mardi 30 mars 2010

EINLEITUNG

D er menschliche Körper ist die komplizierteste Maschine der Welt. Wir sehen, hören, atmen, gehen und laufen mit ihm und können sogar darüber Freude ausdrücken. Die Knochen, Muskeln, Arterien, Venen und inneren Organe unseres Körpers besitzen einen fantastischen Bauplan. Wenn wir diesen Bauplan genauer betrachten, so entdecken wir Erstaunliches. Auch wenn sich unsere verschiedenen Körperteile stark zu unterscheiden scheinen, so bestehen doch alle Teile aus ein und demselben Material: den Zellen.
Die Zellen sind die Bausteine, aus denen unser gesamter Körper aufgebaut ist. Jede einzelne Zelle ist nur ein tausendstel Millimeter klein. Einige dieser Zellen verbinden sich und formen unsere Knochen, andere bilden unser Nervensystem, wieder andere unsere Leber, unsere Magenschleimhaut, die Haut unseres Körpers oder die Hornhaut in unserem Auge. Jede einzelne Zelle hat genau die Größe und Form, die exakt den Anforderungen des jeweiligen Körperteils entspricht.
Wie und wann begann die Existenz dieser Zellen, die so unterschiedliche Funktionen übernehmen?
Die Antwort auf diese Frage führt uns zu einem Vorgang, bei dem jeder Augenblick voller Wunder steckt. Alle etwa 100 Billionen Zellen, aus denen Ihr Körper heute besteht, stammen aus der Teilung einer einzigen Zelle. Diese einzelne Zelle, die die gleiche Struktur wie alle anderen Zellen in Ihrem heutigen Körper hatte, entstand aus der Vereinigung der Eizelle Ihrer Mutter und der Samenzelle Ihres Vaters.
Im Quran bezieht sich Allah an einigen Stellen auf die Wunder der Erde und des Himmels und an einigen Stellen auch auf die Wunder der Entstehung des Lebens als Zeichen Seiner Existenz. Eines dieser wichtigen Zeichen ist Seine wundervolle Schöpfung des Menschen.
Allah weist uns Menschen in vielen Versen an, unsere eigene Schöpfung zu betrachten, damit wir zu verstehen beginnen. Er erklärt im Detail, wie der Mensch entsteht und welche Stadien er durchläuft. In der 56. Sure (al-Waqi'a) sagt Er über die menschliche Schöpfung:

Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt? Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? (Quran, 56:57-59)

Der menschliche Körper, der aus 60 - 70 Kilogramm Fleisch und einer Menge Knochen besteht, war ursprünglich in einem Tropfen Flüssigkeit enthalten. Sicherlich ist es ein Wunder, dass ein intelligenter, fühlender Mensch, der sprechen und hören kann und der eine bemerkenswert komplexe physische Struktur aufweist, aus nur einem Tropfen Flüssigkeit entsteht. Diese Entwicklung ist gewiss kein Resultat zufälliger Ereignisse, sondern vielmehr ist es ein bewusster Schöpfungsprozess.
In diesem Buch wird ein Wunder beschrieben, das jeder Mensch auf der Erde tagtäglich vor Augen sieht: Das Wunder des werdenden Menschen. Wir können natürlich in diesem Buch nur einen kleinen Teil der menschlichen Entwicklung untersuchen. Doch sogar dieser Teil, den wir hier beschreiben, zeigt die unendliche Macht des Schöpfers, Sein grenzenloses Wissen und Seine Intelligenz, die das gesamte Universum umfassen. Und wir Menschen werden daran erinnert, dass der Allmächtige Gott der „Beste der Schöpfer“ ist.

Und wahrlich, Wir erschaffen den Menschen aus reinstem Ton. Dann setzen Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Stätte. Dann machen Wir den Tropfen zu etwas, das sich einnistet, und das sich Einnistende zu einer Leibesfrucht, und formen das Fleisch zu Gebein und bekleiden das Gebein mit Fleisch. Dann bringen Wir dies als eine weitere Schöpfung hervor. Gesegnet sei Allah, der Beste der Schöpfer! (Quran, 23:12-14)

EIN WUNDERVOLLES SYSTEM, DURCH
DAS NEUES LEBEN ENTSTEHT

D er Fortbestand der menschlichen Rasse in dieser Welt ist durch unser perfekt funktionierendes Fortpflanzungssystem möglich. Die Körper von Mann und Frau unterscheiden sich in der Funktion Ihrer Fortpflanzungssysteme erheblich voneinander. Doch diese unterschiedlich funktionierenden Systeme ergänzen sich perfekt und erzeugen einen neuen Menschen, der in diese Welt geboren wird. Die Grundelemente hierzu werden vollkommen unabhängig in zwei verschiedenen menschlichen Körpern produziert und es geschieht eines der größten Wunder der Erde: ein neuer Mensch entsteht…
Damit dieses Wunder geschehen kann, beginnen die Vorbereitungen hierfür bereits viele Jahre früher. Zunächst einmal müssen die männlichen und weiblichen Fortpflanzungszellen ihre Funktion aufnehmen. Dies geschieht bei jedem Menschen während der Pubertät. Die wichtigste Rolle bei diesem Prozess spielt sicherlich das Hormonsystem, das unter Leitung des Gehirns eine Verbindung zwischen den Zellen aufbaut.
Allah hat im Menschen ein System erschaffen, bei dem die Steuerung aller Bedürfnisse des Körpers und seiner Entwicklung vom Gehirn kontrolliert wird. Das Gehirn empfängt Meldungen von den Organen. Es wertet sie aus und sendet die entsprechenden Antworten in kürzester Zeit an die jeweilige Körperregion. Bei diesem Vorgang überbringt das Hormonsystem die Informationen. Allah hat im menschlichen Körper ein perfektes Kommunikationssystem erschaffen. Die Meldungen werden von Molekülen, den so genannten „Hormonen“, getragen, die eine Art Postbotenfunktion übernehmen. Genau wie ein Postbote, der seine Briefe in der ganzen Stadt an die richtige Adresse liefert, tragen Hormone die Befehle des Gehirns zu den entsprechenden Zellen. Auf diese Weise werden alle notwendigen Funktionen für das menschliche Leben im Körper aktiviert.
An dieser Stelle sollten wir jedoch bedenken, dass Hormone nicht wie ein Mensch über Bewusstsein verfügen. Sie wissen weder, welche Botschaft sie tragen, noch, wohin sie diese tragen sollen und auch nicht, auf welchem Weg sie übermittelt werden soll. Sie wurden nicht ausgebildet und konnten auch keine Erfahrung durch jahrelanges Üben sammeln. Die Hormone, die wir als Postboten bezeichnet haben, bestehen aus Molekülen, die in äußerst komplexen Formeln beschrieben werden können. Es ist sicherlich ein großes Wunder, dass ein Molekül seinen Weg findet und seine Botschaft übermittelt, dass es die richtige Botschaft an der richtigen Zelle abliefert, dass es sich in der vollkommenen Dunkelheit des menschlichen Körpers nicht verläuft, der millionenfach größer ist als es selbst und dass es seine Aufgabe ohne Schaden zu nehmen fehlerfrei ausführt. Dieses Beispiel allein ist Beweis für die außerordentlichen Systeme, mit denen Allah unseren menschlichen Körper ausgestattet hat.
Die Funktion des Hormonsystems eines Menschen beginnt bereits, wenn er sich noch im Bauch seiner Mutter befindet und endet erst mit seinem Tod. Auch die Funktion der Fortpflanzungsdrüsen wird von Hormonen ausgelöst. Anders als bei anderen Körperteilen beginnt die Ausschüttung der Hormone, die die Fortpflanzungsdrüsen anregen, erst in der Pubertät. Der Hypothalamus, ein kleiner Teil des Stammhirns, dient als Steuerzentrale des Hormonsystems. Während der Pubertät beginnt der Hypothalamus, die Meldung an die Hirnanhangdrüse zu senden, dass die Fortpflanzungsorgane ihre Funktion aufnehmen sollen.
Auch hier sollten wir uns ein weiteres Wunder bewusst machen. Der Hypothalamus kennt die Entwicklung des menschlichen Körpers, er weiß z. B. wie alt die Person ist und ob die Person körperlich weit genug entwickelt ist, dass das Fortpflanzungssystem seine Funktion aufnehmen kann. Der Hypothalamus führt seine Aufgabe bewusst durch. Anders ausgedrückt, berücksichtigt der Hypothalamus die Zeit, wann die Person erwachsen wird und sendet die entsprechenden Befehle an die verschiedenen endokrinen Drüsen im Körper. Er sendet die Meldungen (Hormone) genau zur richtigen Zeit an die Fortpflanzungsorgane und stellt so sicher, dass die für den Fortbestand der menschlichen Rasse unerlässliche Entwicklung beginnt. Und dies trifft nicht nur auf den Hypothalamus einer einzelnen Person zu. Gerade in diesem Moment führen die Hypothalamusse von Millionen Jugendlicher auf der Erde exakt diese Funktion in der gleichen Art und Weise und fast zur gleichen Zeit aus.
Wir sollten einmal darüber nachdenken, dass dieses Stück Fleisch, das nur so groß ist wie ein Stück Würfelzucker, die Zeit berechnen und dementsprechend Anweisungen geben kann. Wie führt der Hypothalamus solche Berechnungen durch? Hat jemand dem Hypothalamus gesagt, was er tun muss oder hat er das selbst herausgefunden? Woher weiß der Hypothalamus, dass die Fortpflanzungsdrüsen sich entwickeln müssen, damit ein neuer Mensch geboren werden kann? Woher weiß er, dass ein bestimmtes Hormon zu einer bestimmten Zeit ausgeschüttet werden muss? Und woher weiß er, welches der vielen Hormone, die er produziert, das Fortpflanzungssystem genau zur richtigen Zeit anregt? Kann er vorausschauend für die Zukunft planen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen, um den Plan auszuführen? Warum wartet er genau so lange, nicht kürzer oder länger, bis der Mensch körperlich zur Fortpflanzung bereit ist?
Es übersteigt unsere Vorstellungskraft, dass dieses Stück Fleisch ohne Augen, Ohren und Gehirn wie ein intelligentes Wesen handelt und die Zellen anleitet.
Weder der Zufall noch eine andere Kraft machen dem Hypothalamus die Zeit bewusst. Die hohe Intelligenz, die ihm seine besondere Aufgabe verleiht, kommt von Allah. Es ist Allah der Allwissende, Der dieses kleine Stück Fleisch inspiriert und ihm sagt, was es zu tun hat. Dass alles in Gottes Hand liegt, wird in folgendem Vers erklärt:

... Und Allah wacht über alle Dinge. (Quran, 33:52)

Wenn Sie die folgenden Seiten lesen, sollten Sie sich diese Tatsache immer vor Augen führen.

Hormone können Geschlechter unterscheiden
Der Hypothalamus unternimmt die ersten Schritte, die notwendig sind, damit ein Mann oder eine Frau in die Pubertät eintritt. Dafür sendet er GnRH-Hormone (Gonadotropin-Releasing Hormone) über die Blutbahn an die Hirnanhangdrüse. Die Hirnanhangdrüse nimmt daraufhin ihre Funktion auf und schüttet Hormone zur Aktivierung der Fortpflanzungsorgane aus. Dies sind die LH-(luteinisierenden) Hormone und die FSH-(follikelstimulierenden) Hormone. Jedes dieser Hormone wird sowohl bei Männern als auch bei Frauen ausgeschüttet, doch ihre Wirkung ist unterschiedlich.1
Es ist erstaunlich, dass die gleichen Hormone bei Männern und Frauen vollkommen unterschiedliche Wirkungen haben. Das FSH-Hormon regt beispielsweise bei Frauen die Produktion der Eizellen an, bei Männern regt das Hormon die Produktion der Samenzellen an. Das LH-Hormon bewirkt bei Frauen, dass sich die Eizelle auf den Weg in den Uterus (die Gebärmutter) begibt und dass ein weiteres Hormon, das Progesteron, vom weiblichen Fortpflanzungssystem ausgeschüttet wird. Progesteron hilft bei der Vorbereitung der Gebärmutter für das Baby. Das gleiche Hormon erfüllt beim Mann eine vollkommen andere Funktion, es regt nämlich die Zellen an, das Hormon Testosteron auszuschütten. Testosteron erzeugt die männlichen Charaktereigenschaften und gewährleistet die Produktion der Samenzellen.
Es ist hochinteressant, dass die gleichen Hormone mit exakt der gleichen Formel in verschiedenen Körpern hergestellt werden und solch unterschiedliche Auswirkungen haben.
Ein Hormon im männlichen Körper weiß, dass es zu einem Mann gehört und löst die entsprechenden Veränderungen aus. Testosteron fördert beispielsweise den Muskelaufbau im männlichen Körper, es macht die Stimme tiefer und lässt den Bart wachsen.
Wenn dieses Hormon mit genau dem gleichen Aufbau im weiblichen Körper ausgeschüttet wird, so hat es dort fast die gegensätzliche Wirkung. Ein Hormon, das einer Frau ihre weibliche Stimme und einem Mann seine männliche Stimme verleiht und das die Entwicklung des Körpers entsprechend dem Geschlecht veranlasst, kann zwischen der Anatomie und der Chemie des männlichen und weiblichen Körpers unterscheiden. Die Tatsache, dass ein Hormon über ein solches Wissen verfügt, bedeutet wohl, dass es intelligent ist und Anweisungen erhält.
Viele Menschen wissen nichts über die Einflüsse der Hormone auf die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane, sie wissen nichts über die Beziehungen zwischen den Zellen oder darüber, wie die Körperfunktionen aktiviert werden. Sie wissen nichts über die Befehlskette im Körper, das Versenden von Botschaften oder darüber, dass die Entwicklung des Körpers von diesen Befehlen abhängt und dass der kleinste Fehler in diesem System fatale Folgen haben kann. Und genauso wenig können sie diese Funktionen kontrollieren oder steuern. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Mensch, der keine Ausbildung in diesem Bereich genossen hat, sich dieser Dinge nicht bewusst ist. Es ist aber unglaublich, dass eine Molekülgruppe über diese Kenntnisse verfügt.
Wie entstehen diese Hormone, deren molekulare Strukturen weiter unten dargestellt sind, und wie erhalten sie die chemischen Informationen? Wie kann es sein, dass sie nicht nur die Chemie des Körpers kennen, sondern jedes Einzelne wie ein Chemiker dieses Wissen auf die entsprechenden Körperbereiche anwendet. Wie regen sie andere Zellen an, die notwendigen Hormone zur richtigen Zeit auszuschütten? Wie kann diese unbewusste Molekülmasse so intelligent sein? Es ist klar, dass die Moleküle, die wir Hormone nennen, nicht über diese Intelligenz verfügen können. Es ist auch klar, dass all diese Prozesse nicht durch Zufall aus anderen rein zufälligen Vorgängen entstehen können.
Es gibt für all dies nur eine Erklärung: Die biochemischen Vorgänge, durch die Männer und Frauen ihre charakteristischen Eigenschaften erhalten, beweisen die Existenz eines bewussten Plans und Designs. Dieses Design ist das Werk der höchsten Intelligenz Gottes. Wir müssen über diese perfekte Kunst tief nachdenken und uns dem Herrn, dem höchsten Richter über alle Dinge, unterwerfen.

Die Entwicklung der Fortpflanzungszellen
In einer technischen Fabrik führen viele Roboter die verschiedenen Produktionsschritte aus. Alle Steuerprogramme, Systeme, technische Wartungseinheiten für diese Maschinen, kurz, jede Art von Information, die für den Produktionsprozess von Bedeutung sein könnte, wird in der Steuerzentrale der Fabrik überwacht. Diese Zentrale ist wie eine Datenbank, in der alle wichtigen Informationen für den Produktionsprozess, die Qualitätskontrolle und die Fehlerbehandlung gespeichert sind. Der menschliche Körper ist die modernste und komplizierteste Struktur der Welt. Vergleichen wir ihn mit einer Fabrik, so werden wir feststellen, dass alle gespeicherten Informationen in den DNA-Molekülen der Zellkerne zur Verfügung stehen müssen, damit diese Fabrik arbeitet.
Während der neue Mensch noch eine eben befruchtete Eizelle im Bauch der Mutter ist, bestimmt Allah alle Eigenschaften, die er in Zukunft haben wird und schreibt sie in die DNA-Moleküle. Von der Haarfarbe bis zur Größe, von Krankheiten, die ihn im Laufe seines Lebens plagen bis zu jedem körperlichen Detail wird jede Eigenschaft eines Menschen sorgfältig gespeichert. Der Platz, der dafür erforderlich ist, ist so winzig, dass er nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar ist.
Die DNA befindet sich in jeder der ca. 100 Billionen Zellen unseres Körpers. Die durchschnittliche Größe einer Zelle beträgt 10 Mikron (ein Mikron ist ein tausendstel Millimeter). Stellen wir uns das vor, dann erkennen wir, wie unglaublich klein der Raum ist, auf dem so viele Informationen gespeichert sind.
Wenn wir uns die DNA, durch die das Leben eines Lebewesens nach einem bestimmten Programm abläuft, als Enzyklopädie vorstellen, dann sind die Chromosomen die einzelnen Bände.
Die Chromosomen kommen immer paarweise im DNA-Molekül vor. Während seiner Entstehung erhält jeder Mensch einen Chromosomensatz von seiner Mutter und einen weiteren von seinem Vater. Die 23 Chromosomen von der Mutter und die 23 vom Vater ergänzen sich. Das heißt, dass die 46 Chromosomen im menschlichen Zellkern tatsächlich 23 Chromosomenpaare sind. Das 23. Chromosomenpaar hat eine besondere Funktion: Es wird gewöhnlich mit dem Buchstaben X oder Y bezeichnet. Bei Männern besteht dieses Paar aus einem X-Chromosom und einem Y-Chromosom, bei Frauen besteht das 23. Chromosomenpaar aus zwei X-Chromosomen.
Dabei stellt sich folgende Frage: Wenn jede menschliche Zelle aus 46 Chromosomen besteht, wie ist es möglich, dass bei der Kombination der Zellen von Vater und Mutter der neugeborene Mensch ebenfalls 46 Chromosomen besitzt? Es wäre logisch, wenn aus den 46 Chromosomen der Mutter und den 46 Chromosomen des Vaters ein abnormalesanormales Baby mit 92 Chromosomen entstehen würde. Doch dies ist nicht der Fall. Wie ist es dann möglich, dass jeder Mensch mit nur 46 Chromosomen geboren wird?
Die Antwort auf diese Frage zeigt ein großes Wunder der Schöpfung.

Eine unfehlbare Teilung…
In den Körperzellen finden zwei Arten von Teilungen statt. Die erste Teilungsart heißt „Mitose“ und findet in allen Körperzellen statt. Bei der Mitose teilt sich eine Zelle in zwei genetisch identische Tochterzellen. Als Ergebnis dieser Teilung entstehen aus einer Mutterzelle zwei Tochterzellen, von denen jede die gleiche Anzahl und Art von Chromosomen wie die Mutterzelle besitzen.
Hier müssen wir uns zunächst über etwas klar werden. Würden sich die Fortpflanzungszellen auf diese Art teilen und besäßen die gleiche Anzahl an Chromosomen wie andere Körperzellen (nämlich 46), dann könnte ein Mensch kein Mensch werden, denn das Baby würde, wie bereits beschrieben, aus 92 Chromosomen bestehen, was den menschlichen Aufbau komplett verändern würde. Doch dank des einzigartigen Designs unseres Körpers geschieht dies nicht. Die Teilungsart, die für die Produktion der Fortpflanzungszelle verantwortlich ist, wird „MeiosisMeiose“ oder Reduktionsteilung genannt. Bei der „MeiosisMeiose“ wird die Anzahl der Zellchromosomen halbiert, d. h. aus 46 werden 23.
Erst wenn diese Teilungen abgeschlossen sind, ist die Fortpflanzungszelle reif. In jedem männlichen und weiblichen Körper bringt ein Mechanismus diese Zellen zur Reifung und bereitet sie auf die schwere Reise vor, die ihnen bevorsteht. Das männliche und weibliche Fortpflanzungssystem, die nichts voneinander wissen und sich in vielen Dingen unterscheiden, bereiten die von ihnen produzierten Zellen aufeinander vor.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine detaillierte Beschreibung dieses Ereignisses. Beim Lesen dieser Seiten sollten Sie einen wichtigen Aspekt bedenken. Vom ersten Moment der Teilung der Fortpflanzungszellen unterliegen diese einem ganz bestimmten Plan. Nichts geschieht zufällig. Die Zellen teilen sich exakt so, wie es notwendig ist und behalten die nötige Anzahl an Chromosomen während des gesamten Prozesses, ohne Schaden oder Fehler. Jedes Organ, jede einzelne Zelle des Organs und die Organellen der Zellen, funktionieren in perfekter Übereinstimmung. Darüber hinaus sind die Enzym- und Hormonmoleküle, die im Körper eine wichtige Aufgabe übernehmen, und die Atome, aus denen diese Moleküle bestehen, Teil eines äußerst komplexen Informationssystems, das ihnen sagt, wann sie ihre Funktion aufnehmen sollen. Sie wissen immer genau wie und wie stark sie ihren Einfluss ausüben müssen.
Die Zellen, Enzyme, Hormone, kurz, das Gleichgewicht der verschiedenen Körperteile ist sicherlich etwas, worüber wir nachdenken sollten.
Die Tatsache, dass ein Molekül und seine Atome einen Plan fassen und ihn umsetzen können, dass ein Körperteil einen Befehl gibt und ein anderer gehorcht, ihn versteht und ihn ausführt, ist zu außergewöhnlich, als dass es ein reines Produkt des Zufalls sein könnte. Um so erstaunlicher ist die perfekt funktionierende Harmonie, da sie in den Körpern von Millionen Menschen, die gelebt haben oder heute noch auf der Erde leben, ohne Ausnahme geschah und geschieht. Es wird klar, dass sich all dies nicht durch reinen Zufall entwickelt haben kann und dass eine höhere, bewusste Intelligenz den mikroskopisch kleinen Körperzellen, den ausgeschütteten Hormonen, den Enzymen sowie den hunderttausenden anderen Kleinstelementen des menschlichen Systems ihre besonderen Eigenschaften verleiht. Es ist offensichtlich, dass jede Phase des im menschlichen Körper ablaufenden Systems ohne das Wissen der Person geschieht und dass es das Werk einer unvergleichlich mächtigen Intelligenz ist.
Diese höhere Intelligenz ist Allah, Der das gesamte Universum bis hin zum kleinsten Detail erschaffen hat. Im Quran sagt Allah, dass es keine Götter neben Ihm gibt:

Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt. Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Quran, 2:255)


EINE PERFEKTE ARMEE MACHT
SICH AUF DEN WEG


Stellen Sie sich eine riesige Armee vor, die aus Millionen von Soldaten besteht. Sie bewegt sich auf ein Ziel zu, trifft unterwegs auf Hindernisse und tödliche Gefahren, doch trotz aller Schwierigkeiten gibt diese Armee nicht auf. Die Strecke, die die Soldaten bis zu Ihrem Ziel zurücklegen müssen, ist hunderttausend Mal größer als sie selbst. Natürlich benötigt eine solch riesige Armee, die auf einen so schwierigen Weg ausgesendet wird, Führung und Ausrüstung, um das Ziel zu erreichen.
Diese riesige Armee aus 300 Millionen Soldaten befindet sich im männlichen Körper. Die Soldaten sind die Spermien. Jedes einzelne Spermium ist etwa ein hundertstel Millimeter groß. Ihre Aufgabe ist, die Eizelle zu erreichen. Dafür müssen sie einen sehr weiten Weg zurücklegen.
Von den 300 Millionen Spermazellen, die gleichzeitig auf den Weg geschickt werden, erreichen nur die stärksten Eintausend die Eizelle. Von diesen gewinnt nur eine einzige das Rennen und befruchtet die Eizelle. Doch bevor das Spermium in dieses Rennen geschickt wird, muss es zunächst in den männlichen Fortpflanzungsorganen weit reisen und verschiedene Stadien bis zur Reifung durchlaufen. Bei diesem Reifeprozess haben die Spermien zahlreiche Helfer.

Die Entwicklung der Spermien
Um die Eizelle zu befruchten, werden etwa 200 - 300 Millionen Spermazellen auf die Reise vorbereitet. Die Anzahl ist enorm, doch es gibt einen guten Grund dafür. Wie wir später noch genauer sehen werden, sterben viele Spermien, die den Körper der zukünftigen Mutter erreichen, unterwegs, und die Anzahl der Spermien, die die Eizelle erreichen, ist sehr gering. Daher mindert die ernormeenorme Zahl der Spermien das Risiko, dass die Eizelle nicht befruchtet wird. Diese Armee von Millionen einzelner Spermien wird im männlichen Fortpflanzungsorgan, den Hoden, produziert. Die Spermien durchlaufen während Ihrer Entwicklung in den Hoden zahlreiche Stadien. Um zu überleben, muss der Ort, an dem die Spermien gebildet werden, kühl sein. Die normale Körpertemperatur des Menschen beträgt 37°C. Diese Temperatur würde die Spermien abtöten, daher können die Spermien nicht innerhalb des Körpers überleben. Daher befinden sich auch die Hoden außerhalb des Körpers. Das besondere Design, nach dem Allah den männlichen Körper erschaffen hat, weist den Spermien einen speziellen Ort für ihre Produktion zu.
Die Hoden bestehen aus einem System winziger Röhren. Dieses Röhrensystem nimmt einen recht großen Raum ein. So können sich Millionen von Spermien rasch entwickeln und vor Ort gelagert werden. Der Grund, warum die Spermien rasch produziert und gelagert werden müssen, ist einleuchtend, wenn wir bedenken, dass für die Befruchtung einer Eizelle 200 – 300 Millionen Spermien hergestellt werden müssen.
Betrachten wir die riesige Anzahl produzierter Spermien, so können wir die Hoden durchaus mit Miniaturfabriken vergleichen. Für die Spermienproduktion verfügen sie über fast 1000 winzige Röhren mit einer Gesamtlänge von ca. 500 Metern. Diese kleinen Röhren werden „Tubuli seminiferi“ genannt. Jedes Röhrchen ist etwa 50 cm lang und enthält die primären Spermazellen, aus denen sich schließlich die Spermien bilden.2
Die Tubuli seminiferi sind gefüllt mit spermabildenden Zellen (Spermatogonien) in verschiedenen Entwicklungsstadien. Später beginnen diese Zellen, sich zu vervielfältigen, zunächst durch Mitose und dann zweimal durch Meiose. Wie wir im letzten Kapitel erläutert haben, muss sich die primäre Spermazelle vor der Befruchtung durch Meiose teilen und die Anzahl der Chromosomen halbieren, so dass das Baby 23 Chromosomen vom Vater erhält.
Am Ende der Teilungen sind aus einer Zelle vier Zellen entstanden, die Spermatiden, die jedoch so noch nicht in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten. Damit diese kugelförmigen Zellen mit 23 Chromosomen ihre Befruchtungsaufgabe erfüllen können, müssen sie sich noch weiter verändern.
Eine Zellgruppe wurde bereitgestellt, um diese besondere Aufgabe im männlichen Fortpflanzungssystem auszuführen und genau zur passenden Zeit bei der Entwicklung der Spermatidenzellen zu helfen. Innerhalb von zwei bis drei Wochen wird jede Spermatidzelle nach der Meiose von den „Helferzellen“ (Sertoli-Zellen), die sie umgeben, in ihrem Aufbau verändert. Die Sertoli-Zellen unterstützen und ernähren die unreifen Spermazellen, indem sie sie mit Nährstoffen, Hormonen und Enzymen versorgen, die für die Veränderungen der Spermatiden notwendig sind.3 Im letzten Stadium des Prozesses bilden sich die Eigenschaften eines voll entwickelten Spermiums heraus, der Schwanz, der Kopf und das Akrosom, der Teil des Kopfes, der mit Enzymen gefüllt ist. (Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Das Spermium trifft auf die Eizelle".)
Alle Veränderungen werden von den Sertoli-Zellen bewirkt, die sich in den Wänden der Hodenkanälchen befinden. Diese Zellen haben zytoplasmatische Fortsätze und sind recht groß. Die Sertoli-Zellen halten die sich entwickelnden Spermatiden fest und stellen so sicher, dass sie mit dem Zytoplasma verbunden sind. Auf diese Weise versorgen sie die Spermatiden mit Nahrung und überwachen die Entwicklung.4
Während dieses Prozesses, den wir hier kurz beschrieben haben, geschieht ein wahres Wunder. Das Spermium, das den Fortbestand der menschlichen Rasse sichert, bildet sich mithilfe der Sertoli-Zellen, die lediglich aus Proteinen und Nukleinsäuren bestehen. Denken wir einen Moment darüber nach. Die Sertoli-Zelle ist eine Zelle ohne Intelligenz und Bewusstsein, ohne Augen, Ohren oder Gehirn. Dennoch gibt sie sich selbst für einen solchen Zweck hin. Das ist ein wahres Wunder. Die Tatsache, dass dies geschieht, ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Zelle unter Leitung einer höheren Intelligenz handelt. Ein weiterer der unzähligen Beweise für das perfekte Design des menschlichen Körpers ist die Tatsache, dass diese Zellen sich genau am richtigen Ort befinden (d. h. in den Hodenkanälchen, wo sich die Spermien entwickeln) und dass sie genau die erforderlichen Eigenschaften besitzen (sie sind z. B. größer als die Spermatiden). Allah hat jeder der ca. 100 Billionen Zellen, aus denen der menschliche Körper besteht, einen eigenen Platz zugewiesen. Er hat jeder Zelle die Eigenschaften verliehen, die sie braucht und Er hat jeder den Instinkt eingegeben, ihre Aufgabe perfekt zu erfüllen. Wie uns im Quran mitgeteilt wird:

... Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Quran, 11:56)

Ein zusammenhängendes System
Im letzten Abschnitt haben wir über die Rolle der Sertoli-Zellen bei der Umwandlung der Spermatiden in Spermien gesprochen. Welche physikalische Kraft aktiviert diese Zellen und erklärt ihnen ihre Aufgabe, nämlich die Spermatiden zu ernähren und deren Entwicklung zu überwachen?
Den Anstoß für ihre Arbeit erhalten die Sertoli-Zellen von dem follikelstimulierenden Hormon (FSH), das wir bereits in einem früheren Kapitel erwähnt haben. Dieses Hormon wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und stimuliert die Sertoli-Zellen. Wird dieses Hormon nicht ausgeschüttet oder gelangt es nicht zum entsprechenden Körperbereich, können keine Spermien produziert werden. Werden die Sertoli-Zellen angeregt, beginnen sie damit, ein Hormon namens Östrogen auszuschütten, das für die Spermienproduktion unerlässlich ist. Eine andere Zellenart, die die Spermienproduktion beeinflusst, ist die so genannte „Leydig“-Zelle. Sie befindet sich zwischen den Hodenkanälchen. Diese Zellen produzieren ein weiteres Hormon, das zur Spermienbildung benötigt wird. Das LH (luteinisierendes Hormon) wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und stimuliert die Leydig-Zellen. Danach beginnen die Leydig-Zellen mit der Produktion des Hormons Testosteron. Testosteron bewirkt das Wachstum der Fortpflanzungsorgane, die Entwicklung verschiedener Drüsen dieser Organe und die Entwicklung der typisch männlichen Eigenschaften. Darüber hinaus ist es das wichtigste Hormon für die Spermienbildung.
Die Sertoli-Zellen haben noch weitere Aufgaben, z. B. die Proteinproduktion. Dieses Protein transportiert die Hormone Östrogen und Testosteron zu einer Flüssigkeit in den Hodenkanälchen.5
Auch die Leydig-Zellen haben eine zweite Aufgabe. Die Spermien benötigen Energie, um sich bewegen zu können. Die Leydig-Zellen produzieren Fruktose, die sie als Energiequelle an die Spermien liefern. (Auf dieses wichtige Thema gehen wir später noch genauer ein.)
Wie wir sehen, trägt das Hormonsystem in perfekt organisierter Weise zur Entwicklung des Fortpflanzungssystems bei, genau so wie es auch in anderen Körperteilen seine Aufgabe erfüllt. Jedes Hormon versteht sofort die Botschaft und reagiert entsprechend. Zum Beispiel sendet die Hirnanhangdrüse zu gegebener Zeit Befehle an unterschiedliche Zellen in den Hoden und informiert sie über ihre Aufgaben, die sie in den Organen und Geweben erfüllen sollen. Dabei wird die Hirnanhangdrüse selbst von einem anderen Bereich des Gehirns, dem Hypothalamus, stimuliert.
Die erste Phase der Entstehung eines Menschen ist davon geprägt, dass die von Hormonen übermittelten Botschaften richtig verstanden und die Befehle exakt ausgeführt werden. Wie erkennen Zellen und Moleküle die von Hormonen transportierten Meldungen und reagieren darauf? Woher kennen sie den chemischen Aufbau und woher wissen sie, was sie tun müssen?
Die Tatsache, dass die Sertoli- und Leydig-Zellen auf Befehl der Hirnanhangdrüse (die sich weit von ihnen entfernt befindet, die sie nie gesehen haben und die eine vollkommen andere Struktur aufweist) ihre Aufgabe ausführen und die Spermienproduktion unterstützen sowie die Tatsache, dass diese Zellen ohne diesen Befehl überhaupt keine Funktion ausführen würden, lassen sich unmöglich mit rein zufälligen Abläufen erklären. Hormone können unmöglich ihre speziellen Eigenschaften einer Reihe von Zufällen verdanken, denn eine Störung oder eine Unterbrechung in nur einer einzigen Stufe des Systems würde unweigerlich den gesamten Prozess beeinflussen. Wenn nur ein Element dieses Systems defekt ist, so ist die Funktion des gesamten Systems gestört. Wenn z. B. die Sertoli-Zelle nicht die Bedeutung des FSH-Hormons kennen würde, das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird, und selbst kein Östrogen produzieren würde, könnten sich keine Spermien bilden. Oder wenn die Leydig-Zellen keine oder nicht genügend Fruktose liefern würden, dann würde das Spermium, auch wenn es ansonsten reif ist, absterben, nachdem es die Gebärmutter erreicht, da es keine Nahrung findet und die Eizelle nicht erreichen kann. Somit könnte keine Befruchtung stattfinden.
Diese Situation zeigt eine klare Realität. Allah hat die Verbindungen zwischen den Organen und Zellen hergestellt. Er weist die Hirnanhangdrüse, den Hypothalamus, die Leydig- und Sertoli-Zellen, kurz, jedes Element dieses Prozesses an, so zu agieren, dass die Produktion von Spermien im männlichen Körper gewährleistet wird. Er gibt ihnen die Fähigkeit, sich gegenseitig zu verstehen. Alles geschieht auf Allahs Befehl. Wie wir im Quran lesen:

Er lenkt alle Dinge – vom Himmel bis zur Erde… (Quran, 32:5)

Andere Strukturen, die den Spermien helfen,
ihr Ziel zu erreichen
Ein weiteres Element des Fortpflanzungssystems, „Epididymis“ (Nebenhoden) genannt, hilft den sich bildenden Spermazellen bei der Fortbewegung und somit bei der Befruchtung der Eizelle. Der Nebenhoden liegt lose an der Außenseite der Hoden und ist ein stark gewundener Kanal von etwa sechs Metern Länge. Einige Spermien werden vor ihrer Reise eine Zeit lang in den Nebenhoden gelagert. Dann bewegen sich die Spermien in Richtung eines Verbindungskanals, dem „Samenleiter (Vas deferens)“, einer langen Röhre, die von den Nebenhoden in die Beckenhöhle reicht. Die Spermien können in dieser Röhre längere Zeit gelagert werden, ohne die Fähigkeit zu verlieren, die Eizelle zu befruchten. Wenn die Zeit reif ist, verlassen die Spermien den Samenleiter und machen sich auf die lange Reise zur Eizelle im weiblichen Körper.6
Damit die Spermien in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten, benötigen sie weitere Helfer, die ihnen alles liefern, was sie auf ihrer schwierigen Reise benötigen und was ihnen hilft zu überleben. Einer dieser Helfer ist die Prostata. Auf jeder Seite der Prostata befinden sich zwei Drüsen, die so genannten „Samenbläschen“. Diese Drüsen produzieren eine spezielle Flüssigkeit, die die Spermien auf ihrer Reise begleiten.
Eine Flüssigkeit, die von der Prostata ausgeschüttet wird, begleitet die Spermien auf ihrem Weg. Die Flüssigkeit besteht aus Zitronensäure, Kalzium und Phosphationen, einem Gerinnungsenzym und Profibrinolysin. In den weiblichen Fortpflanzungsorganen befindet sich eine starke Säuremischung, die die Vermehrung von Bakterien verhindert. Dieses Säuregemisch kann die Spermien nicht nur in ihrer Bewegungsfähigkeit einschränken, sie kann sie auch abtöten. Doch die Flüssigkeit der Prostata neutralisiert die Wirkung der Säure und ermöglicht es den Spermien, leichter zur Eizelle zu schwimmen.
Hier sollten wir einen Moment innehalten und nachdenken. Die Prostata im männlichen Fortpflanzungssystem handelt, als kenne sie die BeschaffenheitenBeschaffenheit im weiblichen Körper. Sie weiß, dass die Spermien auf ihrer Reise eine saure Umgebung vorfinden werden, in der sie nicht überleben können. Sie weiß sogar, wie die Spermien vor dieser Gefahr geschützt werden können und stellt die nötige Flüssigkeit dafür her. Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um ein Wunder handelt. Man kann unmöglich behaupten, dass eine Drüse im männlichen Körper den Aufbau eines Organs kennen kann, das in keinster Weise mit ihr in Verbindung steht und entsprechend diesem Wissen handelt und Entscheidungen trifft. Denken Sie darüber nach: Nicht einmal ein Mensch mit bewusster Intelligenz, der hören, sehen, rechnen, entscheiden und Lösungen finden kann, ist in der Lage vorherzusehen, welche Art von Gefahr ihn in einer vollkommen fremden Umgebung erwarten und welche Schutzmaßnahmen er ergreifen muss. Doch die Prostata, ein aus Zellen bestehendes Stück Fleisch, tut genau dies. Man kann unmöglich behaupten, dass die Prostata diese wichtigen Entscheidungen selbst trifft und sie ausführt. Es ist Allah, Der diese Drüse dazu anregt, ihre Funktion zu erfüllen. Er ist es, Der jeden Quadratmillimeter des männlichen Fortpflanzungssystems und des weiblichen Körpers erschaffen hat.
Darüber hinaus ist die Prostata nicht die einzige Drüse, die im männlichen Fortpflanzungssystem die notwendigen Mittel für die Reise der Spermien herstellt. Die von den Samenbläschen ausgeschüttete Flüssigkeit ist für die Reise ebenfalls unerlässlich. Kurz nachdem sich die Spermien auf den Weg gemacht haben, kommt diese Flüssigkeit hinzu und hilft ihnen, das Ziel ihrer schwierigen Reise zu erreichen. Diese Flüssigkeit enthält Fruktose und andere Nährstoffe sowie große Mengen „Prostaglandine“ und „Fibrinogen“. Fruktose und andere Nährstoffe unterstützen die Spermien ab dem Zeitpunkt, an dem sie in den weiblichen Körper gelangen bis zur Befruchtung der Eizelle. Zusätzlich helfen die „Prostaglandine“ in dieser Flüssigkeit auf andere Art und Weise den Spermien, die Eizelle zu erreichen. Eine der Aufgaben der Prostaglandine ist die Reaktion mit der Schleimhaut des Gebärmutterhalses und die Bildung einer geeigneten Umgebung, in der sich die Spermien bewegen können. Die zweite Aufgabe ist die Erzeugung von Gegenbewegungen in der Gebärmutter und den Eileitern, die den Spermien das Fortbewegen erleichtern.
An diesem Punkt wird wieder offensichtlich, dass wir hier einem großen Wunder gegenüber stehen. Die ausgeschüttete Flüssigkeit der Samenbläschen kennt die komplexe Struktur des weiblichen Körpers genau, ohne sie jemals zuvor gesehen zu haben. Sie weiß bereits vorher, dass die Gegenbewegungen der Gebärmutter und der Eileiter den Spermien bei der Fortbewegung helfen. Sie handelt vorausschauend und fügt sich selbst einen chemischen Stoff (Prostaglandine) hinzu, der diese Kontraktionen hervorruft. Überlegen Sie, was ein Chemiker tun würde, um eine solche Reaktion hervorzurufen?
Zunächst würde er die Spermien untersuchen, ihren Aufbau und die Erfordernisse für eine Befruchtung beschreiben. Dann würde er versuchen, etwas über den weiblichen Körper herauszufinden, seine Hormone, Eizellen, die Eileiter, die die Eizelle zur Gebärmutter bringen, die Gebärmutter selbst, das Gewebe der Gebärmutter, das Nervensystem, das die Kontraktionen bewirkt und viele andere Details. Danach würde er, aufgrund jahrelanger Erfahrung und seiner Ausbildung, die Stoffe suchen, die möglicherweise einen Einfluss auf diese Dinge haben. Er würde sie nehmen und mithilfe von Experimenten und Forschung herausfinden, in welchen Anteilen diese Stoffe kombiniert werden müssen. Ein Mensch mit Bewusstsein könnte dies vielleicht mit viel Hingabe und Ausdauer erreichen.
Es ist aber kein Chemiker, der nach jahrelangem Studium ein Experte auf seinem Gebiet geworden ist, der dies erreicht. Es sind Zellen, Gewebe und Organe, die aus unbewussten Atomen und Molekülen bestehen. Trotzdem kann man nicht behaupten, dass diese Ansammlung von Zellen über eine höhere Intelligenz und größeres Wissen verfügt als ein Chemiker oder dass sie ihre Aufgaben aus eigenem Antrieb ausführt.
Die Flüssigkeit, die im männlichen Fortpflanzungssystem produziert wird und die so erschaffen wurde, dass sie das weibliche Fortpflanzungssystem beeinflussen kann sowie die Zellen, das Gewebe und die Organe, die sie produzieren, sind zweifellos ein klarer Beweis für Gottes Schöpfung.
Es ist offensichtlich, dass dieses zusammenhängende System nicht das Produkt des Zufalls sein kann. Jede intelligente Person wird sofort verstehen, dass die wundervollen Zusammenhänge, die im Körper jedes einzelnen Menschen perfekt ablaufen, das Werk einer höheren Intelligenz sind, einer höheren Macht, und Er wird Gott dienen, Dem allein diese ewige Intelligenz und Macht gehören.

O ihr Menschen! Fürchtet eueren Herrn, Der euch aus einem (einzigen) Wesen erschuf und aus ihm seine Gattin und aus ihnen viele Männer und Frauen entstehen ließ. Und seid euch Allahs bewusst, in Dessen Namen ihr einander bittet, und euerer Verwandtschaftsbindungen. Siehe, Allah wacht über euch. (Quran, 4:1)

Der Samen, eine Flüssigkeit mit
einer komplexen Struktur
Wenn die Spermien sich auf ihre Reise begeben, erzeugt die Prostata eine Flüssigkeit und sofort danach fügen auch die Samenbläschen eine Flüssigkeit hinzu. Zusammen mit den Spermien bilden sie die Samenflüssigkeit. Gemeinsam gehen sie auf die Reise zum Körper der Mutter. Wie wir bereits beschrieben haben, versorgen die Flüssigkeiten die Spermien mit notwendigen Nährstoffen und Energie, neutralisieren die Säuren am Eingang der Gebärmutter und schaffen eine Umgebung, in der sich die Spermien leichter bewegen können.
Die gesamte Flüssigkeit, die vom männlichen Körper für die Befruchtung ejakuliert wird, wird Samen genannt. 10 % der Samenflüssigkeit kommen aus den Spermienkanälen, 60 % aus den Samenbläschen, 30 % von der Prostata und der Rest sind Spermazellen und eine kleine Anzahl an Flüssigkeiten anderer Drüsen.7 Das heißt, was wir Samen nennen, ist eine komplexe Kombination aus Fruktose, Phosphorylcholin, Ergothionein, Askorbinsäure, Flavine, Prostaglandine, Zitronensäure, Cholesterol, Zink, saure Phosphatase, Milchsäure, fibrinolytische und proteolytische Enzyme, Hyaluronidase und Spermien.8 Wir haben hier ein Wunder, das Allah uns im Quran beschrieben hat.
An vielen Stellen im Quran lenkt Allah die Aufmerksamkeit auf die menschliche Schöpfung und befiehlt uns, darüber nachzudenken. Wissenschaftler, die die Verse des Quran untersucht haben, haben entdeckt, dass eine Reihe von Wundern in den Versen versteckt sind. Sie liefern uns Informationen über die menschliche Schöpfung. Wissenschaftliche Forschungsprojekte mit modernster Technologie haben beispielsweise ergeben, dass der Samen aus einer Mischung unterschiedlicher Stoffe besteht. Diese Information steht bereits seit 1400 Jahren im Quran. Der Samen wird im Quran als ein „vermischter“ Tropfen beschrieben:

Siehe, Wir erschufen den Menschen fürwahr aus einem Tropfen Samen, der sich vermischt, um ihn zu prüfen. Und wir gaben ihm Gehör und Augen. (Quran, 76:2)

Von den Komponenten, aus denen diese Flüssigkeit besteht, befruchtet nur ein einziges Spermium die Eizelle. Viele Menschen glauben, dass der Samen als Ganzes die Befruchtung übernimmt, es ist jedoch so, dass nur ein winziger Teil des Samens, ein Spermium, dies tut. Das bedeutet, dass ein Mensch nicht aus dem gesamten Samen hervorgeht, sondern nur aus einem kleinen Teil davon (dem Spermium).
Im Verlauf der sexuellen Vereinigung werden mit dem Samen ca. 250 – 300 Millionen Spermien vom Mann ejakuliert. Doch von diesen Millionen von Spermien erreichen nur etwa 1000 die Eizelle und von diesen 1000 befruchtet nur ein einziges Spermium die Eizelle. Die genetischen Merkmale eines Menschen sind also nicht in der gesamten Samenflüssigkeit enthalten, sondern nur in einem winzig kleinen Teil davon. Diese Tatsache, die vielen Menschen entweder unbekannt ist oder über die sie bis heute eine falsche Vorstellung haben, wurde im Quran vor 1400 Jahren offenbart. Der Quran erklärt die Realität folgendermaßen:

Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen ausfließenden Samens? (Quran, 75:36-37)

Ein anderer Vers sagt noch einmal, dass die Samenflüssigkeit ein Gemisch ist und die Menschheit aus einem „Tropfen“ dieser Flüssigkeit erschaffen wird.

Der, Der alle Dinge aufs Beste erschaffen hat. Zunächst formte er den Menschen aus Lehm. Dann bildete Er seine Nachkommen aus dem Tropfen einer verächtlichen Flüssigkeit. (Quran, 32:7-8)

Wenn wir die Bedeutung der arabischen Worte in diesem Vers untersuchen, wird deutlich, dass wir es hier mit einem Wunder des Quran zu tun haben. Das deutsche Wort „Tropfen“ wird im Arabischen mit „sulala“ ausgedrückt und bedeutet einen Auszug oder der beste Teil einer Sache. In jedem Fall bedeutet es „ein Teil eines Ganzen“.
Dies zeigt deutlich, dass der Quran das Wort eines höheren Willens ist, Der die menschliche Schöpfung bis ins kleinste Detail kennt. Dieser Wille gehört Allah, dem Schöpfer der Menschen.

Letzte Vorbereitungen …
Nun hat sich die Form der Spermien mithilfe der Flüssigkeiten im Samen herausgebildet. Jeder Teil des Spermiums, Kopf, Hals, Mittelstück, Schwanz und Endstück, hat eine bestimmte Aufgabe.
Der Kern (der Kopf) ist nicht größer als 5 Mikron. In diesen 5 Mikron befinden sich alle Informationen des menschlichen Körpers, mit deren Hilfe aus einer Zelle ein Menschen entstehen kann. Im Kopf des Spermiums befindet sich ein Genpaket aus 23 Chromosomen, das zur Eizelle transportiert wird. Das heißt, im Kopf der mikroskopisch kleinen Spermazelle liegen sicher verpackt Informationen darüber, wie die Organe des menschlichen Körpers arbeiten, wo sie sich befinden, zu welchem Zeitpunkt welche Zelle sich entwickeln und verändern wird, kurz, alle Informationen darüber, wie der menschliche Körper aufgebaut sein wird.
Neben den genetischen Informationen übernimmt der Kopf des Spermiums eine weitere wichtige Aufgabe. Im „Akrosom“, wie die äußere Schutzhülle des Kopfes bezeichnet wird, befinden sich Stoffe, die dem Spermium am Ende seiner Reise helfen. Dort befinden sich Enzyme, die Gewebe auflösen können. Mit diesen Enzymen ist das Spermium in der Lage, die Eizelle zu durchbohren und zur Befruchtung in sie einzudringen.9 (siehe „Das Spermium trifft auf die Eizelle“)
Der zweitwichtigste Teil des Spermiums ist der Schwanz, mit dem es sich in Flüssigkeiten leicht fortbewegen kann. Der Schwanz des Spermiums bestimmt die Richtung, in die es schwimmt und hilft ihm, die Eizelle zu erreichen. So weit so gut. Aber woher erhält der Schwanz die Energie, die notwendig ist, die stetigen peitschenartigen Bewegungen des Spermiums auszuführen? Der Energiebedarf des Spermiums wird auf wunderbare Weise erfüllt. Der Schwanz selbst ist ein Treibstofftank, der die Energie für die Reise liefert. Auf dem weiten Weg zur Eizelle wird der Energiebedarf von den Mitochondrien in diesem Teil des Spermiums gedeckt. Mithilfe der Energieträger im Spermiumhals liefern die Mitochondrien Energie aus ATP (Adenosintriphosphat), mit dem sich das Spermium bewegen kann.10
Wir sehen, dass das Spermium in allen Punkten ein perfektes Design aufweist. Ohne den Schwanz wäre das Spermium nicht in der Lage, sich zu bewegen. Ohne die Mitochondrien im Mittelteil würde keine Energie produziert und es wäre keine Bewegung möglich. Wäre der Kopfteil des Spermiums bis auf das Akrosom perfekt aufgebaut, so könnten die notwendigen Enzyme nicht hergestellt werden und es ergäbe gar keinen Sinn, dass das Spermium die Eizelle erreicht, denn es wäre nicht in der Lage, in sie einzudringen und sie zu befruchten.
Daher ist es unmöglich, dass das Spermium all diese Funktionen stufenweise im Laufe der Zeit entwickelt haben soll, wie die Evolutionstheorie behauptet. Als der erste Mensch auf die Erde kam, musste sein Spermium bereits all diese Merkmale aufweisen. Da es für Spermien unmöglich ist, ihre Befruchtungsaufgabe zu erfüllen, wenn nur ein kleiner Defekt dieser Merkmale vorliegt und wenn, wie die Evolutionisten behaupten, es in der Vergangenheit Spermien gegeben hätte, die nicht über all diese Merkmale verfügten, hätten sich die Menschen nicht vermehrt, sie wären einfach von der Erde verschwunden. Die Spermien mussten also in einem einzigen Moment mit ihrer perfekten Struktur vorhanden sein mussten, d. h. es beweist die Tatsache der Schöpfung. Der Schöpfer dieses perfekten Spermienaufbaus ist Allah, der Schöpfer aller Dinge.

Füreinander geschaffene Systeme
Wenn die Spermien den männlichen Körper in der Samenflüssigkeit verlassen, sind sie noch nicht vollständig bereit, die Eizelle zu befruchten. Solange sie sich im männlichen Körper befinden, werden ihre Bewegungen von alkalischen Sekreten Ihres Lagerortes gehemmt. Aus diesem Grund ist der entwickelte Samen, wenn er den weiblichen Körper erreicht, zunächst nicht in der Lage, seine Aufgabe zu erfüllen. Wie erhalten dann die Spermien, wenn sie gänzlich vom männlichen Fortpflanzungssystem getrennt sind, die Fähigkeit zur Befruchtung der Eizelle?
Um den Vorgang der Befruchtung zu vereinfachen, muss eine Reihe von Systemen im weiblichen Körper bereit sein. Einige vom weiblichen Fortpflanzungssystem ausgeschüttete Flüssigkeiten helfen den Spermien und verbessern deren Fähigkeit, die Eizelle zu befruchten. Nachfolgend zeigen wir einige Veränderungen, die in den Spermien geschehen, nachdem sie den weiblichen Körper erreicht haben.
1. Die in der Gebärmutter und den Eierstöcken ausgeschütteten Flüssigkeiten enthalten chemische Elemente, die genau die Faktoren zerstören, die die Bewegungen der Spermien im männlichen Fortpflanzungssystem verlangsamen. Auf diese Weise werden die Bewegungen der Spermien, die das weibliche Fortpflanzungssystem erreichen, verstärkt.
2. Die Flüssigkeiten im männlichen Fortpflanzungstrakt (Hodenkanälchen, Nebenhode und Samenleiter) enthalten alle einen hohen Grad an Cholesterol. Das Cholesterol wird ständig an die Zellmembran, die das Akrosom umgibt, abgegeben. Es härtet die Membran und verhindert die vorzeitige Freisetzung der Enzyme. Doch für die Fähigkeit des Spermiums, die Eizelle zu befruchten, ist dies abträglich. Aus diesem Grund müssen die Spermien, die den weiblichen Körper erreichen, von diesen Wirkungen befreit werden. Wie bei allen Millionen Details bei der menschlichen Fortpflanzung wurde auch für diesen Zweck ein spezielles System vorbereitet. Die Spermien, die den weiblichen Körper erreichen, verbinden sich mit der Flüssigkeit in der Gebärmutter. Und diese Flüssigkeit reduziert den Cholesterolgehalt im Samen, in dem sich die Spermien befinden, wodurch die Köpfe der Spermien (Akrosome) zerbrechlicher werden. Wenn die Spermien also die Eizelle erreichen, können die Enzyme im Akrosom leichter freigesetzt werden und gewährleisten die Befruchtung der Eizelle durch das Eindringen in die Eizellenmembran.
3. Die Durchlässigkeit der Kopfmembran der Spermien, die in den weiblichen Körper gelangen, erhöht sich im Verhältnis zu den vorhandenen Kalzium-Ionen. Und durch das Eindringen einer großen Menge an Kalzium in die Spermazelle wird auch die Bewegung der Spermien verstärkt. Der peitschenähnliche Schwanz (Flagellum), der die Spermien bewegt, wechselt von schwachen Wellenbewegungen zu stärkeren Bewegungen und verbessert so die Möglichkeit, die Eizelle zu erreichen.11
Ohne Zweifel erkennen Menschen, die sorgfältig nachdenken, wichtige Hinweise in der Entwicklung der Spermien, die so harmonisch und vollständig mit dem weiblichen Körper in Einklang ist. Die Tatsache, dass die Spermien und der weibliche Körper, vollkommen unabhängig voneinander, beide an der Entstehung des gleichen Wunders arbeiten, ist der Beweis für eine höhere bewusste Intelligenz. Die Spermien treffen noch im männlichen Körper notwendige Vorkehrungen, um Hindernisse im weiblichen Körper zu überwinden. Im weiblichen Körper wird eine spezielle Umgebung vorbereitet, in der sich die Bewegungen der einzelnen Spermien, die so klein sind, dass sie nicht einmal mit dem bloßen Auge zu sehen sind, verstärken. Es erscheint, als wüsste der weibliche Körper genau, dass die Spermien einen sehr weiten Weg vor sich haben und dass sie Energie benötigen, um ihn zu bewältigen. Es erscheint, als wüsste er genau, welche chemische Zusammensetzung notwendig ist, um in die Eizelle einzudringen, als würde er ahnen, dass die Spermien in dieser Beziehung Schwachstellen haben und dass Cholesterol die Ursache hierfür ist. Daraufhin produziert er etwas zur Neutralisierung des Cholesterols und schafft eine Umgebung, in der das Spermium leichter in die Eizelle eindringen kann. Und es erscheint, als würde er all dies aus eigenem Antrieb tun!
Was wir hier beschrieben haben, ist lediglich ein kleiner Teil dessen, was vom Eintreten der Spermien in den Körper bis hin zur Befruchtung der Eizelle geschieht. Der gesamte Vorgang wird durch noch komplexere chemische Reaktionen unter Einfluss zahlreicher Proteine, Enzyme und Flüssigkeiten abgeschlossen. Wir haben nicht die Absicht, alle Details aufzuzählen, um wissenschaftliche Kenntnisse zu vermitteln. Unsere Absicht ist vielmehr, Ihnen die Wahrheit zu zeigen, die im Gegensatz zu dem steht, was die Evolutionisten behaupten. Die Entwicklung des Menschen ist zu komplex, als dass sie ein Produkt des Zufalls sein könnte: Sie ist das Resultat des fehlerfreien Zusammenspiels von komplizierten voneinander abhängigen Systemen. Es ist unmöglich, dass ein Mensch oder auch nur ein einziges Enzym oder Molekül, das die Spermien aktiviert, durch puren Zufall entsteht.
In diesem Abschnitt haben wir darüber gesprochen, wie eine Spermazelle, die im männlichen Körper produziert wird, mithilfe chemischer Elemente im weiblichen Körper die Fähigkeit zur Befruchtung der Eizelle erlangt. Lassen Sie uns einen Moment darüber nachdenken: Kann ein solch komplexes System stufenweise durch Zufall entstehen, wie die Evolutionstheorie behauptet? Gewiss ist so etwas unmöglich, doch lassen Sie uns noch einmal ein solches Szenario entwerfen.
Ein durch Zufall im männlichen Körper produziertes Spermium kommt mit dem weiblichen Körper in Kontakt. Würde es dort dann auch zufälligerweise die Flüssigkeiten vorfinden, mit denen es die Fähigkeit zur Befruchtung erlangt. Wenn nicht, würden dann die weiblichen Fortpflanzungszellen, wenn das erste Spermium das weibliche Fortpflanzungssystem erreicht und keine Befruchtung stattfinden kann, die Entscheidung treffen, die notwendigen chemischen Stoffe zu produzieren?
Ohne Zweifel entbehren diese beiden Beispiele jeder Logik oder Intelligenz. Sie sind Szenarien, die niemals geschehen können. In den Beispielen, die wir hier genannt haben, erkennen wir eine Wahrheit: All diese Systeme sind ein Beweis für das unendliche Wissen und die Macht Gottes, Der alles erschaffen hat. Allah hat tief im menschlichen Körper Wunder erschaffen, die zu klein sind, um mit dem bloßen Auge gesehen zu werden und die über die Vorstellungskraft des menschlichen Verstandes hinausgehen. Hiermit zeigt Er uns, dass es im menschlichen Körper Beweise für den Glauben gibt, die vollkommen unabhängig vom menschlichen Willen und Wissen funktionieren. Und Er erinnert uns daran, dass seine Herrschaft über allem steht, auch über den Menschen.

… fürwahr dein Herr verzeiht in umfassender Weise. Er kennt euch sehr wohl, seitdem Er euch aus der Erde hervorbrachte und als ihr im Leib euerer Mütter verborgen wart. Darum rechtfertigt euch nicht selber. Er weiß sehr wohl, wer gottesfürchtig ist. (Quran, 53:32)


DIE ROLLE DER EIZELLE BEI DER ENTSTEHUNG EINES NEUEN MENSCHEN


Mit Beginn der Pubertät laufen im weiblichen Körper ähnliche Entwicklungen ab wie beim Mann. Die weibliche Fortpflanzungszelle, die Eizelle, wird wie das weibliche Fortpflanzungssystem auf das Zusammentreffen mit den männlichen Fortpflanzungszellen vorbereitet.
Wie beim Mann weiß der HypothalymusHypothalamus der Frau, wann die Zeit gekommen ist und sendet Befehle an die Hirnanhangdrüse, die die notwendigen Hormone zur Reifung der Eizellen ausschüttet. Die Hirnanhangdrüse erhält diese Befehle, gehorcht sofort und beginnt damit, die notwendigen Hormone herzustellen.
Die Produktion der Fortpflanzungszellen bei Frauen verläuft nicht kontinuierlich wie bei Männern. Die Produktion geschieht zu bestimmten Zeiten. Es ist Aufgabe der Hirnanhangdrüse, den Zeitpunkt zu bestimmen. Die Hirnanhangdrüse schüttet ein Hormon aus, das die primären Eizellen in den Eierstöcken zur Reifung bringt. Dieses Hormon weiß sehr genau, wo es seine Aufgabe zu erfüllen hat und geht direkt zu den Eierstöcken, wo es verkündet, dass die Zeit gekommen ist, eine Eizelle reifen zu lassen. Die Eizellen verstehen diesen Befehl sofort und beginnen eifrige Aktivitäten in den Eierstöcken, so dass eine Eizelle heranreift.12
Lassen Sie uns dies näher betrachten. Wie bestimmt diese kleine Drüse, der so genannte Hypothalamus, den richtigen Zeitpunkt? Und wie führt er die Zeitplanung dieses Vorgangs durch, der in Millionen von Frauen heute und in der Vergangenheit abgelaufen ist, ohne durcheinander zu geraten? Der Hypothalamus befindet sich im Stammhirn. Er ist kein Zeitmechanismus, er hat keinen Kontakt zur Außenwelt und ist lediglich ein Stück Fleisch aus Zellen. Die Aufgabe dieses Stückes Fleisch, nämlich die Berechnung der Zeit, ist etwas außergewöhnliches, das wir nicht ignorieren dürfen. Doch dies ist nur ein winziges Detail der wundervollen Ereignisse, die ständig im menschlichen Körper vor sich gehen. Erstaunliche Vorgänge finden wir jeden Moment in jedem Quadratmillimeter unseres Körpers. Zum Beispiel geschieht etwas Wundersames in der Hirnanhangdrüse: Ein vom Hypothalamus gesendeter Befehl wird gelesen und verstanden. Aufgrund dieses Verstehens wird eine Entscheidung getroffen und entsprechend dieser Entscheidung werden Stoffe produziert und mit anderem Produktionsmaterial fehlerfrei an einen weit entfernten und somit unbekannten Bereich geschickt. Die Hirnanhangdrüse ist auch nur eine Ansammlung von Zellen. Es ist etwas ganz Erstaunliches, dass diese Zellen einen Befehl bewusst verstehen und ihn ausführen. Durch welches Bewusstsein ist diese Ansammlung von Zellen in der Lage zu „verstehen“, „begreifen“, „Schlüsse zu ziehen“, „Entscheidungen zu treffen“ und „diese Entscheidungen umzusetzen“?
Der menschliche Körper ist eine dunkle Umgebung, in die kein Licht dringt, und in dem sich viele Flüssigkeiten mit großer Geschwindigkeit durch die Gefäße bewegen. Er ist ein dichter und komplizierter Ort. Kein Evolutionstheoretiker konnte jemals erklären, wie eine Reihe von Molekülen in dieser dichten Umgebung dorthin gelangen können, wohin sie wollen, wobei sie andere Stoffe passieren müssen, die um ein mehrfaches größer sind als sie selbst. Dabei werden sie nicht beschädigt oder gehen verloren. Es konnte auch keiner erklären, wie diese Moleküle bestimmte Mittel einsetzen, um andere Stoffe an die Orte zu liefern, wo sie gebraucht werden. Das liegt daran, dass die Evolutionisten, wenn sie mit den wundervollen Beweisen der Schöpfung konfrontiert werden, ihren Ausweg im Zufall suchen. Doch es gibt keinen Raum für Zufälle in der komplexen Struktur des menschlichen Körpers oder irgendeines anderen Lebewesens.
An diesem Punkt müssen wir uns klar machen, dass bei all diesen Vorgängen, die Intelligenz und das Bewusstsein, die wir hier finden, nicht von den Zellen selbst stammen. Eine Zelle hat keine Augen, um zu sehen, keine Zunge, um zu sprechen oder verstanden zu werden, und keine Ohren, um zu hören. Zellen sind eine Schöpfung Gottes, sie sind nur Mittel, um Seine Befehle auszuführen. In jedem Moment führen Sie durch Seine Inspiration Dinge aus, die zu wunderbar sind, als dass sie von ihnen selbst kommen könnten.

Die Eizelle beginnt sich zu entwickeln...
Die Eizelle wird in einem Organ produziert, das in jeder Beziehung speziell für diesen Zweck erschaffen wurde: in den Eierstöcken. Jede Frau hat zwei Eierstöcke, einen rechten und einen linken. In diesen Eierstöcken gibt es einen Raum, der groß genug ist, dass Nervenbahnen, Blut- und Lymphgefäße ein- und austreten können. In diesem Raum befindet sich Fasergewebe, das reich an Blut ist. Damit sich die Eizelle sicher entwickeln kann, muss sie von diesem Gewebe ernährt und geschützt werden. In dieser schützenden Umgebung befinden sich viele Beutel (Follikel) in verschiedenen Größen. In jedem Follikel befindet sich eine primäre Eizelle. Doch es wird normalerweise jeden Monat nur eine einzige reife Eizelle aus den Eierstöcken freigesetzt, so dass sich nur ein einziger Fötus entwickeln kann.
Die Bildung einer Eizelle besteht aus mehreren Schritten. Damit die Eizelle reifen kann, müssen verschiedene Entwicklungsstadien nacheinander durchlaufen werden. Zur Reifung muss die primäre Eizelle eine Mitose- und zwei Meiose-Teilungen durchlaufen und zwar in der richtigen Reihenfolge. Das Ergebnis dieser Teilungen ist eine Änderung der Chromosomenanzahl der Zelle und die Entstehung verschiedenartiger Zellen. Wie bei den männlichen Fortpflanzungszellen, müssen die 46 Chromosomen der weiblichen primären Eizelle auf 23 reduziert werden.
Bei den Teilungen durch Mitose und Meiose entstehen drei kleinere und eine größere Zelle (Ootid). Die kleineren Zellen sterben ab, da sie nicht genügend Nahrung erhalten, während die große Zelle einige Veränderungen durchmacht und zur befruchtungsfähigen Eizelle wird. Wäre jede dieser Zellen gleich groß, so gäbe es nicht genug Nahrung für die Entwicklung der Zygote am Ende des Befruchtungsprozesses. Doch die Tatsache, dass eine der Zellen mehr Nahrung erhält, und die anderen kleiner sind, lässt ein solches Problem gar nicht entstehen.
Die Entwicklung der Eizelle ist kein unkontrolliertes Phänomen, das einfach zufällig abläuft. Wie wir bereits erklärt haben, sind die von der Hirnanhangdrüse unter dem Gehirn ausgeschütteten Hormone, wie beim männlichen Fortpflanzungssystem auch, die Auslöser für diese Entwicklung. Die Stadien der Eizellenreifung und der beteiligten Hormone bei diesem Prozess kann man wie folgt beschreiben:
1. Follikel-Wachstum: In diesem Stadium beginnt sich die Eizelle zu entwickeln. Die primäre Eizelle befindet sich, wie wir bereits erwähnt haben, im so genannten Follikel. Die Bildung des Follikels dauert etwa 14 Tage. Ein Hormon der Hirnanhangdrüse, das FSH (follikelstimulierendes Hormon), gelangt über die Blutbahn in die Eierstöcke. Dieses Hormon ist für die Bildung und Entwicklung des Follikels in den Eierstöcken und der Eizelle aus der primären Zelle im Follikel verantwortlich. Gleichzeitig bewirkt das Hormon die Ausschüttung von Östrogen durch den reifen Follikel.
Östrogen ist ein Hormon, das speziell die Gebärmutter beeinflusst. Es beschleunigt die Mitoseteilungen der Gebärmutterzellen. Der Bereich schwillt an und bildet ein weiches Kissen, an das sich der Embryo nach der Befruchtung anklammert. Darüber hinaus wird durch das Hormon sicher gestellt, dass genügend Blut und Gewebesäfte zur Gebärmutter fließen. Diese Vorbereitungen werden jeden Monat getroffen. Wird eine Eizelle befruchtet, lagert sie sich in diesem speziell vorbereiteten Gewebe an, wo sie ernährt wird und ihre Entwicklung fortführt.
Wie bei jedem Stadium der menschlichen Entwicklung geschieht auch hier ein Wunder. Die Zellen des weiblichen Fortpflanzungssystems bestimmen im Voraus die Bedürfnisse des Embryos, den sie beherbergen werden, treffen Vorbereitungen, um diese Bedürfnisse zu erfüllen und sorgen dafür, dass der Fötus die bestmögliche Umgebung für seine Entwicklung vorfindet. Wie kann eine Ansammlung von Zellen Vorgänge auslösen, die einen solchen Grad an Bewusstsein und Intelligenz voraussetzen? Natürlich kann man unmöglich behaupten, dass die Zellen über dieses Bewusstsein und Intelligenz verfügen. Doch die Zellen des weiblichen Fortpflanzungssystems (auch die Zellen der Hirnanhangdrüse) tun diese Dinge, von denen wir gesagt haben, sie seien unmöglich und bereiten mit Voraussicht die bestmögliche Umgebung für den Embryo vor, den sie nicht einmal kennen.
Ein Mensch mit Verstand kann unmöglich behaupten, dass Zellen diese Dinge aus eigenem Entschluss und eigener Intelligenz tun. Tatsächlich kann nur jemand mit falschen Vorstellungen behaupten, dass Zellen, die aus Atomen ohne Bewusstsein bestehen, das tun können, wozu er selbst wahrscheinlich mit seiner bewussten Intelligenz nicht in der Lage wäre. So ist die Realität deutlich zu erkennen: Alle Zellen, die zur Entwicklung des Menschen beitragen, führen Ihre Aufgaben durch die Inspiration des Schöpfers aus. Sie sind Werkzeuge für die Umsetzung eines Wunders, das geschieht, wenn ein Mensch auf die Welt kommt.
2. Der Eisprung: Zu diesem Zeitpunkt bricht der Follikel, in dem sich die Eizelle befindet, auf und lässt sie frei. Doch die Eizelle, die von den Eierstöcken abgegeben wird, braucht Hilfe. Ansonsten wäre die Eizelle niemals in der Lage, auf die Spermien zu treffen. Also beginnen die Eileiter, die sich zwischen Eierstock und Gebärmutter befinden, mit ihrer Aufgabe. Die Eizelle, die von den Eierstöcken ins Leere entlassen wurde, wird vom Eileiter mit seinen langen Tentakeln, die denen eines Oktopus gleichen, gefangen. Der Eileiter bietet die passende Umgebung zur Befruchtung und die folgenden Vorgänge laufen ab, je nachdem, ob sich Spermien im Eileiter befinden oder nicht.
Das luteinisierende Hormon (LH), das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird, steuert diese Vorgänge. Eine weitere interessante Tatsache über dieses Hormon sollte hervorgehoben werden. Das LH-Hormon ist unbedingt notwendig für das Aufbrechen des Follikels, in dem sich die reife Eizelle befindet und für die Bewegung hin zu der Stelle, an der sie auf die Spermien treffen wird. Würde dieses Hormon nicht ausgeschüttet, könnte der Follikel nicht zum Eisprung gelangen, auch wenn alle anderen notwendigen Hormone vorhanden wären. Doch dieses Problem tritt nicht auf und 2 Tage vor dem Eisprung, aus Gründen, die den Wissenschaftlern immer noch unklar sind, erfolgt ein Anstieg des ausgeschütteten LH-Hormons. Gleichzeitig wird auch mehr FSH ausgeschüttet, und unter Einfluss dieser beiden Hormone vollzieht sich regelmäßig jeden Monat der Eisprung. Auch hier stellt die Hirnanhangdrüse erstaunliche Berechnungen des Zeitpunktes an und schüttet die notwendigen Hormone genau zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge aus.
Natürlich können wir diese bewussten Aktivitäten nicht der Hirnanhangdrüse selbst oder den Zellen, aus der sie besteht, zuschreiben. Daher zeigt sich auch hier wieder eine höhere Intelligenz, der Eine, Der diese Intelligenz und den Willen besitzt: Es ist die Intelligenz und der Wille Gottes, Der sich in all diesen wundervollen Ereignissen in den verschiedenen Stadien der menschlichen Entwicklung zeigt.
3. Das Corpus Luteum (Gelbkörper) – Lutealphase (Gelbkörperphase) Nach dem Ausstoß der Eizelle aus dem Follikel füllt sich der Follikel mit Blut. Spezielle Zellen, die so genannten „Granulosa-“ und „Thekazellen“ befinden sich im leeren Raum um den Follikel. Sie vermehren sich und nehmen den Platz des geronnenen Blutes im Follikel ein. Diese Zellen sammeln gelbes Lipid an und werden daher Luteinzellen, vom Lateinischen luteus, „safran-gelb“, genannt. So schwillt der Follikel, aus dem die Eizelle gekommen ist, mit den Flüssigkeiten an und wird ein aktives Element, der so genannte Corpus Luteum (Gelbkörper).13 Der Gelbkörper spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Gebärmutter für den Embryo und für den Verlauf einer gesunden Schwangerschaft. Die wichtigste Besonderheit dieses Elements ist die Ausschüttung des Hormons Progesteron unter dem Einfluss des LH-Hormons. Progesteron spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Stimulierung der Gebärmutterwände. Die wichtigste Veränderung in der Gebärmutter geschieht in der Gebärmutterschleimhaut. Unter dem Einfluss von Östrogen und Progesteron schwillt die Schleimhaut an. Die Drüsen und Blutgefäße winden sich stark und die Gebärmutterwand wird dicker. Sinn dieser Veränderungen ist die Bereitstellung eines geeigneten Ortes für den Embryo nach der Befruchtung. Zusätzlich ermöglicht dies ein Fortschreiten der Schwangerschaft durch ein Entspannen der Gebärmutterwände. Progesteron beeinflusst auch die Entwicklung der Milchdrüsen.
Die Tatsache, dass ein Hormon ein anderes beeinflussen kann und die Fähigkeit besitzt, dies genau zur richtigen Zeit zu tun, kann nicht durch puren Zufall erklärt werden. Dabei stellen sich einige Fragen: Wie kann ein Molekül, das aus bewusstseinslosen Atomen besteht, selbst solch eine sensible Kraft innehaben und die Initiative ergreifen, die Vorgänge im Körper so passend zu organisieren? Es ist klar, dass die Moleküle, aus denen die Hormone bestehen, nicht über Intelligenz und Bewusstsein verfügen. Dies beweist, dass das System zusammen mit all seinen Eigenschaften von einer höheren Macht erschaffen wurde. Es ist Allah, Herr über Himmel und Erde, Der die Moleküle, aus denen die Hormone bestehen, und die Atome, aus denen diese Moleküle bestehen, zu diesen bewussten Aktivitäten anleitet.
Die Gelbkörperphase dauert 12 - 14 Tage. Am Ende dieses Zeitraums wird der Gelbkörper, wenn keine Befruchtung stattfand, wieder abgebaut und der Vorgang wiederholt sich. Mit dem Abbau des Gelbkörpers werden Östrogen, Progesteron und andere Hormone nicht weiter ausgeschüttet. Das bedeutet, dass hier die Hirnanhangdrüse wieder ins Spiel kommt. Sie beginnt wieder mit der Ausschüttung der Hormone FSH und LH, die das Wachstum eines neuen Follikels bewirken. Doch diese Follikel können sich nicht sofort entwickeln, da der Mangel an Östrogen und Progesteron einen weiteren Schritt auslöst, nämlich die Menstruation.
4. Menstruation: In diesem Stadium wird die unbefruchtete Eizelle vom Körper ausgeschieden. Da keine Befruchtung stattfand, zieht sich die vorher vorbereitete Gebärmutterwand zusammen, die Blutgefäße werden verengt und die Eizelle abgestoßen. Hiernach beginnt der Körper wieder mit der Vorbereitung, die beschriebenen Stadien wiederholen sich.
Der gesamte Ablauf wiederholt sich bei allen Frauen regelmäßig innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Jeden Monat bildet sich eine neue Eizelle, die gleichen Hormone werden ausgeschüttet und der Körper der Frau bereitet sich auf eine mögliche Befruchtung vor. Doch im letzten Stadium ändert sich der Verlauf, je nachdem, ob Spermien vorhanden sind oder nicht.

Vorbereitungen für die Befruchtung
Die Eizelle befindet sich 20 – 25 cm von dem Ort entfernt, an dem die Spermien in den weiblichen Körper gelangen. Diese Entfernung ist 3000 Mal größer als das Spermium selbst. Im Vergleich zu seiner eigenen Größe ist diese Entfernung ziemlich groß und um sie zu überwinden, benötigt das Spermium Hilfe.
Bevor die Eizelle auf das Spermium treffen kann, beginnen die Vorbereitungen sowohl im Körper des Mannes als auch im Körper der Frau. Die Mehrheit dieser Vorbereitungen besteht darin, die Spermien auf ihrer Reise durch den Körper der Mutter zu schützen. Zum Beispiel finden in der Gebärmutter zahlreiche Kontraktionen und Wellenbewegungen statt. Diese ungewöhnlichen Aktivitäten der Gebärmutter und der Eileiter erleichtern den Spermien ihren Weg zur Eizelle. Das Interessante an diesen Kontraktionen ist der Stoff, der sie auslöst. Der Stoff wird Prostaglandin genannt und befindet sich in der Samenblasenflüssigkeit, die mit den Spermien aus dem männlichen Körper stammt. Obwohl er aus einem anderen Körper kommt, kennt dieser Stoff die Struktur der Gebärmutter und beeinflusst sie so, dass der Weg für die Spermien leichter wird.14
Doch damit die Befruchtung stattfinden kann, sind weitere Veränderungen in der Gebärmutter notwendig. Die Eileiter verlängern sich unter dem Einfluss des Hormons Östrogen, die Schleimhaut der Gebärmutter vergrößert sich und wird schwerer. Die hautartigen Gewebe der Epithelzellen, die aus einer oder mehreren Schichten von Zellen bestehen und durch einen kleinen interzellulären Stoff getrennt sind, vermehren sich. Die Struktur der Schleimhaut nimmt eine Form an, die es den Spermien ermöglicht, mithilfe der Schwanzbewegungen durch Freiräume zu gelangen. Diese Veränderung hat aber auch noch eine weitere wichtige Funktion: Die Gewebe dienen als Speicher und Filter, die nur normale Spermien passieren lassen. Manche Spermien haben nicht die geeignete Form zur Befruchtung. In diesem Fall werden sie von diesem Gewebe ausgesondert.
Es ist offensichtlich, dass jede Veränderung der Gebärmutter und der Eierstöcke speziell dafür geschaffen wurde, dem Spermium das Treffen mit der Eizelle zu ermöglichen. Die Schleimhaut beginnt beispielsweise nach dem Eisprung und nachdem sicher gestellt wurde, dass die Eizelle auf die Spermien treffen kann, mit gegensätzlichen Aktivitäten: Sie wird dicker und dichter, so dass keine Spermien mehr hindurch dringen können.
Der Grund für diese Veränderung des weiblichen Fortpflanzungssystems ist es, den Spermien, die den weiblichen Körper erreichen, die Möglichkeit zu geben, die Eizelle zu erreichen. Doch wie wir schon weiter oben gesehen haben, ist dies ein interessantes Thema: Die Elemente im weiblichen Fortpflanzungssystem helfen Zellen, die aus einem vollkommen fremden Körper stammen.
Wie kann es sein, dass eine Zelle so viele detaillierte Informationen über andere Zellen erhält, mit denen sie nicht einmal die gleiche Umgebung geteilt hat? (Auch wenn sie die gleiche Umgebung geteilt hätten, wäre das Ergebnis nicht anders.) Woher weiß eine Zelle z. B., dass die Bewegung anderer Zellen erleichtert werden muss? Die Zellen, die die Flüssigkeit in der Gebärmutter produzieren, können in der Tat unmöglich die Eigenschaften der Spermien kennen oder bewusst eine geeignete Umgebung für sie erschaffen.
Alle Vorgänge, die wir bisher beschrieben haben, geschehen bei allen Frauen gleich. Wenn wir die Funktion dieses harmonischen und sich ergänzenden Systems betrachten, erkennen wir einen klaren Plan und ein bewusstes Design: Die Spermien wurden für den Körper der Mutter geschaffen, die Fortpflanzungsorgane der Mutter sind speziell so beschaffen, dass Sie die Spermien empfangen können. Gäbe es auch nur einen winzigen Defekt in diesem Gleichgewicht, hätten die Spermien z. B. keinen Schwanz, der sie vorwärts treibt, oder wäre die Flüssigkeit nicht vorhanden, die die saure Umgebung in der Gebärmutter neutralisiert, dann wäre die Fortpflanzung nicht möglich.
Dies zeigt eindeutig, dass das perfekte Zusammenspiel zwischen den Fortpflanzungszellen von Mann und Frau das Werk einer bewussten und geplanten Schöpfung ist. Allah, der Allmächtige, Herr über das Universum, hat die Menschen erschaffen aus einem Tropfen Flüssigkeit, Mann und Frau, in perfekter Harmonie zueinander. Wir müssen über die Perfektion von Gottes Schöpfung nachdenken und uns Ihm bedingungslos hingeben, uns vor der unendlichen Macht des Herrn beugen.

In der Erschaffung von euch und in den Tieren, die Er verbreitet hat, finden sich Beweise für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. (Quran, 45:4)

Das Spermium trifft auf die Eizelle
Nachdem sie zahlreiche Stadien bis zur Reifung durchlaufen hat, wird die Eizelle von den Eierstöcken freigesetzt. Dabei umgeben sie viele andere Zellen. Bevor die Eizelle befruchtet werden kann, müssen die Spermien, die den Eileiter erreichen, die so genannten „Granulosazellen“ durchdringen und anschließend den dicken Mantel der Eizelle knacken.
Wie überwindet das Spermium diese Hindernisse?
Hier erkennen wir erneut die Perfektion des intelligenten Designs der Spermien. Im „Akrosom“ der Spermien, das wir bereits beschrieben haben, befinden sich Hyaluronidase- und proteolytische Enzyme. Die Hyaluronidase-Enzyme des Akrosoms zerstören den Stoff (hyaluronische Säure), der die Schichten der Granulosazellen um die Eizelle zusammen hält. Auf diese Weise öffnen sie den Weg für die Spermien durch den Schutzmantel der Eizelle. Das proteolytische Enzym gewährleistet die Auflösung des Proteins im Gewebe um die Eizelle. Mithilfe dieser beiden Enzyme dringt das Spermium zum Kern der Eizelle vor.15
Wie können diese Enzyme der Spermien, die im männlichen Körper weit entfernt von der Eizelle produziert werden, aus einem Stoff bestehen, der perfekt geeignet ist, um die Struktur der Eizelle anzugreifen? Wer entdeckte die Formel hierfür? Wer platzierte diese Enzyme genau an die richtige Stelle, um die Befruchtung der Eizelle zu ermöglichen, d. h. im Kopf des mikroskopisch kleinen Spermiums?
Nicht das Spermium selbst tut diese Dinge. Ein Spermium weiß nichts über die Existenz einer hyaluronischen Säure oder die Wirkung dieser Säure auf die Zellen oder etwa, dass das Hyaluronidase-Enzym die Wirkung der Säure neutralisieren kann. Es reicht außerdem nicht aus, die Formel für diese Säure zu kennen, die Produktion im menschlichen Körper muss auch ermöglicht werden. Und für das Spermium ist es unmöglich, aus eigenem Antrieb ein System im menschlichen Körper zu erschaffen, das in der Lage ist, dieses Enzym herzustellen. Fragen Sie beispielsweise jemanden, der keine medizinische oder chemische Ausbildung genossen hat, nach dem Namen des Enzyms, das die Struktur der hyaluronischen Säure zerstört, oder bitten Sie ihn, die Formel der Struktur dieser Säure aufzuschreiben. Er wäre sicherlich nicht in der Lage, dies zu tun. Doch die Spermazelle bewirkt Dinge, zu denen der Mensch nicht fähig ist. Mit scheinbarer Kenntnis der chemischen Formeln, die es jedoch nicht wirklich kennen kann, verfügt es über Stoffe im eigenen Körper, die gewährleisten, dass es sein Ziel erreicht. Sicherlich widerspricht es jeder Intelligenz und Vernunft, wenn man behauptet, dass das Spermium dies selbst bewirkt. Wenn wir vernünftig darüber nachdenken, erkennen wir, dass die vorhandenen Enzyme im Spermium, die die Struktur der Eizelle beeinflussen, selbst ein Beweis für die Schöpfung sind. Das fehlerfreie Zusammenspiel der Stoffe kann nicht das Produkt zufälliger Ereignisse sein. Die Tatsache, dass das Spermium die chemische Struktur von Zellen kennt, die in einer vollkommen anderen Umgebung leben, dass es die Wirkungen von Chemikalien analysiert, dass es dann, entsprechend den Analyseergebnissen, die notwendigen chemischen Elemente produziert, kann nur durch die Existenz eines Schöpfers mit höherer Intelligenz erklärt werden, der das Spermium mit diesen besonderen Eigenschaften erschaffen hat.
Der perfekte Aufbau des Spermiums ist ein deutlicher Beweis dafür, dass Gott den Menschen, so wie alles andere, erschaffen hat.

Die Spermien setzen ihre Reise fort
Wenn die Spermien die äußere Hülle der Eizelle erreichen, verbindet sich deren äußere Haut fest mit den Oberflächenrezeptoren der Eizelle. Bei dieser Verbindung wirft das Spermium seine äußere Hülle ab (Akrosom). Gleichzeitig setzt die Haut der Eizelle einen Stoff frei, das „Fertilizin“, mit dem das Spermium angezogen wird. Durch dieses Molekül kann sich das Spermium schneller bewegen und leichter mit der Eizellenhaut reagieren. Zusätzlich erleichtert Fertilizin die Reaktion des Akrosoms, das sich im Kopf des Spermiums befindet.
Wenn das Spermium die Eizellenhaut berührt, kommen neue Stoffe ins Spiel und weitere Reaktionen finden statt. Sobald das Spermium die Eizelle berührt, setzt es einen Stoff frei, das „Anti-Fertilizin“, das die Wirkung des von der Eizelle ausgeschütteten Fertilizins neutralisiert. Auf diese Weise hindert das erste Spermium, das die Eizelle erreicht, andere Spermien am Eindringen in die Eizelle.16
Die Haut, die die Eizelle umgibt, erneuert sich selbst etwa zwei Sekunden nachdem die Spermazelle eingedrungen ist und verhindert so, dass andere Spermazellen eindringen können. Bei Untersuchungen konnten mehrere Spermien in die Eizelle eindringen, als die Haut zerstört wurde. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Eizellenhaut so schnell wie möglich wieder geschlossen wird. Nachdem die Eizellenhaut wieder geschlossen ist, kann kein Spermium mehr in die Eizelle eindringen. Wir können die Eizelle mit einem Gebäude vergleichen, das von Sicherheitskräften bewacht wird. Die äußere Haut der Eizelle funktioniert tatsächlich wie das Sicherheitssystem eines Gebäudes, das sehr wichtige Informationen enthält. Ein Zugriff auf das Innere der Zelle wird verhindert.
Sobald ein Spermium in die Eizelle eintritt, schwillt sein Kopf an und es wandert sehr langsam zur Mitte der Eizelle. Innerhalb von 30 Minuten verbindet sich die Eizelle vollständig mit dem Spermium. Das Ergebnis des gesamten Vorgangs ist die Übertragung der genetischen Informationen, die sich im Spermium befinden, an die Eizelle.17
Doch hier müssen wir einen wichtigen Punkt beachten: Wenn sich die Rezeptoren von Spermium und Eizelle gegenseitig akzeptieren, dann verbinden sie sich. Ist dies nicht der Fall, so ist keine Verbindung möglich. Der Grund hierfür ist folgender: Die Eizelle eines jeden Lebewesens schüttet einen Stoff aus, das Fertilizin, das eine besondere chemische Zusammensetzung hat. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, die verhindert, dass Spermazellen einer anderen (nichtmenschlichen) Art in die Eizelle eindringen und eine Veränderung der menschlichen Spezies bewirken. So kann sich eine Katze nicht mit einem Pferd paaren und der Mensch kann sich mit keinem anderen Lebewesen paaren.18
Auch die elektrischen Ladungen von Spermium und Eizelle haben Auswirkungen auf die Befruchtung. Die Eizelle trägt immer eine negative Ladung und das Spermium eine positive. Da sich gegensätzliche Ladungen anziehen, zieht die Eizelle alle Spermien an. Doch sobald das erste Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, wechselt die Ladung sofort. Jetzt nimmt die Eizelle eine positive Ladung an wie die Spermien. Da sich gleiche Ladungen abstoßen, stößt im Moment der Vereinigung die Eizelle alle anderen Spermien zurück.19

Das letzte Stadium der Befruchtung
Wenn das Spermium in die Eizelle eindringt, wirft es den Schwanz ab und lässt ihn draußen. Wir können dies mit einem Space Shuttle vergleichen, das seine Treibstofftanks abwirft, bevor es zur Erde zurückkehrt. Wenn die Treibstofftanks, die das Shuttle außerhalb der Erdatmosphäre antreiben, ihre Aufgabe erfüllt haben, werden sie im All abgelöst. Ist der Treibstoff in den Tanks verbraucht, sind die Tanks nur unnötiger Ballast. Um die Erdatmosphäre verlassen zu können, müssen die Tanks zur richtigen Zeit abgeworfen werden. Auf die gleiche Weise wird der Schwanz des Spermiums, der für die notwendige Energie und Beweglichkeit sorgte, zurückgelassen, wenn das Spermium in die Eizelle eindringt.
Dem aufmerksamen Leser wird deutlich, dass die Befruchtung ein äußerst sorgfältig berechneter und systematischer Vorgang ist. Sehr langsam lösen die Flüssigkeiten, die die Eizelle umgeben, den Schutzschild des Spermiums auf, wenn es die äußere Haut der Eizelle erreicht. Die Enzyme, die in dem Moment freigesetzt werden, in dem der Schutzschild des Spermiums zerstört wird, ermöglichen es dem Spermium, die äußere Haut der Eizelle zu zerstören und weiter in sie einzudringen. Die Änderung der elektrischen Ladung zu diesem Zeitpunkt stößt andere Spermien zurück und schützt den sich neu entwickelnden Organismus vor ungebetenen Gästen.
Wäre ein solch geschütztes und zusammenhängendes System nicht erschaffen worden, so wäre die Vereinigung von Spermium und Eizelle niemals möglich.
Würde die Eizelle keine Flüssigkeit ausschütten, die die Spermien leitet, so würden die Spermien die Eizelle nicht finden, denn verglichen mit ihrer eigenen Größe befindet sie sich sehr weit entfernt.
Besäße das Spermium keinen Schutzschild, so würde es wie andere Mikroorganismen von den Flüssigkeiten, die die Eizelle umgeben, zerstört.
Befänden sich keine lösenden Enzyme unter diesem Schutzschild, so wäre das Spermium niemals in der Lage, in die Eizelle einzudringen, selbst wenn es sie erreichen könnte.
Wären die elektrischen Ladungen von Spermium und Eizelle gleich, so würde die Eizelle das Spermium abstoßen und kein Spermium könnte in die Eizelle eindringen.
Wie wir erkennen, gibt es bei der Vereinigung eines einzelnen Spermiums mit einer Eizelle ein außergewöhnliches Gleichgewicht und exakte Berechnungen. Darüber hinaus fand dieses Gleichgewicht und diese Berechnungen nicht nur ein einziges Mal statt. Seit Beginn der Menschheit haben sich diese Vorgänge in jedem Einzelnen der Millionen Menschen, die auf der Erde leben und gelebt haben, wiederholt.
Nicht in einem einzigen Stadium dieser wundervollen Abläufe gibt es Raum für Zufälle. Die gesamten Vorgänge zeigen deutlich, dass Allah die Menschen erschaffen hat.

Denn Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles gehorcht Ihm. Und Er ist es, der die Schöpfung erstmals hervorbringt. Dann bringt er sie erneut hervor, was Ihm ein leichtes ist. Und Er ist das erhabenste Wesen in den Himmeln und auf Erden. Und Er ist der Mächtige, der Weise. (Quran, 30:26-27)

Aucun commentaire:

Enregistrer un commentaire