, die Säureschicht (hyaluronische Säure) im Gewebe der Gebärmutterwand anzugreifen. Auf diese Weise können die Zellen des Zellklumpens das Gebärmuttergewebe auflösen und in die Gebärmutter eindringen. Einige Zellen des Zellklumpens lösen die Zellen der Gebärmutter auf, dringen tiefer in sie ein und halten sich in der Wand fest.
Wie bereits erwähnt, ist die Tatsache, dass eine Zellmasse den bestmöglichen Platz finden kann und bestimmen kann, dass es notwendig ist, sich an diesem Platz festzuhalten, wirklich ganz erstaunlich. Durch sein Verhalten beweist diese winzige Ansammlung von Zellen die Fähigkeit, seine Bedürfnisse zu bestimmen und dementsprechend zu handeln. Und es ist noch erstaunlicher, dass die Zellen wissen, wie sie sich festklammern können und dass einige Zellen die besondere Fähigkeit haben, dies überhaupt zu tun. Sicher ist es unmöglich, dass diese Zellen durch ihre eigene Intelligenz und ihren eigenen Willen die hyaluronische Säure der Gebärmutterwand analysieren und das Hyaluronidase-Enzym ausschütten, das sie auflöst.
Wie wir bereits festgestellt haben, ist ein Mensch ohne besondere chemische Ausbildung hierzu nicht in der Lage. Dennoch verfügen einige Zellen über die notwendigen chemischen Informationen und produzieren, was sie für ihre weitere Existenz benötigen. Darüber hinaus geschieht dieser Vorgang nicht nur ein einziges Mal, sondern bei jedem Menschen, der existiert bzw. existiert hat.
Wir erkennen in dem, was wir bisher beschrieben haben, nämlich die Entstehung des Zellklumpens, aus dem sich später der Embryo entwickelt und die Veränderung der Zellen, die ihn beschützen, einen bestimmten und bewussten Plan. Genau zur richtigen Zeit durchlaufen die Zellen des Eileiters eine Veränderung und genau zur richtigen Zeit beginnen die Zellen, die die äußere Oberfläche des Zellklumpens bilden, ein Enzym (Hyaluronidase) auszuschütten. Dieser bewusste Plan zeigt, dass die Funktionen, die im menschlichen Körper ablaufen, von einer höheren Intelligenz gesteuert werden.

Er ist es, Der euch in den Mutterschößen bildet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Weisen! (Quran, 3:6)

Zellen mit unterschiedlichen Funktionen
Am achten Tag beginnen die Zellen, sich unterschiedlich zu entwickeln und bilden zwei Gruppierungen, eine innere und eine äußere. Die innere Zellmasse (Embryoblast) bildet die Zellen, die der Embryo sein ganzes Leben lang besitzen wird. Die äußeren Zellen (Trophoblast) bilden die Zellen, die dem Menschen während seines Daseins im Mutterleib bis zur Geburt helfen.
Die innere Zellmasse trennt sich von der äußeren Gruppe, die der ersten Gruppe neun Monate lang dient. Der Zwischenbereich wird zur Nabelschnur, die sich später entwickelt und die Verbindung zwischen Embryo und Plazenta herstellt.
Etwa gleichzeitig mit der Entwicklung der Plazenta wird die innere Zellmasse flacher und bildet drei Zellschichten in der so genannten „Keimscheibe“. Die drei Zellschichten werden Ektoderm, Mesoderm und Endoderm genannt. Während der Differenzierung bewegen sich Zellen aus jeder Schicht zu bestimmten Bereichen der Keimscheibe und klappen zusammen, um Röhren oder Klumpen zu bilden. Diese Röhren und Klumpen entwickeln sich zu verschiedenen Geweben und Körperorganen.23
Zellen der äußersten Schicht, dem Ektoderm, bilden das Gehirn, das Rückenmark, die Sinnesorgane und die Augenlinse. Darüber hinaus bildet sich aus dieser Schicht die Epidermis, die Schweißdrüsen, der Zahnschmelz, Haare und Nägel. Die innerste Schicht des Embryos (Endoderm) ist für die Entwicklung der Organe des Verdauungs- und Atmungssystems (Leber, Lungen, Bauchspeicheldrüse usw.) und die entsprechenden Drüsen (Schilddrüse, Thymus usw.) verantwortlich. Die dritte Schicht (Mesoderm) bildet sich zwischen den beiden anderen Schichten. Aus dieser Schicht werden Herz, Muskeln, Knochen, Sehnen, Nieren, Drüsen, Blutgefäße und Fortpflanzungsorgane geformt. Außerdem bilden sich aus dieser Schicht die Lymphgefäße und das Epithel (Oberfläche, Gewebe), das die innersten und äußersten Oberflächen des Körpers und seiner Organe bedeckt. Alle Zellen der Körpergewebe bilden sich aus den Stammzellen, die sich aus einer dieser Schichten entwickeln.
Wir sollten über die Bedeutung des letzten Satzes nachdenken, denn sie ist für das Verständnis der wundervollen Entwicklung des Menschen wichtig. Die Tatsache, dass sich alle Elemente des menschlichen Körpers (Organe, Gewebe, Systeme, Blutgefäße, Blut usw.) aus nur drei Schichten entwickeln, aus denen der Embryo besteht, wirft für nachdenkende Menschen die Frage auf: Woher kommt die höhere Intelligenz, über die die Zellen verfügen?
Wir dürfen dabei einige Details nicht außer Acht lassen, die die Entwicklungen noch erstaunlicher machen. Zum Beispiel gibt es im Verlauf der Entwicklung eines Menschen ein perfektes Zusammenspiel dieser drei Zellschichten. Damit sich die ca. 200 Zellarten unseres Körpers aus diesen drei Zellarten entwickeln können, ist eine bestimmte Reihenfolge und Zeitberechnung notwendig. Zum Beispiel ist die Abfolge der Differenzierung der Blutzellen und der Hautzellen recht unterschiedlich. Dies ist ein bemerkenswertes Phänomen, das eine Reihe von Fragen aufwirft.

Der Ablaufplan der Zellen, durch den der Körper seine Form erhält: Wie sieht er aus?
Nun ist der Zellklumpen zu einem Embryo geworden, worin die Bedeutung steckt: „es wimmelt darin“. Würden wir die Zellen in dieser Zeit beobachten, so könnten wir viel Aktivität feststellen. Ähnliche Zellen teilen und verdoppeln sich zu einer bestimmten Zeit und einige dieser Zellen beginnen, unterschiedliche Strukturen anzunehmen. Dieser Prozess ist anfänglich noch nicht erkennbar, doch mit jedem Tag, der vergeht, wird deutlich, dass der Sinn dieser Aktivitäten die Bildung eines neuen Lebewesens ist. Schnell und nach einem festgelegten Programm werden die Funktionen gestartet, die für die Entstehung eines menschlichen Körpers unerlässlich sind. Alle Zellen gehen ähnlich wie Arbeiter, die eine Aufgabe erledigen wollen, gruppenweise an die Arbeit. Später schließen sich die Zellgruppen, die ein Organ bilden, zusammen, formen eine Masse und bereiten sich auf die Bildung des Organs vor. Als Ergebnis dieser intensiven Aktivitäten werden einige Zellen zu Knochenzellen, andere zu Haut- und Muskelzellen.24

Die Knochenzellen sammeln sich an den Stellen, an die die Knochen gehören. Die Muskelzellen sammeln sich an den Stellen, an die die Muskeln gehören. Einige Zellen bewegen sich zu tiefer gelegenen Orten und beginnen mit der Bildung der inneren Organe. Einige formen das Gehirn, einige die Augen und andere die Blutgefäße. Nach und nach kommen neue Vorgänge hinzu, z. B. die Bewegung der Zellen zu ihren bestimmten Plätzen und der Aufbau einiger Organe durch programmiertes Absterben bestimmter Zellen usw. Kurz, im Verlauf der Differenzierung wird eine perfekte Strategie verfolgt, bei der die Zellen ihre Aktivitäten nach einem festen Plan ausführen.
Die Inspiration, wie die Vorgänge abzulaufen haben, wird jeder Zellgruppe einzeln eingegeben. Die in der DNA enthaltenen Informationen in jeder Zelle sind gleich. Doch nur wenn jede Zellgruppe diese Informationen nach dem Gesamtplan umsetzt und die für sie bestimmte Aufgabe erfüllt, können sich alle Strukturen entwickeln, mit denen die Organe ihre Funktionen ausüben können. Neben dieser Art der Differenzierung wächst die Anzahl der Zellen durch kontinuierliche Teilung. Diese perfekte Organisation hält immer ihre Grenzen ein. Dank der Vorbereitungen, die für die Bildung des Herzens, der Augen, des Gehirns, der Arme, Beine und anderer Organe getroffen werden, nimmt der Körper allmählich Gestalt an.25
So weit so gut, doch wer gibt den Zellen, die alle aus einem einzigen Stoff bestehen, die Anweisungen? Wie können Zellen ohne Intelligenz, Bewusstsein und Gefühl überhaupt Anweisungen verstehen und ausführen?
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Plan, der die Differenzierung der Zellen und deren Bestimmungsort im Körper festlegt, in der DNA gespeichert ist. Doch dies wirft die Frage auf: Wer hat diesen genialen Plan so perfekt in diese mikroskopisch kleine Datenbank geschrieben, die sich in den Zellkernen befindet?
Und wer bewirkt, dass die Zellen den in der DNA gespeicherten Plan lesen und ihn fehlerlos ausführen? Wie können Millionen verschiedener Zellen die entsprechenden Informationen für sich selbst aus einer riesigen Datenbank der DNA heraussuchen und ihre Struktur nach diesen Informationen ändern?
Schauen wir uns beispielsweise die Zellen an, aus denen unsere Augen bestehen: Woher wissen sie, wann sich die Pupille vollständig gebildet hat? Woher wissen sie, wie man die Retina aufbaut, die Augenmuskeln und die Linse und wie passen sie die Größe an? Und woher wissen sie, wann sie diesen Prozess beenden müssen?
Oder woher kennen Zellen, die niemals zuvor eine Leber, Nieren oder eine Bauchspeicheldrüse gesehen haben, die Besonderheiten dieser Organe und verändern ihre Struktur entsprechend dieser Kenntnisse?
Darüber hinaus müssen die Zellen bei den Veränderungen viele Faktoren beachten, damit sie die jeweiligen Organe formen können. Eine Zelle, die z. B. eine Gehirnzelle werden soll, muss das Nervensystem beachten, die Ernährung des Gehirns, die Versorgung mit Sauerstoff, die Erstellung von Verbindungen zwischen den Nerven des Körpers, sie muss auch die Regionen des Gehirns berücksichtigen, die für Sehen, Hören oder Fühlen zuständig sind. Andere Zellen beurteilen die Möglichkeit, dass das Gehirn beschädigt werden könnte und schützen es. Sie beachten die negativen Faktoren, die während der Geburt geschehen können und entwickeln sich dementsprechend. Das ist alles gut und schön, doch wie können die Zellen so vorausschauend handeln?
All diese Fragen zeigen, dass die Geburt eines Menschen ein großes Wunder und die Evolutionstheorie an diesem Punkt in eine Sackgasse geraten ist. Kein Evolutionist kann die außergewöhnliche Kooperation erklären, die zwischen den Genen der DNA besteht, wenn die Zellen Organe bilden und dem Körper seine Form verleihen. Die Tatsache, dass die Gene, eine Ansammlung bewusstseinsloser Atome, nicht zufällig eine solch bewusste Harmonie herstellen können, ist so offensichtlich, dass die Evolutionisten im Allgemeinen bevorzugen, dieses Thema zu übergehen.
Hoimar von Ditfurth, ein deutscher Evolutionswissenschaftler, sagt folgendes über die wundervolle Entwicklung, die im Bauch der Mutter abläuft.
Wie sich eine einzelne Zelle teilen kann, um zahlreiche unterschiedliche Zellen zu bilden, sowie die perfekte Kommunikation und die Zusammenarbeit der Zellen, übertrifft alles, was Wissenschaftler in Erstaunen versetzen kann.26
Und G. Flanagen, der Autor von Beginning Life schreibt:
Wie wird eine solch weitreichende Organisation erzielt? Was lässt die Zellen handeln, als wüssten sie, wo sie hingehören und was sie sind, und was sagt ihnen, was sie tun müssen, wenn sie angekommen sind? Und wie können sie in einer solchen Harmonie mit ihren Nachbarzellen zusammen arbeiten?27
In der Antwort, die Flanagan auf diese Fragen zu geben versucht, ist er weit davon entfernt, diese wundervollen Ereignisse zu erklären.
Diese bedeutsamen Fragen führen uns in die Welt der fast unendlich kleinen Moleküle in den Zellen, vor allem zu jenen, aus denen die Gene bestehen und die das genetische Programm bestimmen. Seit dem Aufkommen der Molekularbiologie ist es erstmals möglich, einige dieser Prozesse zu erkennen und zu beschreiben. „Das Buch des Lebens, so scheint es, wurde plötzlich offen gelegt …“, und doch sind es nur einige faszinierende Seiten daraus. Wir sind immer noch weit davon entfernt, das Ganze zu verstehen.
Es ist klar, dass die Zellen aufgrund eines ständigen molekularen Dialogs so gut zusammen arbeiten und sie ihre eigenen genetischen Anweisungen entsprechend anpassen. Die Anweisungen befinden sich in den Genen in Form des so genannten genetischen Codes, der durch die Anordnung der Moleküle wie Buchstaben eines speziellen Alphabets dargestellt ist. Das genetische Programm für das Baby, das dieser Code enthält, wurde am ersten Tag der Vereinigung der Elternzellen aufgebaut. Seit diesem Zeitpunkt, wurde jedes Mal, wenn sich eine Zelle teilte und zwei neue Zellen bildete, eine exakte Kopie aller Gene erstellt und an jede neue Zelle weitergegeben. Daher trägt jede Körperzelle genau die gleichen Gene und besitzt das vollständige genetische Programm.
Jede Zelle könnte, wenn ständig das vollständige Programm aktiv wäre, einfach immer weiter Klone von sich selbst erstellen, alle mit der gleichen Bestimmung und Funktion. Doch die große Vielfalt der gebildeten Zellen und die Verteilung auf unterschiedliche Körperbereiche kommt dadurch zustanden, dass sich Gene ein- und ausschalten können. Nicht alle sind zu jeder Zeit aktiv. Während des Ablaufs des ausgeklügelten Programms, geschieht dies durch die Reaktion auf Signale der Nachbarzellen.
Man kann diese Vorgänge als einen genau ausgeführten Aufbauplan betrachten, der eine enge Zusammenarbeit der einzelnen Elemente voraussetzt. Jedes kennt den großen Plan, jedes sendet Signale und reagiert auch präzise auf Signale von anderen, um sich in den Gesamtplan einzupassen. So ähnlich arbeiten auch die Zellen des Embryos gemeinsam, mit Genen, die sich nach Bedarf ein- oder ausschalten.28
Wie wir aus den Erklärungen oben erfahren, bedeutet die Tatsache, dass die Zellen sich voneinander differenzieren und vollkommen unterschiedliche Funktionen übernehmen, dass es ein „genetisches Programm“ gibt, durch das die Zellen sich nach einem bestimmten Plan verhalten. Es stimmt, dass sich in jeder Zelle ein perfektes Programm befindet, doch viel wichtiger ist folgendes: Wer hat dieses PrgrammProgramm geschrieben und den Zellen eingepflanzt? Das Programm, über das wir sprechen, ist kein gewöhnliches Computerprogramm. Durch Anwendung dieses Programms formen die Zellen ein menschliches Wesen, das in sich selbst Millionen von zusammenhängenden komplexen organischen Strukturen aufweist, einen Menschen, der hören, sehen, fühlen, denken, Entscheidungen treffen, Freude verspüren, Schönheit schätzen und seine eigenen Zellen und DNA erforschen und daraus Schlussfolgerungen ziehen kann. Darüber hinaus ist es sicherlich ein Wunder, dass die Proteinmasse, die wir Zellen nennen, ein solches Programm überhaupt verstehen, dementsprechend handeln, notwendige Vorkehrungen treffen und jede Entwicklungsstufe vollständig ausführen kann.
Richard Dawkins, ein bekannter moderner Evolutionist, kann sich nicht erklären, wie die Gene, die das menschliche genetische Programm enthalten, bei der Entwicklung des Menschen so perfekt zusammen arbeiten können.
Die embryonale Entwicklung wird von einem zusammenhängenden Beziehungsnetz gesteuert, das so komplex ist, dass wir besser nicht darüber nachdenken sollten.29
Dawkins hat verstanden, dass die Beziehungen zwischen den Genen, die für die wundervolle Entwicklung des Menschen verantwortlich sind, und die außergewöhnlichen Fähigkeiten dieser Gene nicht zufällig entstanden sein können und dass es nicht möglich ist, dieses komplexe System mit den Mechanismen der Evolution zu erklären. Daher macht er eine solche Aussage. Doch ihm entgeht noch ein sehr wichtiger Punkt: Genauso ist es unmöglich, dass bei der wundervollen Entwicklung eines Babys, nicht eine einzige Kleinigkeit von dem, was dazu nötig ist und nicht eine einzige Zelle zufällig entsteht. Innerhalb von neun Monaten verwandelt sich eine Zelle aus dem Fortpflanzungsorgan der Mutter in ein sehendes, hörendes, fühlendes, atmendes, denkendes menschliches Wesen, und diese Verwandlung geschieht nach einem Plan, der in jedem Detail perfekt ist. Außerdem geschieht dieses Wunder immer wieder, über unzählige Jahre, mit der gleichen Perfektion.
Nach den Evolutionisten geschieht dies alles rein zufällig, das Wunder ist das Ergebnis der Entscheidung unbewusster Atome, aus denen die menschlichen Zellen bestehen. Sie behaupten, dass einst die Atome plötzlich entschieden, sich zusammen zu tun und Organe zu bilden, die sie niemals zuvor gesehen oder gekannt haben. Sie halten so blind an ihrer unlogischen Behauptung fest, dass jedes dieser bewusstseinslosen Atome entscheidet, welchen Körperteil es bilden möchte und sich entsprechend dieser Entscheidung zu dieser Stelle begibt. Sie glauben, dass alles durch Zufall entsteht, dass die Zellen und Atome selbst bestimmen, welche Vorgänge am besten sind und einen menschlichen Körper perfekt entwickeln. Auch wenn sie nicht akzeptieren wollen, was wir hier sagen, so ist dies doch genau das, was sie behaupten.
An diesem Punkt wird deutlich, in welcher logischen Sackgasse sich die Evolutionisten befinden. Jedes Detail, das wir bisher beschrieben haben und das wir noch beschreiben werden, zeigt, dass im Gegensatz zu dem, was die Evolutionisten behaupten, die Entwicklungsphasen des Menschen nicht zufällig entstanden sein können. Die außergewöhnlichen Vorgänge sind nicht das Werk der Zellen oder der Organellen, nicht der Moleküle oder Atome, sondern allein das Wort des Allmächtigen Gottes, „Sei“:

Er ist es, Der euch aus Staub erschuf, dann aus einem Samentropfen, dann aus einem sich Anklammernden. Dann bringt Er euch als Kind hervor. Dann lässt Er euch die Vollkraft erreichen, dann alt werden – obwohl einige von euch früher sterben werden—und einen bestimmten Termin erreichen, damit ihr begreifen lernt. Er ist es, Der lebendig macht und sterben lässt. Und wenn Er ein Ding beschließt, spricht Er nur zu ihm: „Sei!“, und es ist. (Quran, 40:67-68)

Das besondere Schutzsystem
für den Embryo
Die Zellen, die sich in der Gebärmutter eingenistet haben, entwickeln sich und werden an diesem sicheren Ort mit Nahrung versorgt. Doch dies ist erstaunlich, denn der schnell wachsende Embryo ist normalerweise einer großen Gefahr ausgesetzt - dem Immunsystem der Mutter.
Das Immunsystem betrachtet jede Art von Fremdmaterial, das in den Körper eindringt als Feind und greift ihn an. Der genetische Aufbau des Embryos unterscheidet sich von dem der Mutter und ist daher für ihren Körper ein Fremdorganismus. Sobald die Abwehrzellen der Mutter von diesem Fremdorganismus Kenntnis erhalten, eilen sie zur Gebärmutter. Würden keine besonderen Vorkehrungen getroffen, würden diese Abwehrzellen den Embryo sicherlich töten.
Doch bei einer gesunden Schwangerschaft geschieht dies nicht, denn der Embryo wird von Beginn an besonders geschützt.
Bevor sich der Embryo in der Gebärmutterwand festsetzt, entwickeln sich Trophoblastzellen auf der Oberfläche des Embryos und bilden eine Art Filter zwischen den Blutgefäßen der Mutter und des Embryos. Die Immunzellen der Mutter sind nicht in der Lage, dieses Trophoblast-Gewebe zu erkennen, dem bestimmte Proteine fehlen, die die meisten Zellen besitzen und mit deren Hilfe die Immunzellen sie erkennen. Dank dieser Eigenschaft des Trophoblast-Gewebes ist der Embryo vor dem Angriff des mütterlichen Immunsystems geschützt. Darüber hinaus unterstützen einige Trophoblast-Zellen die Versorgung des Embryos mit Sauerstoff, Nährstoffen und anderen Elementen.30
Lassen Sie uns die besondere Struktur dieser Zellen genauer untersuchen.

Die technischen Eigenschaften
der Trophoblast-Zellen
Wie wir bereits beschrieben haben, entwickeln sich auch die Trophoblast-Zellen wie alle anderen Zellen aus der gleichen Eizelle. Dennoch unterscheiden sie sich von den anderen Zellen des Embryos. Diese Zellgruppe unterstützt die Entwicklung des Embryos im Mutterleib. Am siebten Tag bilden die Zellen in alle Richtungen Auskragungen und beginnen zu wachsen. So dringen sie in die Gebärmutterwand ein. Dabei treffen sie auf die Blutgefäße der Mutter und dringen in deren Oberfläche ein. Auf diese Weise verbindet sich des Embryogewebe nach 7 - 8 Tagen mit dem Blut der Mutter.
Einige Trophoblast-Zellen produzieren Enzyme, die die Haut der Blutgefäße in der Gebärmutterwand zerstören. So wird der Druck des mütterlichen Blutes auf den Embryo abgeschwächt. Die Trophoblast-Zellen erfüllen ihre Aufgabe, als wüssten sie um die drohende Gefahr und treffen Vorkehrungen, um alles zu vermeiden, was zum Tod des Embryos führen würde. Würden diese Zellen die Blutgefäße der Mutter nicht so verändern, würde das Blut der Mutter unter Hochdruck einschießen. Die Blutzirkulation im Embryo würde durch den Außendruck des Blutes der Mutter gestoppt.
In den folgenden Wochen bildet eine Reihe dieser Zellen erneut eine Schutzschicht zwischen dem Blut des Embryos und der Mutter. Diese Schicht ist die „Plazenta“, die eine ganz besondere Struktur aufweist. Wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir, dass die Trophoblast-Zellen diese Schicht als Blutstopper bilden. Dies ist sehr wichtig, da der Embryo nun mit dem Gewebe der Mutter verbunden ist und mit den Nährstoffen aus dem mütterlichen Blut versorgt wird. Die Nährstoffe müssen durchgelassen werden, doch die Abwehrzellen der Gebärmutter dürfen den Embryo nicht mit den Nährstoffen erreichen. So schützt das Puffersystem der Plazenta den Embryo vor eindringenden Abwehrzellen der Mutter. Doch wie kann der Embryo ernährt werden, wenn die Blutzufuhr von der Mutter gestoppt wird?
Die Antwort auf diese Frage zeigt die Perfektion des Aufbaus der Zellstruktur. Kleine Leerräume zwischen den Zellen, die als Stopper dienen, sind so winzig, dass sie nur Nährstoffe aus dem Blutplasma der Mutter für den Embryo durchlassen. Sauerstoff, Nährstoffe und Mineralien aus dem Blut der Mutter gelangen über diese Leerräume zum Embryo. Doch die Abwehrzellen können aufgrund ihrer Größe nicht hindurchdringen.31
Wenn wir an die Brücke denken, die zwischen Mutter und Embryo gebildet wird, ist es nicht falsch zu behaupten, dass die Arbeit der Trophoblast-Zellen technische Kenntnisse voraussetzt. Mit dem konstruierten System bauen sie wirklich eine „Lebensbrücke“ zwischen Mutter und Embryo. Die Zellen halten gefährliche Stoffe vom Blut des Embryos ab und lassen notwendige Stoffe durch Lücken herein.
Wir haben hier nur ein paar wenige Aufgaben der Trophoblast-Zellen beschrieben, doch dies reicht aus, um einen Eindruck des perfekten Aufbaus dieser Zellen zu geben. Bei allen Anpassungen lassen sie Leerräume und bilden ein System, das entscheidet, welche Stoffe gut sind und daher hereingelassen werden und welche Stoffe für den Embryo gefährlich sind und daher gestoppt werden müssen. Es ist klar, dass eine solche Struktur nicht zufällig entstehen kann.
Jeder, der behauptet, diese außergewöhnlichen Merkmale seien zufällige Ergebnisse, ist sicher nicht in der Lage, die folgenden Fragen zu beantworten:
Woher wissen die Zellen, was der Embryo für seine Entwicklung braucht?
Wie bestimmen sie, welcher der vielen verschiedenen Stoffe, die sich im Blut befinden, gut für den Embryo sind?
Woher wissen sie, dass die Zellen des Immunsystems für den Embryo gefährlich sind?
Wie bestimmen sie im voraus die Größe des Stoffes, der für den Embryo gefährlich ist?
Woher wissen sie, wie ein Filter aufgebaut sein muss, damit gefährliche Stoffe blockiert und notwendige Stoffe durchgelassen werden?
Tritt nur der geringste Fehler in diesem System auf, so ist der Fortbestand der menschlichen Rasse in Gefahr. Intelligente Menschen wissen, dass nicht der Zufall diesen Zellen ihre besonderen Eigenschaften verliehen haben kann. Der Zufall kann keinen Bauplan erstellen und diesen Bauplan dann auch noch in jedem Menschen genau gleich umsetzen. Allah hat die Trophoblast-Zellen mit ihren besonderen Eigenschaften erschaffen und lenkt sie bei ihrer Aufgabe während der Entwicklung eines neuen Menschen. Dies ist nur ein Beispiel der einzigartigen Kreativität Gottes.

Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist in Übereinstimmung mit der Wahrheit und für eine bestimmte Frist. Aber die Ungläubigen wenden sich von dem ab, wovor sie gewarnt werden. Sprich: „Habt ihr denn gut überlegt, was ihr da anstelle von Allah anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde erschufen! Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Bringt mir ein älteres (göttliches) Buch oder sonst eine Spur von Wissen, falls ihr wahrhaft seid.“ (Quran, 46:3-4)

Die Plazenta:
Brücke des Lebens
Lebenserhaltungssysteme mit modernster Technologie, wie sie in Krankenhäusern eingesetzt werden und Millionen kosten, sind primitiv und fast nutzlos verglichen mit einem kleinen Fleischstück, das nur wenige Kilogramm wiegt. Dieses Fleischstück ist die Plazenta, die von Wissenschaftlern als „der wahre Held der Geburt“ bezeichnet wird.32
Ab einer bestimmten Zeit nimmt der Embryo Nährstoffe, Sauerstoff und andere Stoffe aus dem Blut der Mutter auf. Die Plazenta, die erschaffen wurde, um alle Bedürfnisse des heranwachsenden Fötus zu befriedigen, dient hierbei als Bindeglied für den Stoffaustausch zwischen Mutter und Fötus (ab Anfang des dritten Monats wird der Embryo Fötus genannt). Die Plazenta ist mit weichen Blutgefäßen gefüllt, die die Nährstoffe, die durch die Trophoblast-Zellen gelangen, zum Baby befördern. Sie schickt die Nährstoffe, Sauerstoff und wichtige Mineralien wie Eisen und Kalzium, die von der Mutter kommen, zunächst in die Nabelschnur und von dort in die Kapillargefäße des Fötus. Darüber hinaus sichert die Plazenta nicht nur die Nährstoffzufuhr für den Stoffwechsel des Fötus, sie wählt und transportiert auch die Stoffe, die für die Bildung des Gewebes notwendig sind.33 Der Fötus benötigt Aminosäuren für alle Syntheseprozesse (Kohlenhydrate, Nukleinsäuren, die Bestandteile der DNA, Fette usw.) Die Plazenta selektiert diese Elemente und entnimmt sie dem Blut der Mutter. Dies geschieht allgemein mithilfe bestimmter Trägerstoffe. Sie speichert die Elemente, verwendet selbst, was sie braucht und schickt einen Teil in den Blutkreis des Fötus. Neben den Nährstoffen passieren auch Ionen die Plazenta, von denen zwei besonders wichtig für den Fötus sind. Es ist wichtig, dass diese in größeren Mengen gespeichert werden. Das eine ist Eisen, das zur Vergrößerung des Blutvolumens dient, das andere Kalzium, das zur Entwicklung der Knochen erforderlich ist. Der Transport dieser Elemente ist besonders effektiv: Selbst wenn die Mutter nur wenig Eisen zu sich genommen hat, extrahiert die Plazenta die notwendige Menge aus dem Blut der Mutter, erfüllt die Bedürfnisse des Babys und schützt es vor Gefahren.34
Die Plazenta ist auch für den umgekehrten Vorgang zuständig, nämlich den Abtransport der Abfallstoffe vom Fötus zum Blut der Mutter.
Wir dürfen nicht vergessen, dass die Plazenta, von der wir gesagt haben, dass sie „auswählt“, „entnimmt“, „speichert“ und „transportiert“, nur ein Gewebe ist, das aus Zellen besteht. Die Plazenta führt all diese Aktivitäten, die wir mit den oben genannten Verben ausdrücken, aus, z. B. weiß sie, dass Eisen benötigt wird und sie ist in der Lage, das Element Eisen aus anderen Stoffen auszuwählen und weiß, wie es verwendet wird. Sie ist kein menschliches Wesen, die über diese Kenntnisse verfügt, sondern nur eine Zellansammlung, die Plazenta genannt wird. Die Zellen, aus denen die Plazenta besteht, erkennen den Stoff, den sie brauchen und sind in der Lage, ihn auszuwählen. Die Tatsache, dasdass eine Zelle ein Element erkennen kann, ist ein Wunder. Außerdem ist es noch mysteriöser, dass sie den entsprechenden Stoff in der erforderlichen Menge entnehmen und an einen bestimmten Ort bringen kann. Wenn sie dies und das folgende lesen, sollten sie sich dies immer bewusst machen.
Die Vorgänge, die das Wunder der Entstehung eines Menschen ausmachen, zeigen ein Bewusstsein der Zellen und der Moleküle und Atome, aus denen diese Zellen bestehen. Tatsächlich gehört dieses Bewusstsein nicht ihnen selbst, sondern Allah, Der sie erschaffen und ihnen ihre Aufgaben eingegeben hat.
Die auf den folgenden Seiten beschriebenen Details sind weitere Beweise für Seine Schöpfung.

Weitere lebenswichtige
Aufgaben der Plazenta
Die Nabelschnur, die den Fötus mit der Plazenta verbindet, besteht aus drei Blutgefäßen und sieht aus wie ein langes Seil. Eines dieser Blutgefäße wird Nabelschnurvene genannt. Sie leitet das Blut mit den Nährstoffen und dem Sauerstoff von der Plazenta zum Baby. Die anderen beiden Blutgefäße werden Nabelschnurarterien genannt und transportieren Blut mit Kohlendioxid und Abfallstoffen vom Baby zur Plazenta.
Dank der starken und flexiblen Struktur der Nabelschnur verdreht und knickt diese nicht leicht. Es ist äußerst wichtig, dass die Blutzufuhr nicht unterbrochen wird. Darüber hinaus kann sich das Baby durch die flexible Struktur der Nabelschnur leicht bewegen.
Betrachtet man die Funktionen der Plazenta, so übernimmt sie für den Fötus die Aufgabe der Leber und des Magens, aber auch die des Darms und der Nieren. Außerdem erfüllt die Plazenta ihre Aufgabe nicht nach einer festen Ordnung, sondern passt sich den Bedürfnissen des Babys an. Der Nahrungsbedarf des Fötus ist z. B. in den ersten beiden Monaten anders als im achten und neunten Monat. Doch die Plazenta passt sich an und stellt ein perfektes Gleichgewicht her, wählt die Nährstoffe, die das Baby im jeweiligen Entwicklungsstadium am besten aufnehmen kann.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Plazenta ist die Ausschüttung von Hormonen (z. B. Östrogen und Progesteron), die der Fötus benötigt. Progesteron verringert vor allem das Zusammenziehen der Gebärmutter und gibt dem Baby physische Unterstützung. Damit sich das Baby weiter entwicklenentwickeln kann, sorgt es für die Bildung einer bequemen Umgebung. Darüber hinaus fördert es die Entwicklung der Milchdrüsen in den Brüsten der Mutter und hilft zur rechten Zeit bei der Milchproduktion. Außerdem regt es den Stoffwechsel der Mutter an, was ihre Gesundheit und Befinden verbessert. Die Hormone machen die Gebärmutter zu einem bequemen und sicheren Ort für den Embryo. Die Ausschüttung im erforderlichen Maß und zu passender Zeit sind für das Baby und einen gesunden Verlauf der Schwangerschaft sehr wichtig. Die Hormone bereiten darüber hinaus das mütterliche System auf die Geburt vor.
Mit all ihren Aufgaben gewährleistet die Plazenta, dass das Baby immun gegenüber Infektionen ist, die während der letzten drei Schwangerschaftsmonate auftreten könnten.
Was wir bis hierher beschrieben haben sind nur einige der Aufgaben, die die Plazenta während der Entwicklung des Babys erfüllt. Und in allem was wir hier beschrieben haben, gibt es unglaublich viele winzige Details. Jedes System hängt von der Funktion zahlreicher komplexer chemischer Vorgänge ab.
Jede neue Untersuchung, die über die Entwicklung des Fötus durchgeführt wird, zeigt wieder neue Aufgaben, die die Plazenta zum Wohle des Babys übernimmt. Doch bei alldem gibt es eine Gemeinsamkeit. Jede Aktivität der Plazenta verbindet Mutter und Embryo durch ein perfektes Zusammenspiel miteinander. Diese Einheit von Mutter und Baby ist von größter Bedeutung, denn, wenn nur ein kleines Ungleichgewicht im Körper der Mutter entstehen würde, könnte der Embryo nicht überleben.
Die Tatsache, dass ein aus Zellen bestehendes Organ die Bedürfnisse eines Lebewesens kennt, sie bestimmt, weiß, wie es sie erfüllen kann, sowie die Tatsache, dass dieses Organ alle notwendigen Stoffe in der korrekten Zusammensetzung herstellt, auswählt und zuweist, kurz, dass dieses Organ bewusst Handlungen ausführt, ist etwas, dass es nicht ohne Hilfe aus sich selbst heraus bewerkstelligen könnte. Wenn beispielsweise ein Mensch die gleichen Aufgaben ausführen sollte, wäre er dazu nicht in der Lage. Eine Person ohne medizinische Ausbildung ist nicht in der Lage zu bestimmen, was ein Fötus benötigt und wann bestimmte Maßnahmen durchzuführen sind, um die entsprechenden Stoffe auszuwählen und unerwünschte Stoffe zu entfernen. (Selbst eine Person mit medizinischer Ausbildung wäre nicht in der Lage, diese Aufgabe Tag und Nacht auszuführen, ohne einen Fehler zu machen.)
Doch diese Aufgaben, zu denen ein Mensch nicht imstande ist, werden effizient und fehlerfrei von diesem Organ, das wir Plazenta nennen, erledigt. Und jede Plazenta in Millionen von Frauen, die in tausenden von Jahren gelebt haben, hat dieses tiefe Bewusstsein und diese perfekte Leistung gezeigt. Tatsächlich ist die perfekte Struktur der Plazenta und ihre bewussten Aktivitäten das Ergebnis von Allahs Schöpfung mit all ihren Eigenschaften. Das Gegenteil zu behaupten würde die Grenzen der Intelligenz überschreiten. Im hervorragenden Design, mit dem Er den menschlichen Körper ausgestattet hat, zeigt Allah uns Sein unvergleichliches Werk. Er weist uns im Quran an, diese Wahrheit zu bedenken:

Der Herr der Himmel und der Erde und was zwischen ihnen ist. Darum diene Ihm und beharre in Seiner Anbetung. Kennst du etwa einen, der den gleichen Namen verdient?“ Der Mensch sagt (oft): „Wenn ich einst gestorben bin, soll ich dann wieder zum Leben erstehen?“ Bedenkt der Mensch denn nicht, dass Wir ihn schon zuvor erschufen als er ein Nichts war? (Quran, 19:65-67)

Wenn Sie auf derden nächsten Seiten weiterlesen, sollten Sie einen wichtigen Punkt nicht vergessen. Wie wir in den bereits erwähnten Beispielen gesehen haben, bestehen alle Körperteile, die nach einem perfekten Plan funktionieren, ihre zahlreichen Aufgaben immer zur passenden Zeit erfüllen, wissen, wann bestimmte Vorgänge enden müssen, nicht frühzeitig aufgeben, im Team arbeiten, Entscheidungen treffen, um bestimmte Bedürfnisse zu erfüllen und die notwendigen Stoffe zur rechten Zeit produzieren, lediglich aus Zellen. Wie wir noch genauer sehen werden, verfügen diese Zellen, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann, offensichtlich über Intelligenz, doch diese Intelligenz gehört nicht den Zellen. Zellen bestehen aus bewusstseinslosen und leblosen Atomen, die nicht denken und Entscheidungen treffen können. Dieses höhere Bewusstsein und die Intelligenz gehören Allah. Es ist wichtig, dass wir uns diese Wahrheit immer bewusst machen. Dadurch kann jeder Einzelne sein Bewusstsein für die wundervollen Ereignisse vertiefen und Zeuge von Gottes unendlicher Macht werden.

Der Körper nimmt Gestalt an
In den ersten Tagen nimmt der Embryo Nährstoffe nur über das Blut der Mutter auf. Nun braucht er sein eigenes Kreislaufsystem, um seinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen und Sauerstoff an alle Zellen zu leiten. Um dieses System aufzubauen, schließen sich einige Zellen spontan zusammen und beginnen damit, das Kreislaufsystem zu bilden. Diese Zellaktivität ist ein klarer Beweis dafür, dass die Zellen von einer höheren Intelligenz und einem unendlichen Wissen angeleitet werden.
Etwa am 13. Tag bewegt sich eine Zellgruppe zu der Stelle, wo das Herz in der Brust entstehen soll. Sie ordnen sich in einer U-förmigen Röhre an und bilden bewusst zunächst die Grundstruktur des Herzens. Danach, als hätten sie gehört, dass die Entwicklung des Herzens begonnen hat, beginnen tausende anderer Zellen, die Blutgefäße zu bauen, die den gesamten Körper durchziehen werden. Auf diese Weise wird durch das bewusste Aufstellen an den entsprechenden Stellen, die Bildung der Blutgefäße um den 21. Tag abgeschlossen. Nun ist das Kreislaufsystem bereit, seine Funktion aufzunehmen und nach dem ersten Herzschlag, etwa am 25. Tag, schlägt das Herz in einem Rhythmus von 60 Schlägen pro Minute während des ersten Monats seiner Entwicklung.35 Die ersten Kontraktionen laufen wie eine Welle durch das gesamte Herz. Doch wenn das Herz vollständig gebildet wurde, verteilen sich die Kontraktionen über die verschiedenen Kammern.
Das Herz beginnt zu schlagen, doch noch ist kein Blut vorhanden. Auch hierfür stehen entsprechende Zellen bereit. Diese Zellen sehen voraus, dass der neue menschliche Körper eine Substanz benötigt, die man „Blut“ nennt und bilden daher die Blutzellen. Und nicht lange danach beginnt das Blut durch die Blutgefäße zu strömen. Nach nur vier Wochen sind Herz und Blutgefäße vollständig mit Blut gefüllt. Die Entwicklung des Herzens, des Kreislaufsystems und des Blutes ist wirklich eine erstaunliche Sache. Obwohl keines zuvor existierte, bauen die Zellen das für das menschliche Leben unerlässliche Kreislaufsystem nach einen perfekten Plan auf und bewegen sich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort. Keines der Stadien, die wir hier beschrieben haben, ist das Ergebnis zufälliger Vorgänge. Dieser perfekte Bauplan kann unmöglich von Zellen entwickelt worden sein, die sich aus einer einzigen Zelle gebildet haben. Auch an diesem Punkt erkennen wir deutlich die Wahrheit der Schöpfung.
Nicht nur die Bildung des Kreislaufsystems, sonder auch die Eigenschaften aller Elemente desselben, wurden in einem erstaunlichen Gleichgewicht erschaffen. Das Blut eines Babys, das sich im Mutterleib entwickelt, besitzt viele besonderen Eigenschaften, die das Blut eines erwachsenen Menschen nicht aufweist. Das Hämoglobin (der Blutfarbstoff) im Blut des Babys ist z. B. in der Lage, mehr Sauerstoff aufzunehmen als bei einem Erwachsenen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen in einem Kubikzentimeter Blut ist bei einem Embryo höher als in der gleichen Menge Blut eines neugeborenen Babys. Im vierten Schwangerschaftsmonat kann die Nabelschnur täglich 24 Liter Blut zwischen dem Baby und der Plazenta transportieren. Der Blutkreislauf fließt in konstanten Runden und liefert Nährstoffe von der Plazenta zum Baby und entsorgt Abfallstoffe zur Plazenta. Dies geschieht so flüssig, dass ein Durchlauf in etwa dreißig Sekunden abgeschlossen ist.36 So beginnt das Blut, den notwendigen Sauerstoff und die Nährstoffe von der Plazenta zu den Zellen zu transportieren. Zu diesem Zeitpunkt bilden sich auch die Nieren, das Blut wird gereinigt, indem Abfallstoffe aus den Embryozellen zu den Nieren transportiert werden.
Lassen Sie uns einen Moment nachdenken: Ist es möglich, dass ein solch perfektes System eines Tages einfach durch Zufall entstanden sein kann, perfekt und ganz von selbst? Ist es möglich, dass die besonderen Eigenschaften des Babyblutes, der Blutgefäße, die das Blut zum Herzen und vom Herzen zu den entsprechenden Körperbereichen transportieren und der Elemente, die die Blutzellen mit der Plazenta verbinden, im Laufe der Zeit zufällig entstanden sind? Ist es möglich, dass all diese Elemente des Systems sich selbst entwickelt haben?
Sicherlich nicht. Dieses System, das für den Menschen von ungeheurer Bedeutung ist, muss in einem Moment perfekt entstanden sein, denn das kleinste Problem bei der Bildung des Blutes oder der Blutgefäße würde die Entwicklung des Embryos stören. Würde das Herz das Blut pumpen, bevor sich die Blutgefäße gebildet hätten, dann würde das Blut unkontrolliert fließen und es würde kein Blutkreislauf zustande kommen. Oder wenn das Herz nicht rechtzeitig zu schlagen beginnen würde, könnte kein Blut durch den Körper fließen. Das bedeutet, dass der Embryo sich nicht im Mutterleib entwickeln könnte und absterben würde. Und doch sind diese Vorgänge in jedem der Millionen Menschen, die gelebt haben bis zum heutigen Tag, immer problemlos abgelaufen. Das Herz macht seinen ersten Schlag genau zur richtigen Zeit und pumpt genügend Blut durch den sich entwickelnden Körper. Das zeigt, dass die Fragen weiter oben unlogisch sind: „Könnte dies zufällig geschehen sein?“ Die Tatsache, dass ein System, ein Lebewesen oder ein Organismus in einem Moment entstanden ist, ist ein klarer Beweis dafür, dass er erschaffen worden sein muss. Dies ist die Wahrheit, die jeder intelligente Mensch bestätigen wird.
Der Schöpfer all dieser perfekten Systeme ist Allah, Der den Menschen mit allem erschaffen hat, was er braucht und ihm die beste Form verleiht.

Der Aufbau des Nervensystems
Während all diese Vorgänge ablaufen, muss sich noch ein weiteres wichtiges System entwickeln, nämlich das zentrale Nervensystem. Das zentrale Nervensystem (das Gehirn und das Rückenmark) bilden sich aus einer längeren Verdickung des Ektoderms, der äußeren der drei primären Keimscheiben des Embryos. Die Seiten dieser Nervenplatte bilden eine längliche Wölbung, deren Kanten sich im Verlauf des weiteren Wachstums treffen und verbinden und auf diese Weise das Neuralrohr formen. Der vordere Teil dieses Neuralrohres verdickt und erweitert sich, um das Gehirn zu bilden. In der Zwischenzeit entwickelt sich aus dem hinteren Teil das Rückenmark.
Alle Entwicklungen, die wir hier in ein oder zwei Sätzen beschrieben haben, übersteigen die menschliche Vorstellungskraft. Die anderen Entwicklungsstadien des Nervensystems bestätigen wieder und wieder die außerordentliche Eigenschaft dieser Vorgänge.
Ab der fünften Woche werden in der Wirbelsäule spezielle Nervenzellen gebildet, die so genannten Neuronen. Sie werden sehr rasch gebildet, etwa 5000 pro Sekunde.37 Eine große Zahl an Gehirnzellen bilden sich in den ersten fünf Monaten des Embryos und alle nehmen ihren Platz im Gehirn ein, bevor das Baby zur Welt kommt. Die Zellen des Nervensystems bilden sich sehr rasch und bewegen sich dann zu entlegeneren Bereichen, um die Nervenkanäle des zentralen Nervensystems zu formen.
Doch an diesem Punkt ist es absolut wichtig, dass jedes Neuron seinen speziellen Platz im zentralen Nervensystem findet. Daher müssen die jungen Neuronen unbedingt geführt werden, um die Stelle zu finden. Diese Führung übernehmen spezielle Zellen, die sich wie eine Art Kabel zwischen den Stellen, wo sich Gehirn und Rückenmark bilden, ausstrecken. Die Neuronen verlassen den Ort, an dem sie gebildet wurden und bewegen sich entlang dieser Führungen. Sie erkennen den für sie vorgesehenen Platz, lagern sich dort an und entwickeln Verlängerungen, die Verbindungen zu anderen Neuronen herstellen.
Dies ist alles gut und schön. Aber woher wissen Neuronen, dass sie sich auf eine solch lange Reise begeben müssen, wenn sie sich gebildet haben? Wie entscheiden sie, dass sie sich einem Führer anvertrauen und mit anderen kooperieren müssen, um ihr Ziel zu erreichen? Was wir Neuronen nennen, sind Zellen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind und die wieder nur aus Atomen und Molekülen bestehen. Zweifellos können sie sich von selbst nicht bewusst auf den Weg machen und Entscheidungen treffen. Nicht das Gehirn leitet sie an, denn das Gehirn des Embryos im Mutterleib ist noch nicht vollständig entwickelt.
Sobald sich diese Zellen gebildet haben, bewegen sie sich, als seien sie programmiert, zu einem unbekannten Platz. Es ist klar, dass im Verlauf der Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems nicht ein Vorgang zufällig entstanden sein kann, denn die geringste Abweichung würde eine Kettenreaktion auslösen und das gesamte System liefe falsch. Die Bildung von Neuronen und der Aufbau eines Systems aus Nerven ist nur ein Stadium bei der Entwicklung des Gehirns und des daran angeschlossenen Nervensystems. Nicht ein einziges Neuron, geschweige denn das Gehirn, kann, wie die Evolutionisten behaupten, durch zufällige Entwicklungen, entstehen.
Und es gibt noch viel mehr Details bei dieser Entwicklung. Zum Beispiel haben die Neuronen bei ihrer Bildung eine andere Struktur als die bei erwachsenen Menschen. Um die Aufgaben des Nervensystems eines sich entwickelnden Menschen ausführen zu können, bewegen sich die Neuronen zu bestimmten Körperbereichen. Hierfür sind sie in der Lage, zunächst ohne Sauerstoff zu überleben. Wenn sie jedoch den Gehirnbereich erreichen und sich dort niederlassen, nehmen sie sofort einen Stoffwechsel an, der zum Überleben Sauerstoff benötigt. Diese Veränderung muss immer genau im richtigen Moment geschehen, andererseits wäre das Überleben der Nervenzellen gefährdet. Dies ist zweifellos ein Wunder.38
Heute wissen wir, dass es für menschliche Gehirnzellen äußerst gefährlich ist, über einen bestimmten Zeitraum nicht mit Sauerstoff versorgt zu werden. Und dauert dieser Zeitraum länger an, tritt zunächst Lähmung und schließlich der Tod ein. Doch die Neuronen besitzen bei ihrer Bildung zunächst ein vollkommen anderes System. Kommt es nur in diesem Stadium zu einer Störung, d. h. tritt keine Veränderung des Stoffwechsels der Neuronen zum richtigen Zeitpunkt ein, kann sich der Embryo nicht zu einem menschlichen Wesen entwickeln. Natürlich ist es für eine Zelle unmöglich, festzulegen, welche Funktion sie in Zukunft übernehmen soll und ihre Struktur aus eigenem Antrieb entsprechend zu verändern.
So ist die Realität deutlich zu erkennen: Allah hat die Neuronen mit ihren besonderen Eigenschaften erschaffen, Er schickt sie im richtigen Moment an die Arbeit und leitet sie zu der Stelle, an die sie gehören. Jeder Mensch sollte wissen, dass er diese Entwicklungsstadien selbst durchlaufen hat und sich für die Herrlichkeit bedanken, mit der Gott ihn als Menschen erschaffen hat. Er darf nicht einen Moment vergessen, dasdass Allah der Schöpfer aller Dinge ist und dass es neben Ihm keine anderandere Macht in den Himmeln und auf der Erde gibt.

... Glaubst du etwa nicht an Den, Der dich aus Staub erschaffen hat und dann aus einem Samentropfen, und dich dann zu einem Mann geformt hat? Für mich ist jedoch Allah mein Herr. Und ich stelle meinem Herrn nichts zur Seite. (Quran, 18:37-38)

Die wichtige „Planung“ der Zellen
Wenn wir die Entwicklung des Embryos betrachten, erkennen wir einen hohen Grad an Verhältnismäßigkeit und Harmonie. Am Ende des ersten Monats werden vollständig entwickelte Augen, Ohren, Nase, Kinn und Wangen sichtbar.
Im Verlauf dieser harmonischen Entwicklung sind Wachstum und Strukturänderungen sehr wichtig. Diese Veränderungen müssen genau gleich für alle Körperteile ablaufen, denn alle Organe des menschlichen Körpers besitzen eine äußerst komplexe Struktur. Allein das Auge besteht z. B. aus 40 verschiedenen Teilen. Damit das Auge seine Funktion aufnehmen kann, muss das Wachstum der Teile verhältnismäßig ablaufen, die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen hergestellt werden und jeder Teil sich an seinem Platz befinden. Ansonsten könnte das Auge nicht funktionieren. Auf gleiche Weise müssen bei der Entwicklung der Arme Knochen und Muskeln zur gleichen Zeit gebildet werden.
Dies zeigt, dass alle Zellen des Embryos in vollkommener Harmonie zusammen arbeiten. Jede einzelne Zelle ist sich des Gesamtplans des Körpers bewusst. Jede einzelne Zelle sendet Botschaften aus und reagiert auf Botschaften von anderen Zellen. Alle Zellen des Embryos arbeiten zusammen. Richtig betrachtet verhält sich jede Zelle anders und verwendet die für sie notwendigen Informationen aus der DNA.
Aber woher wissen die Zellen, wohin und was sie tun müssen? Wie können sie so exakt mit anderen Zellen zusammen arbeiten? Wer entscheidet, wie das genetische Material in den Zellen verwendet wird, und wie differenzieren sich die Zellen voneinander?
In den Organen unserer Körper darf kein Mangel oder Übermaß entstehen. Ein Mangel in einem Organ ist manchmal fatal, es führt zumindest zu einer Beeinträchtigung. Ein Übermaß bürdet dem Körper eine unnötige Last auf. In diesem Fall ist es zunächst notwendig, die Anzahl der Organe zu bestimmen, die der Körper benötigt. Wie wird die Anzahl bestimmt? Warum beginnt nicht eine Zellgruppe mit der Bildung eines Organs während eine andere Zellgruppe ebenfalls das gleiche Organ ein zweites Mal formt.
Die Evolutionisten umgehen dieses Thema und behaupten, das DNA-Molekül sei für diese Aufgaben zuständig, doch damit betrügen sie sich nur selbst. Der wichtigste Aspekt hierbei ist folgender: Wer hat die Informationen in das DNA-Molekül jeder Körperzelle geschrieben? Und wer hat entschieden, wann und wie diese Informationen verwendet werden sollen? Auf diese Fragen geben die Evolutionisten keine Antwort.
Zellen aus bewusstseinslosen und leblosen Atomen, Blutgefäße, Gewebe, Luft, Wind oder andere materielle Dinge besitzen nicht die Fähigkeit, eine solche Entscheidung zu treffen. Allah hat den wunderbaren Plan in die DNA geschrieben und Allah hat die perfekte Umsetzung dieses Plans gesichert, indem Er den Zellen eingibt, was sie tun müssen. Und Allah wacht über alle Dinge.

Vorbereitung auf das Leben
nach der Geburt
Das Baby, dessen Organe sich langsam entwickeln und das beginnt sich zu bewegen, erwartet eine weitere Entwicklung. Damit das Baby in einer Umgebung überleben kann, die vollkommen anders ist als der sichere Ort, an dem es sich zur Zeitzurzeit befindet, müssen alle notwendigen Vorbereitungen getroffen werden.
Das Baby muss sich bewegen und seine neuen Organe in Betrieb nehmen. Dieses Problem wurde auf wundervolle Weise gelöst. In der Haut, die das Baby von der Gebärmutter trennt, bildet sich eine besondere Flüssigkeit, das „Fruchtwasser“. Die Nieren des Babys und die Lungen sowie die Fruchtblase und die Gebärmutter sind an der Entstehung dieser Flüssigkeit beteiligt.39

„Wasser des Lebens“ für das Baby:
das Fruchtwasser
Das Fruchtwasser wird speziell für das Baby produziert. Es stellt sicher, dass die Organe auf ihre Aufgabe nach der Geburt vorbereitet werden. Das Baby übt mit dem Fruchtwasser, um sich an die Vorgänge in der Welt draußen zu gewöhnen. Dazu nimmt es das Fruchtwasser wie Nahrung zu sich. Auf diese Weise erkennt die Zunge bereits die Geschmacksrichtungen bitter, süß, salzig und sauer. Danach nehmen auch die Speicheldrüsen ihre Funktion auf. Das vom Fötus aufgenommene Fruchtwasser bereitet den Darm auf seine Absorptionsfähigkeit vor und bringt die Nieren in Schwung, die die Flüssigkeit ständig aus dem Blut filtern müssen. Die von den Nieren absorbierte Flüssigkeit wird wieder in das Fruchtwasser gegeben, ohne dieses zu verunreinigen, denn die Nieren besitzen die Fähigkeit, entgegen ihrer späteren Funktion, die vom Baby aufgenommene Flüssigkeit zu filtern und zu sterilisieren. Und das Fruchtwasser wird kontinuierlich, wie ein Schwimmbad, mithilfe einiger anderer Flüssigkeiten gereinigt.
Gleichzeitig werden mit diesen Entwicklungen auch Verdauungssäfte im Magen ausgeschüttet, um das Verdauungssystem vollständig vorzubereiten.40 Und die Zellen des neu gebildeten Darms erhalten die Fähigkeit, zwischen Zucker und Salzen zu unterscheiden und später bestimmte Abfallprodukte an das mütterliche Blut zurückzugeben. So nehmen sowohl der Darm als auch die Nieren ihre Arbeit auf. Das Fruchtwasser wird vom Darm des Fötus alle drei Stunden verdaut, d. h. acht Mal täglich, und über das Blut an die Mutter abgeführt. Genau so viel Fruchtwasser, wie verdaut wird, wird vom Mutterleib und den Lungen und Nieren des Fötus, wo es gebildet wird, wieder aufgefüllt. Auf diese Weise bleibt die Menge des Fruchtwassers, das für den Fötus lebensnotwendig ist, immer konstant. Dank dieses perfekten Systems nimmt das Verdauungssystem des Fötus seine Funktion auf, ohne den Fötus zu schädigen.
Entsprechend dem Wachstum des Fötus erhöht sich auch die Menge des Fruchtwassers und beträgt in der zehnten Woche etwa 30 ml, im fünften Monat etwa 350 ml und im siebten Monat etwa 1 Liter. Bei der Geburt beträgt die Fruchtwassermenge jedoch nur noch einen halben Liter.41
Das Fruchtwasser bereitet nicht nur das Verdauungssystem auf die Zeit nach der Geburt vor, sondern gewährleistet auch, dass das Baby sich bequem im Mutterleib bewegen kann. Der Fötus treibt in dieser Flüssigkeit wie ein Ruderboot, das im Hafen festgemacht wurde. Auf diese Weise kann er sich sicher im Mutterleib bewegen. Gleichzeitig schützt das Fruchtwasser den Fötus auch vor Stößen von außen. Druck, der auf die Flüssigkeit ausgeübt wird, verteilt sich gleichmäßig in jede Richtung und schützt so den Fötus vor gefährlichen Auswirkungen. Wenn die Mutter z. B. läuft, haben die Stöße, die dabei entstehen, keine Auswirkung auf das Baby. Es ist wie ein Korken in einem Wasserbehälter. Das bestmögliche Schutzsystem wurde für den Fötus erschaffen. Jede Art von Gefahr wurde vorherbestimmt und entsprechende Vorkehrungen getroffen.
Das vorhandene Fruchtwasser ist auch für die Mutter sehr wichtig. Es füllt den ganzen Leib aus, so dass der Fötus beim Wachsen und Gewicht zunehmen auf den Leib selbst keinen Druck ausübt. Gäbe es diese Flüssigkeit nicht, würde der Fötus die Gebärmutter nach unten drücken und der Gegendruck der Gebärmutterwände würde eine normale Entwicklung des Fötus unmöglich machen.
Diese besondere Flüssigkeit bietet eine weitere Notwendigkeit für den Fötus. Nämlich eine konstante Temperatur. Wie wir wissen, verteilt sich Wärme gleichmäßig in Flüssigkeiten. Das Fruchtwasser wird ständig erneuert und hat eine konstante Temperatur. Die Wärme, die der Fötus für seine Entwicklung braucht, wird gleichmäßig in alle Richtungen verteilt.
Gibt es nur eine winzige Störung bei der Produktion des Fruchtwassers, bei der kontinuierlichen Reinigung oder der Anpassung der Fruchtwassermenge, wird die natürliche Entwicklung des Fötus gestört. Ist z. B. die notwendige Fruchtwassermenge zu gering, oder ist überhaupt kein Fruchtwasser vorhanden, entstehen eine Reihe von Missbildungen. Glieder verkümmern und verformen sich, Gelenke verschmelzen, Haut löst sich ab und das Gesicht verformt sich wegen des Drucks. Das größte Problem ist, dass die Entwicklung der Lungen behindert wird und das Baby unmittelbar nach der Geburt stirbt.42
Dies zeigt uns, dass vom ersten Menschen bis heute, die Produktion des Fruchtwassers immer fehlerfrei ablaufen musste. Ohne diese Flüssigkeit kann sich kein Baby im Mutterleib entwickeln. Diese Tatsache widerspricht vollkommen der Behauptung der Evolutionisten, dass Entwicklungen Schritt für Schritt über längere Zeit entstehen. Wenn nur ein Stadium bei der Entstehung eines neuen Menschen ausfällt, wenn z. B. wie gesagt, das Fruchtwasser nicht gebildet würde, käme der Mensch nicht zur Welt und die menschliche Rasse wäre niemals entstanden. Daher kann man nicht behaupten, das Fruchtwasser hätte sich nach einiger Zeit zu bilden begonnen, als die Notwendigkeit dafür da war. Diese Flüssigkeit muss mit dem Baby vorhanden sein. Es kann unmöglich behauptet werden, dass eine solch wichtige Flüssigkeit sich plötzlich durch Zufall gebildet hat. Wenn man jedoch behauptet, dass ein komplexer Organismus in nur einem Moment entstanden ist, dann bedeutet dies, dass er erschaffen wurde. Zufällige Vorgänge können keine Berechnungen durchführen, Bedürfnisse bestimmen, die erforderlichen Vorkehrungen für diese Bedürfnisse treffen und sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort anwenden.
Es ist klar, dass Allah das Fruchtwasser und die damit verbundenen Systeme erschaffen hat. Er hat auch die notwendige Fruchtwassermenge bestimmt.

Allah weiß, was jedes weibliche Wesen (im Schoße) trägt, und um was sich die Schwangerschaft verkürzt oder verlängert. Und jedes Ding hat bei Ihm sein Maß und Ziel. (Quran, 13:8)

Vorbereitung für den ersten Atemzug
Nach der Geburt ist das Wichtigste für das Baby zu atmen. Die Lungen, die noch nie zuvor Luft gesehen haben, müssen sich mit Luft füllen und zu atmen beginnen. Das Baby, das vorher den Sauerstoff über das mütterliche Blut erhielt, muss ihn nun aus der Luft mit den eigenen Lungen aufnehmen. Und auf wundervolle Weise beginnen die Lungen, die noch nie vor der Geburt einen Atemzug getan haben, ganz normal zu atmen.
Allah hat alles so erschaffen, dass für den Moment der Geburt alles bereit steht und die Vorbereitung der Lunge abgeschlossen ist. Bei der Vorbereitung der Lunge spielt das Zwerchfell eine wichtige Rolle. Es befindet sich zwischen dem Magen und den Rippen. Das Zwerchfell nimmt seine Funktion etwa im sechsten Schwangerschaftsmonat auf. Es dehnt sich zunächst und zieht sich periodisch mehrmals pro Stunde zusammen. Nach der Geburt wird es dies kontinuierlich tun.
Hierbei erkennen wir, dass das Baby ständig geschützt wird. Doch dies ist kein Schutz, der von der Mutter ausgeht. Während sich der Fötus entwickelt, führt die Mutter ihr gewohntes Leben fort. Sie hat keinen Einfluss auf die Veränderungen in ihrem Körper. Selbst wenn sie eingreifen wollte, sie könnte es nicht. All diese Abläufe geschehen durch die unendliche Macht unseres Herrn. Allah hat alles erschaffen, was notwendig ist, damit das Kind als normaler Mensch auf wundervolle Weise zur Welt kommen kann. Alle Bedürfnisse des Babys als Fötus werden erfüllt und die Mutter muss sich keine Gedanken darüber machen, was zu tun ist, damit das Baby zur Welt kommt und sicher gestellt ist, dass es überleben kann.
Selbst wenn sie sich hierüber Gedanken machen würde, gibt es nichts, was sie tun könnte. Sie ist z. B. nicht in der Lage, die Abfallprodukte des Fötus in ihren eigenen Nieren zu reinigen und sie zu entsorgen, selbst wenn sie wollte. Allah bestimmt, was ein neuer Mensch braucht, um zur Welt zu kommen und konstruiert das System auf bestmögliche Weise.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen
Während sich der Fötus langsam auf das Leben nach der Geburt vorbereitet, organisiert sich unter den Organen ein außergewöhnliches Team. Dessen Aufgabe wird entsprechend den Anforderungen der Außenwelt erfüllt. Die Augen, die im Mutterleib nutzlos sind, werden auf das Licht der Außenwelt ausgerichtet. Die Ohren werden für die Geräusche der Welt geformt. Auf gleiche Weise werden Magen und andere Verdauungsorgane mit einem phyisiologischen System erstellt, dass genau den Anforderungen der Nährstoffe in der Außenwelt entsprechen. Die Zellen des Verdauungssystems werden programmiert und so angepasst, dass sie Nahrung verdauen können, der sie noch nie begegnet sind. Sie besitzen die Fähigkeit, Kohlenhydrate und Fette zu analysieren, und wissen, welche Nährstoffe von welchem Organ benötigt wird und gewährleisten, dass diese Nährstoffe die entsprechenden Köperzellen erreichen. So wird der Fötus geplant auf die Welt draußen vorbereitet. Hier müssen wir noch einmal hervorheben, dass diese Organe und die Zellen, aus denen der Körper des neuen Menschen besteht, diese Vorbereitungen für eine Umgebung treffen, die sie niemals gesehen haben, von der sie nie gehört haben oder sie anderweitig wahrgenommen haben. Sie entwickeln sich, als würden sie die Umgebung kennen, die nach der Geburt auf das Baby wartet. Sicherlich kann man nicht behaupten, dass diese Zellen diese Fähigkeiten aus eigenem Antrieb erlernt hätten. Die bewussten und absichtlichen Vorbereitungen dieser Zellen wurden ihnen von Gott eingegeben und müssen als ein wichtiger Beweis der Schöpfung betrachtet werden.
In den letzten Monaten nimmt der Fötus an Gewicht zu. Bestimmte Zellen produzieren Fettschichten, das die wegen seiner ihrer Farbe „braunes Fett“ genannt wirdwerden. Das besondere braune Fett bildet sich in bestimmten Bereichen des Fötus, z. B. im Nacken, um die Nieren und hinter dem Brustbein. Es isoliert nicht nur, sondern erzeugt selbst auch Wärme. Die besondere Aufgabe diserdieser Fettschicht besteht darin, die Temperatur des Babys in den ersten Wochen nach der Geburt zu halten.43 Die Tatsache, dass die Zellen, die diese Fettschicht erzeugen, die Aufgabe, die ihnen eingegeben wurde, problemlos erfüllen, ist ein weiterer Beweis der Schöpfung.
Zwischenzeitlich verändert sich die Haut des Fötus entscheidend. Die Hautoberfläche entwickelt sich vor der Geburt, was für das Überleben des Babys sehr wichtig ist. Die Haut des Fötus erzeugt einen öligen Film mit wasserabweisenden Eigenschaften auf der Hautoberfläche, die mit dem Fruchtwasser in Berührung kommt. Dieser Ölfilm hat eine wichtige Funktion zur Förderung der Reifung der darunterliegenden Hautzellen und der Bildung einer Barriere vor der Geburt.44
Wir haben bereits erwähnt, dass das Immunsystem der Mutter in den ersten Entwicklungsstadien des Embryos keinen Zugriff auf das Blut des Babys hat. Die Immunzellen sehen das Baby als Eindringling und könnten es töten. Doch im neunten Monat ändert sich diese Situation plötzlich und Antikörper (ein schützendes Protein, das vom Immunsystem gebildet wird) im Mutterleib dringen durch die Plazenta zum Fötus vor. Wenn wir nach dem Grund hierfür suchen, werden wir überrascht. In den ersten sechs Monaten nach der Geburt sind die Immunzellen des Babys noch nicht entwickelt, doch das Baby braucht Antikörper, um sich nach der Geburt gegen Krankheitserreger zu schützen. So werden im letzten Monat die mütterlichen Antikörper, die in das Blut des Babys gelassen werden, bereitgestellt, um das Baby vor Infektionskrankheiten nach der Geburt zu schützen.45 In den folgenden Monaten, in denen das Immunsystem des Babys eigene Antikörper zu bilden beginnt, verlieren die Antikörper der Mutter ihre Wirkung.
Wie in dem, was wir beschrieben haben, ist auch bei diesem Vorgang wie oben beschrieben ein Bespiel für den perfekten Plan bei der Entwicklung des Menschen. Die Details in jedem Monat, jedem Tag, in jeder Minute der Entstehung eines menschlichen Wesens sind genau kalkuliert. Fehlerfreie Systeme verhindern, dass gefährliche Stoffe den Fötus erreichen, aber wenn diese Stoffe benötigt werden, verschwindet das alte System nach dem gleichen perfekten Plan und ein neues entsteht. Sicher geschieht diese Perfektion nicht aus der freiwilligen Entscheidung und dem Willen der Zellen, aus denen ein Mensch besteht. All diese Vorgänge sind Beweise für die unvergleichliche Schöpfung des allmächtigen Gottes.
Wie wir in den genannten Beispielen sehen, wird jedes Stadium der Entwicklung eines Menschen gesteuert und geschieht nach einem perfekt organisierten Plan. Und jeder Mensch durchläuft als Fötus diese kontrollierte Entwicklung und wächst heran. Der besondere Plan und das perfekte Design bei der Entstehung eines Menschen ist für aufmerksame Menschen die Sichtbarwerdung des unendlichen Wissens und der Weisheit Gottes.


ENTSTEHUNG AUS EINEM TROPFEN


Während der neun Monate im Mutterleib wächst das Baby auf perfekte Weise heran. Der Fötus kommt zunächst als Tropfen einer Flüssigkeit in den Mutterleib und entwickelt sich nach und nach zu einem Menschen.
Besteht nur der geringste Mangel beim Ablauf dieser Entwicklung, würde der Fötus sicherlich sterben. Würde z. B. das Gehirn schneller wachsen als die Schädelknochen, so würde das Gehirn des Fötus zusammen gedrückt und Schaden erleiden. Der Ablauf ist auch bei der Entstehung der Augen sehr wichtig, bei der Leber und dem Herz sowie bei allen anderen Organen und Knochen. Die geordnete Entstehung der Organe ist sehr wichtig, denn wenn sich z. B. die Nieren langsamer entwickeln würden und das Kreislaufsystem bereits gebildet wäre, würde das Blut nicht gereinigt und der Körper würde vergiftet.
Doch dies geschieht nicht, und das Baby, das das Licht der Welt erblicken soll, entwickelt sich Schritt für Schritt.
Die einzige Macht, die einen vollständigen Menschen aus nur einem einzigen Tropfen einer Flüssigkeit erschafft, ist Allah, der Allmächtige, der Herr des Universums.
Der Quran erzählt uns, wie Gott den Menschen erschafft:

Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen ausfließenden Samens? Dann war er (als Embryo) ein sich Anklammerndes, und so schuf Er ihn und formte ihn. Und machte aus ihm Mann und Frau als Paar. Hat Er denn nicht die Macht, die Toten lebendig zu machen? (Quran, 75:36-40)

Bestimmt wird ein Mensch, der mit dieser Wahrheit konfrontiert wird, seinem Herrn immer dankbar sein, Der ihn aus einem Tropfen einer Flüssigkeit erschuf und aus ihm eine sehende, hörende und denkende Person gemacht hat.

Sprich: „Er ist es, Der euch erschaffen und euch Gehör, Augenlicht, Gemüt und Verstand gegeben hat. Wie wenig dankt ihr!“ (Quran, 67:23)

IN EINE NEUE WELT


W urden alle Vorbereitungen für den Fötus für die neue Welt getroffen, beginnt das Fruchtwasser mit neuen Aktivitäten. Das Fruchtwasser bildet Flüssigkeitskammern, die den Gebärmuttereingang so weit dehnen, dass das Baby passieren kann und verhindern, dass das Baby während des Geburtsvorgangs in der Gebärmutter zusammen gedrückt wird. Wenn die Geburt beginnt, platzen diese Kammern und das Fruchtwasser fließt aus und schmiert und sterilisiert den Kanal, durch den der Fötus muss. Auf diese Weise wird die Geburt vereinfacht und der Fötus vor Bakterien geschützt.46
Zusammen mit den Vorbereitungen im Mutterleib müssen gleichzeitig ein paar andere Bedingungen erfüllt sein, damit eine sichere Geburt ablaufen kann. Damit das Baby aus dem Mutterleib herauskommen kann, muss es z. B. in der richtigen Position liegen. Dafür bewegen sich die Füße des Babys, wodurch es sich langsam dreht, bis der Kopf sich in den Gebärmutterhals bewegt. Da das Baby nun zu groß ist, um sich viel bewegen zu können, sitzt es fest und kann seinen Kopf nicht wieder aus dieser Position fortbewegen.47 Aber wie trifft das ungeborene Baby die Entscheidung, welche Position die beste ist? Woher kennt es die beste Position für die Geburt? Und wie bestimmt der Fötus im Mutterleib, wann die Zeit gekommen ist, um geboren zu werden? Dies sind sicherlich wichtige Aspekte, über die wir nachdenken sollten. Die Tatsache, dass ein Wesen, dessen Bewusstsein noch nicht entwickelt ist, ein solch bewusstes Verhalten an den Tag legen kann, ist ein deutliches Zeichen nicht seines eigenen Willens, sondern des Wissens und der Eingebung von Allahs, des Schöpfers.
Zum Zeitpunkt der Geburt gibt es viele weitere Beispiele für den wundervollen Plan. Z. B. muss der Schädel des Babys, um eine gesunde Geburt zu ermöglichen, eine Struktur aufweisen, durch die es im Geburtskanal nicht verletzt wird. Schauen wir uns den Schädel des Babys an, so erkennen wir eine Gruppe aus 5 Knochen mit einem weichen Punkt, der so genannten „Fontanelle“, in der Mitte. Diese weiche Struktur verleiht dem Schädel Flexibilität, die das Gehirn und den Schädel des Babys vor Schäden durch den Druck während der Geburt schützt.
Vor der Geburt des Babys werden unter strenger Kontrolle Vorbereitungen getroffen. Diese Vorbereitungen dienen allen Möglichen Ereignissen, z. B. erleichtert das Fruchtwasser die Geburt und schützt vor Infektionen.
Dies alles wirft eine Frage auf: Wer gewährleistet, dass alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und wer bestimmt, dass die Zeit gekommen ist? Wer prüft, ob die Augen bereit sind zu sehen, ob die Lungen bereit sind zu atmen, ob Gelenke und Gehirn vollständig entwickelt sind?
Bei der Entwicklung des Fötus gibt es keinen Mechanismus, der diese Dinge steuert. Das Gehirn, das als Steuerzentrale des gesamten Körpers gilt, ist ein Organ, das sich gemeinsam mit dem Fötus entwickelt. Außerdem kann auch ein vollständig ausgebildetes Gehirn zu diesem Zeitpunkt noch keine Bedeutungen wahrnehmen. Der Fötus, der sich bis zu diesem Moment im Mutterleib entwickelt hat, ist vollkommen unbewusst der äußeren Umgebung. Er kann nicht entscheiden, ob er in einem Zustand ist, der zu einer Umgebung passt, die er nie gesehen hat. Aber es ist auch nicht die Mutter, die den Zeitpunkt der Geburt bestimmt. Vom ersten Tag an kann eine Mutter nicht in einen einzigen Vorgang in ihrem Körper eingreifen. Wie kann sie da entscheiden, wann diese Vorgänge abgeschlossen sind?
Zweifellos ist es Allah, der jeden Schritt bei der Entstehung des Babys steuert und bestimmt, wann ein Mensch in diese Welt geboren wird. Nur Allah, Der jeden Menschen erschaffen hat, kennt jeden Moment des Lebens, das er führen wird. Wird ein Mensch geboren, so kennt Allah bereits den Tag seines Todes. Der Todeszeitpunkt wird von Allah bestimmt. Ein intelligenter Mensch, der sich dieser Tatsachen bewusst ist, weiß, was er tun muss: Er muss über seine eigene Schöpfung nachdenken und die unendliche Macht des Herrn bezeugen. Und er muss sein ganzes Leben so leben, dass es Gott gefällt.

O ihr Menschen! Wenn ihr über die Auferstehung im Zweifel seid, so haben Wir euch doch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen, dann aus etwas sich Anklammernden, dann aus Fleisch, teils geformt teils ungeformt, um euch manches klarzumachen. Und Wir lassen in den Mutterschößen ruhen, was Wir wollen, bis zu einem festen Termin. Dann lassen Wir euch als Kinder herauskommen. Dann lassen wir euch euere Reife erreichen, doch der eine von euch wird (früh) abberufen, während der andere von euch das erbärmlichste Alter erreicht, so dass er alles, was er wusste, vergisst… (Quran, 22:5)

Die erste Nahrung in dieser Welt:
MUTTERMILCH
Sobald das Baby seine Augen in dieser Welt öffnet, muss sich der Körper an das neue Leben anpassen. Während und nach der Schwangerschaft wurde alles dafür getan, diese Anpassung zu erleichtern. Das deutlichste Beispiel hierfür ist die Bildung der Muttermilch.
Die Bildung der Muttermilch wird von den Hormonen der Mutter gesteuert. Die Milchproduktion basiert hauptsächlich auf einem Hormon, das „Prolaktin“ genannt wird und von der Hirnanhangdrüse im Gehirn ausgeschüttet wird. Während der Schwangerschaft verhindern die Hormone Progesteron und Östrogen, die von der Plazenta produziert werden, dass Prolaktin aktiviert und Milch produziert wird. Doch die Plazenta wird nach der Geburt ausgestoßen, so dass der Progesteron- und Östrogenanteil im Blut sinkt. Danach kommt Prolaktin ins Spiel und sorgt für die Milchbildung. Dank dieses Zusammenspiels der Hormone kann die wertvollste Nahrung, die Muttermilch, genau zum richtigen Zeitpunkt für das Baby produziert werden. Dies ist wirklich ein bedeutsamer Informationsaustausch. Solange sich die Plazenta im Körper befindet, erfüllt sie lebenswichtige Aufgaben. Doch dann wird sie zur richtigen Zeit ausgestoßen. Damit wird ein sehr wichtige Entwicklung für das menschliche Leben ermöglicht. Wie wir gesehen haben, ergänzen sich alle Dinge, die während der Entstehung des Menschen ablaufen. Sicherlich sind dies klare Beweise dafür, dass jeder Mensch von einer höheren Macht erschaffen wurde.
Und diese Vorgänge gehen weiter, wenn das Baby zur Welt gekommen ist. Die Milchproduktion durch die Mutter erhöht sich entsprechend den Bedürfnissen des Babys. In den ersten Tagen werden bis zu 50 g produziert, im sechsten Monat kann die Milchproduktion bis zu einem Liter betragen. Die Wissenschaftler, die versucht haben, die Formel für die Muttermilch herauszufinden, sind nach langen Untersuchungen immer noch erfolglos, da es keinen Standardtypen Muttermilch gibt. Jede Mutter produziert die Milch nach den Anforderungen ihres eigenen Babys und diese Milch ernährt das Baby auf eine Weise, die keine andere Nahrung vermag. Untersuchungen haben ergeben, dass die Antikörper, Hormone, Vitamine und Mineralstoffe in der Muttermilch auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt sind.

Der Unterschied zwischen Muttermilch
und anderer Nahrung
Die Verwendung von anderen Nahrungsmitteln als Muttermilch erfüllt die Bedürfnisse des Babys nicht vollständig. Andere Nahrungsmittel enthalten z. B. keine Antikörper, die das Immunsystem des Babys benötigt.
Kuhmilch wird als klassisches Nahrungsmittel für Babys angesehen. Vergleichen wir sie mit Muttermilch, so können wir leichter die Vorzüge letzterer erkennen. Kuhmilch hat einen höheren Kaseinanteil als menschlischemenschliche Milch. Kasein ist ein Protein, das sich in geronnener (saurer) Milch findet. Dieser Stoff zerbricht im Magen in größere Stücke und erschwert die Verdauung. Daher ist Kuhmilch schwerer zu verdauen als Muttermilch. Der geringe Anteil dieses Stoffes in der Muttermilch erleichtert die Verdauung für das Baby.
Die beiden Milchsorten unterscheiden sich auch in der Zusammensetzung ihrer Aminosäuren. Wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung ist die Gesamtzahl der Aminosäuren im Plasma des Babys, das mit Kuhmilch gefüttert wird, höher. Außerdem ist der Anteil einiger Aminosäuren zu hoch, der anderer ist zu gering. Dies beeinflusst das Nervensystem negativ und belastet wegen des hohen Proteingehalts die Nieren mehr.
Ein weiterer Unterschied besteht im Zuckeranteil der Milch. Sowohl in Muttermilch als auch in Kuhmilch finden wir die gleiche Art Milchzucker. Doch die Milchzuckermenge der menschlichen Milch (7 g/l) unterscheidet sich vom Gehalt der Kuhmilch (4,8 g/l). Außerdem passieren die großen geronnenen Partikel der Kuhmilch den Dünndarm viel langsamer. Aus diesem Grund werden große Mengen an Flüssigkeit und Milchzucker, die sehr wichtig sind, im ersten Bereich des Dünndarms absorbiert. Geronnene Partikel von Muttermilch (im Gegensatz zur Kuhmilch) passieren den Dünndarm leichter, so dass Milchzucker und Flüssigkeit den Dickdarm erreichen. So entwickelt sich eine gesunde Darmstruktur. Der zweite Vorteil des großen Milchzuckeranteils in der menschlichen Milch besteht darin, dass die Synthese eines Stoffes, des so genannten „Cerebrosids“, das beim Aufbau der grundlegenden Strukturen des Nervensystems eine wichtige Rolle spielt, ermöglicht wird.
Entgegen der Tatsache, dass der Fettgehalt der Muttermilch und der Kuhmilch fast gleich sind, ist die Qualität dieser Fette verschieden. Die Linolsäure der Muttermilch ist die einzige Fettsäure, die für die Ernährung des Babys notwendig ist.
Ein weiterer Aspekt der die Muttermilch unterscheidet, ist die Menge und der Anteil an Salzen und Mineralstoffen. In Kuhmilch ist z. B. der Kalzium- und Phosphorgehalt hoch, doch das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor in der Kuhmilch erscherterschwert die richtige Verdauung. Phosphor kann im Verdauungstrakt mit Kalzium reagieren und so die Aufnahme von KalzumKalzium verhindern. Daher kann es, wenn ein Baby in den ersten Tagen seines Lebens Kuhmilch erhält, zu bestimmten Abnormitäten aufgrund des Abfalls des Kalziumgehalts im Blut kommen.
Darüber hinaus besteht menschliche Milch zu 50 % aus Eisen. Da Kuhmilch einen wesentlich geringeren Anteil dieses Minerals enthält, können mit Kuhmilch gefütterte Babys Blutarmut aufgrund des geringen Eisens entwickeln.
Vitaminreichtum ist ein weiterer Aspekt, der Muttermilch so wertvoll für das Baby macht. Im Vitamingehalt unterscheiden sich Kuh- und Muttermilch erheblich voneinander. Obwohl der Vitamin-A-Gehalt gleich ist, ist mehr Vitamin E, C und K in Muttermilch enthalten. Die Menge an Vitamin D in der Muttermilch entspricht den Bedürfnissen des Babys.

Muttermilch schützt das Baby
in jedem Stadium
Ein Baby, das aus dem sicheren Mutterleib, der frei von Bakterien ist, in diese Welt kommt, muss gegen verschiedene Bakterien der Außenwelt kämpfen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Muttermilch ist der Schutz des Babys vor Infektionen. Die schützenden Zellen (Antikörper) die über die Muttermilch zum Baby gelangen, bringen es dazu, gegen Bakterien zu kämpfen, die es niemals zuvor gekannt hat, als würde es einfach darüber informiert. Die großen Mengen Antikörper in der ersten Muttermilch, die „Kolostrum” genannt und in den ersten Tagen nach der Geburt produziert wird, haben eine besondere Schutzfunktion.
Dieser Schutz, den die Muttermilch dem Baby bietet (Schutz gegen kleinere, aber auch sehr ernste Infektionen) ist lebenswichtig für die ersten Monate, und die Vorteile dieser Milch steigen mit der Zeit, die das Baby gestillt wird.
Die Vorteile der Muttermilch für das Baby werden jeden Tag ersichtlicher. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Muttermilch für das Baby bis zu einem Alter von zwei Jahren äußerst vorteilhaft ist.49
Die Wichtigkeit dieser kürzlich gemachten Entdeckung wurde uns bereits vor 14 Jahrhunderten mitgeteilt:

Wir legten dem Menschen Güte gegen seine Eltern an das Herz. Seine Mutter trug ihn von Schwäche zu Schwäche, und seine EntwöhungEntwöhnung dauert zwei Jahre. (Allah sagt:) „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Heimgang.“ (Quran, 31:14)


DIE EMBRYOLOGIE WIDERLEGT DIE EVOLUTIONSTHEORIE

D ie Geburt ist ein Beweis für die Schöpfung, doch die Evolutionisten versuchen, sie zur Verteidigung ihrer Theorie zu deuten. Die Tatsache, dass bei der Entstehung eines neuen Menschen jede Entwicklungsstufe nach einem sehr feinen Plan abläuft, ist heute eine allgemein akzeptierte Tatsache in der Embryologie. Wie versuchen dann Evolutionisten diese Tatsache der Schöpfung in Bezug auf ihre Theorie zu interpretieren?
Ende des 19. Jahrhunderts stellte der Evolutionist Ernst Haeckel seine These „Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese“ auf. In dieser These behauptet Haeckel, dass lebende Embryos in der Entwicklung den Evolutionsprozess wiederholen, den ihre angeblichen Vorfahren durchliefen. Z. B. behauptete er, dass ein menschlicher Embryo im Mutterleib zunächst die Charakterzüge eines Fisches aufweist, dann die eines Reptils, und dass er sich schließlich in einen Menschen verwandelt.
Vor kurzem wurde festgestellt, dass diese These nicht den Tatsachen entspricht. Die Kiemen, die angeblich in der ersten Phase eines menschlichen Embryos erscheinen, waren tatsächlich der Innenohrkanal und die Nebenschilddrüse und der Thymus. Der Teil des Embryos, der einem Eidotter ähnelte, war in Wirklichkeit der Sack, der für die Produktion des Blutes des Babys verantwortlich ist. Und der Teil, der als Schwanz betrachtet wurde, ist die menschliche Wirbelsäule.
Diese Fakten haben sich in der Welt der Wissenschaften heute durchgesetzt. Kurz nachdem Haeckel seine Theorie aufgestellt hatte, haben die Evolutionisten selbst anerkannt, dass diese Behauptung falsch sei. Zwei führende Neo-Darwinisten, George Gaylord Simpson und W. Beck haben die Fehlerhaftigkeit dieser Theorie akzeptiert.
Haeckel stellte die beteiligten Evolutionsprinzipien falsch dar. Es ist heute bekannt, dass bei der Ontogenese die Phylogenese nicht wiederholt wird.50
Die Gültigkeit von Haeckels Theorie wurde auch in der wissenschaftlichen Diskussion der 1920er Jahre abgelehnt. Danach wurde die Theorie in den 1950er Jahren vollständig aus den Fachbüchern herausgenommen.51

Gefälschte Zeichnungen
Als Haeckel seine Theorie aufstellte, handelte er nicht entgegen der Tradition der Evolutionswissenschaftler. Er erstellte falsche Zeichnungen, um seine Ideen zu belegen. Auch wenn die Embryologie sich weiterentwickelt hat und es bekannt wurde, dass diese Zeichnungen Fälschungen sind, gab er an, er habe keinen anderen Weg eingeschlagen als seine Kollegen.
Nach diesem kompromittierenden Geständnis der ‘Fälschung’ soll ich verdammt sein, hätte ich nicht die Beruhigung, dass neben mir auf der Anklagebank hunderte Mitschuldige säßen, unter ihnen viele der vertrauensvollsten Forscher und geschätztesten Biologen. Die große Mehrheit aller Diagramme in den besten Biologiebüchern, Abhandlungen und Zeitschriften würden im gleichen Maße der ‚Fälschung‘ schuldig gesprochen, denn alle sind ungenau und mehr oder weniger bearbeitet, schematisiert und konstruiert.52
Aus diesem Geständnis können wir entnehmen, dass Haeckels Versuch, die Embryologie als Beweis für die Evolution zu verwenden, ganz ohne Grundlage und nichts weiter als Weismacherei war. Die Details des Wunders der menschlichen Entstehung, die wir in diesem Buch beschrieben haben, so allgemein sie auch sein mögen, sind unwiderrufliche Beweise für die Wahrheit der Schöpfung.