mardi 30 mars 2010

DIE ENTWICKLUNG

Die Umwandlung beginnt:
Die drei Stadien des Babys im Bauch der Mutter
Wie wir gesehen haben, stellt jede Phase, von der Spermienbildung und der Eizellenentwicklung bis hin zur Vereinigung der beiden Zellen, ein wahres Wunder dar. Die Entwicklungen nach dieser Vereinigung und die aufwendigen Vorbereitungen, die im weiblichen Körper ablaufen, zeigen uns weitere wundervolle Vorgänge.
Innerhalb weniger Stunden nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium, teilt sie sich und wächst. Heute wissen wir, dass das Baby im Bauch der Mutter drei Stadien der embryonalen Entwicklung durchläuft. Dieses Wissen, das erst durch langjährige Forschungsarbeiten und mithilfe modernster Technologie erlangt werden konnte, wurde bereits vor 1400 Jahren im Quran beschrieben. Wir finden die wissenschaftlichen Fakten in folgendem Vers:

... Er erschafft euch in den Schößen euerer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, durch drei Finsternisse. So ist Allah, euer Herr. Sein ist das Reich. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Wie könnt ihr euch dann abwenden? (Quran, 39:6)

In diesem Vers werden drei unterschiedliche Stadien genannt, die der Mensch während seiner Entwicklung im Mutterleib durchläuft. Und tatsächlich hat die moderne Biologie herausgefunden, dass ein Baby im Mutterleib drei unterschiedliche Entwicklungsstadien durchläuft, genau wie es im Vers beschrieben wird. Dies gehört zum grundlegenden Wissen, das wir in allen Büchern zum Thema Embryologie finden, die heutzutage in medizinischen Fakultäten zur Pflichtlektüre gehören. Zum Beispiel wird in Basic Human Embryology (Grundlagen der menschlichen Embryologie), ein Standardwerk der Embryologie, folgendes gesagt:
Die Lebensphase in der Gebärmutter durchläuft drei Stadien: (i) das Keimzellenstadium: die ersten zweieinhalb Wochen; (ii) das Embryonalstadium: bis zum Ende der 8. Woche, und (iii) das Fötalstadium: von der 8. Woche bis zur Geburt.20
Diese Phasen umfassen die verschiedenen Entwicklungsstufen des Babys. Die wesentlichen Merkmale dieser drei Entwicklungsstadien können folgendermaßen zusammengefasst werden:
- Keimzellenstadium: In dieser ersten Phase wächst die Zygote (die gerade befruchtete Eizelle), indem sie sich teilt. In den ersten drei Wochen gräbt sich der entstandene Zellklumpen in die Gebärmutterwand ein. Während sich die Zellen weiter teilen, formen sie drei Schichten.
- Embryonales Stadium: Das embryonale Stadium ist die zweite Phase, die fünfeinhalb Wochen dauert. In dieser Phase wird das Baby Embryo genannt. Es bilden sich die wichtigsten Organe und Systeme des Körpers aus den Zellschichten.
- Fötales Stadium: Ab diesem dritten Stadium der Schwangerschaft wird der Embryo als „Fötus“ bezeichnet. Diese Phase beginnt in der achten Woche der Schwangerschaft und dauert bis zur Geburt. In diesem Stadium sind Gesicht, Hände und Füße erkennbar und das Baby nimmt die Gestalt eines menschlichen Wesens an. Obgleich es nur 3 cm lang ist, sind alle Organe bereits angeordnet. Diese Phase dauert 30 Wochen bis zur Geburt.
Die drei Stadien, die wir hier kurz umrissen haben und die wundervollen Entwicklungen, die in jedem Stadium ablaufen, werden auf den folgenden Seiten näher beschrieben.

Die erste Zelle teilt sich
Die Zelle mit 46 Chromosomen, die sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle gebildet hat, ist die erste Zelle eines neuen Menschen, der nach neun Monaten das Licht der Welt erblicken wird. Die allererste Zelle, die den gesamten Bauplan für den Körper enthält, wird „Zygote“ genannt.
Die erste Zellteilung geschieht in den ersten 24 Stunden nach der Vereinigung von Spermium und Eizelle. Die beiden neu entstandenen Zellen sind genau identisch. Und so beginnt der erste Tag der neun Monate dauernden Lebensphase im Mutterleib. Jetzt befindet sich nicht mehr nur eine, sondern zwei Zellen im Bauch der Mutter. Später werden aus diesen beiden Zellen vier Zellen, die sich immer weiter durch Zellteilung verdoppeln.21
Die Zellen des Zellklumpens im Eileiter teilen sich weiter, wachsen und bewegen sich hin zu der Stelle, an der sie die nächsten neun Monate verbringen werden. Dieser Ort ist die Gebärmutter (Uterus).
Zu dieser Zeit werden in der Gebärmutter wichtige Vorbereitungen getroffen. Blut strömt in die Gebärmutter und macht sie stark und widerstandsfähig. Wie wir bereits beschrieben haben, wird das Corpus-Luteum (Gelbkörperhormon) in den Eierstöcken vermehrt ausgeschüttet und informiert den Körper über die beginnende Schwangerschaft. In der Zwischenzeit bewegt sich die Zygote mit Schwimmbewegungen zum Uterus und sendet dabei biochemische Signale mit der Nachricht: „Hier bin ich!“ Durch diese Meldung bereitet sich der Körper der Mutter vor und stellt das notwendige Salz, Eisen, Blut und die Vitamine bereit, die der Fötus benötigt. Gleichzeitig erreicht die von der Zygote ausgeschüttete biochemische Meldung (das hCG-Hormon) die Eierstöcke der Mutter und bewirkt die Ausschüttung eines weiteren Hormons, wodurch eine weitere Periode der Eireifung (menstruelle Periode) verhindert wird.22
Die Zygote besteht immer noch aus nur wenigen Zellen. Die Tatsache, dass die Zygote weiß, wo sie sich befindet und sofort Signale sendet, die für die nächsten neun Monate entscheidend sind, ist schon sehr außergewöhnlich. Woher weiß sie, wem sie die Meldung schicken muss? Woher wissen die verschiedenen Organellen, die die Signale erhalten, dass diese von einem mikroskopisch kleinen Stück Fleisch stammen, das sie niemals zuvor gesehen haben, aber dem sie helfen, indem sie dessen Lebensumgebung vorbereiten. Außerdem besteht das von der Zygote ausgeschüttete Hormon aus Molekülen. Woher wissen die Zellen, die diese Moleküle empfangen, was mit diesen Molekülen überhaupt beabsichtigt wird? Wenn ein Mensch eine Nachricht in einer Sprache erhält, die er versteht, so kann er sie lesen und verstehen und aus diesem Verständnis heraus Entscheidungen treffen. Aber in diesem Fall besteht die Nachricht aus einem Hormon, das aus einigen wenigen Molekülen besteht. Die Nachricht wird von einer Ansammlung von Zellen gesendet und eine etwas größere Ansammlung von Zellen ist der Empfänger. Es ist gewiss ein Wunder, dass Zellen Botschaften (Hormone) lesen und verstehen können, gerade so, wie ein Mensch eine Nachricht versteht, die er liest.
Und woher weiß die Zygote, welche Stoffe sie im Laufe ihres Wachstums benötigt?
Denken Sie z. B. an sich selbst. Was müssen Sie essen, damit Ihr Körper stark wird? Welche Mineralien müssen Sie zu sich nehmen? Das können Sie nur wissen, wenn Sie sich mit wissenschaftlichen Studien befassen, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurden. Wie wirken Potassium, Phosphor und Kalzium in Ihrem Körper? Aus welchen Nahrungsmitteln erhalten Sie diese Stoffe? Wann sollten Sie diese Nahrungsmittel zu sich nehmen und wie viel davon? Dies sind Dinge, die Sie nicht wissen können, ohne einen Experten zu befragen. Sie, als denkende, sehende, intelligente und fühlende Person, mit der Fähigkeit zu sprechen, können diese Dinge nur erfahren, indem Sie sich Hilfe suchen. Dagegen weiß ein winziger Zellklumpen, was er braucht und dass es notwendig ist, dies zu produzieren. Er weiß, wer die Stoffe herstellen kann und dass ein Signal ausgesendet werden muss, um den Herstellungsprozess zu starten. Darüber hinaus weiß der Zellklumpen, obwohl er sich erst seit ein paar Tagen im Körper befindet, wie chemische Informationen gesendet werden und er setzt voraus, dass verschiedene Organe im Körper in der Lage sind, diese chemischen Informationen zu empfangen.
Natürlich kann man nicht behaupten, dass ein Zellklumpen diese außergewöhnlichen Informationen besitzt und aufgrund seines Wissens in der Lage ist zu planen. Es gibt eine höhere Macht, die die Zellen ihre wundervollen Funktionen ausführen lässt und sie auf eine Weise erschafft, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese Macht gehört Allah, dem einzigen Herrscher der Himmel und der Erde. Als Beweis Seiner unendlichen Gewalt hat Allah mikroskopisch kleine, bewusstseinslose, lebende Zellen inspiriert, ihre komplizierte Aufgabe bis zur Perfektion auszuführen, und zwar in einer Weise, die das menschliche Gehirn niemals verstehen kann.

Der Zellklumpen bewegt sich
Der Zellklumpen bewegt sich zu einem sicheren Ort, der für ihn geschaffen wurde, und setzt dort seine Zellteilung fort. Alle 30 Stunden findet eine Teilung statt. Die Zellen verdoppeln sich exponentiell auf 2, 4, 8, 16 usw., bilden allmählich eine kleinere Klumpenform und bewegen sich langsam zusammen mit den erfolglosen Spermazellen vom Eileiter zur Gebärmutter.
Wenn man den Eileiter vergrößert und untersucht, was dort vor sich geht, so sieht es dort aus wie auf dem Grund des Ozeans. Der Zellklumpen setzt seinen Weg mithilfe der wellenartigen Bewegungen im Eileiter fort. Die Bewegung, die bei der Befruchtung der Eizelle mithalf, indem sie die Spermien zur Eizelle leitete, trägt diesmal die Eizelle zur Gebärmutter. Winzige Flimmerhärchen (Cilia) auf der Oberfläche der Eileiterzellen bewegen sich in die gleiche Richtung. Auf diese Weise tragen sie die Eizelle wie ein kostbares Objekt zu der Stelle, an die sie gelangen muss.
Alle Elemente arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, als hätten sie einen Befehl von einer gemeinsamen Kommandozentrale erhalten. Diesen Befehl erhalten sehr unterschiedliche Körperbereiche und führen ihn aus.
Während sich der Zellklumpen im Eileiter befindet, durchläuft er eine Reihe verschiedener Phasen der Teilung. Ein Klumpen von etwa 100 Zellen gelangt in die Gebärmutter. Doch um sich teilen zu können, benötigen die Zellen Nährstoffe. Diese Notwendigkeit kann als ein weiterer wichtiger Aspekt des Wunders der menschlichen Entwicklung betrachtet werden. Allah hat den Eileiter so erschaffen, dass er die Bedürfnisse der Zygote vollständig erfüllt. Im Eileiter wechseln sich Sekretionszellen mit den kleinen haarähnlichen Zellen ab. Die Sekretionszellen produzieren große Mengen an Sekreten, einschließlich organischer Moleküle, Ionen und Wasser zur Ernährung der Zygote.24
„… die Gebärmutter nimmt an Größe zu und schützt den Embryo. Der Eileiter unternimmt alles Notwendige, um die Zellen zu ernähren …“ Bis hierher haben wir über das Gewebe und die Organe gesprochen, die den Zellklumpen, der sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle entwickelt, schützen und alles Notwendige unternehmen, um ihn zu ernähren und den Empfang des Zellklumpens vorzubereiten. Wir dürfen hierbei nicht vergessen, dass die Organe und Gewebe selbst aus Zellen bestehen. Wie kann es also sein, dass eine Zelle die Bedürfnisse einer anderen Zelle spüren kann und genau zur richtigen Zeit die Veränderungen durchmacht, die notwendig sind, um sie zu ernähren und zu beschützen?
Wenn wir diese Frage betrachten, kommt uns als erstes in den Sinn, dass es eine Intelligenz geben muss, die die Zellen steuert. Niemand mit Verstand kann folgendes Märchen glauben: „Eines Tages begannen sich die Zellen zufällig zu verändern und waren danach irgendwie in der Lage, die nötigen Nährstoffe für die Zygote zu produzieren. Anschließend entschieden sie, diese wundervollen Ereignisse in allen Frauen durchzuführen.“ Es ist klar, dass jeder, der dies behauptet, ein Lügenmärchen erzählt. Die Vorbereitungen, die die Gebärmutter für die Unterbringung des Embryos trifft, und die besonderen Eigenschaften der Eileiter, die die notwendigen Nährstoffe für die Zygote bereit halten, sind Dinge, die nur durch die Allwissenheit Gottes geschehen können. Jedes dieser Ereignisse ist ein Beweis des Mitgefühls und der Gnade, die Allah für jedes Lebewesen Seiner perfekten Schöpfung hat.

Der Zellklumpen setzt sich
in der Gebärmutter fest
Damit die Schwangerschaft gesund verlaufen kann, muss der Zellklumpen einen geeigneten Platz finden, an dem er sich an der Gebärmutterwand festhält. Er muss sich einen Platz suchen, der ihm Schutz bietet und der die Geburt in neun Monaten erleichtert. Außerdem muss sich die Stelle in der Nähe der Blutgefäße der Mutter befinden, über die das Baby seine Nahrung erhält. Der beste Platz, der diese Voraussetzungen erfüllt, ist die Gebärmutterwand.
Der Zellklumpen, der sich vom Eileiter zur Gebärmutter hin bewegt, hat ein ganz bestimmtes Ziel. Er befindet sich 3 - 4 Tage im Eileiter. In dieser Zeit versucht er weder sich anzuklammern, noch sich niederzulassen. Er weiß, dass er außerhalb der Gebärmutter keine Stelle findet, an der er überleben kann, wenn er sich anklammert. Er bewegt sich zur Gebärmutter, wo er in der Gebärmutterwand einen Ort findet, an dem es zahlreiche Blutgefäße gibt und er sich einnisten kann. Wie ein Samen, der in der Erde sprießt und Wurzeln schlägt, so wächst der Zellklumpen nun weiter und gräbt sich tiefer in das Gewebe, das ihn mit Nährstoffen versorgt. Dort stellt er neue Kanäle zur Nährstoffaufnahme her.
Hier müssen wir uns über etwas klar werden. Es ist ein Wunder, dass der Zellklumpen in der Lage ist, den bestmöglichen Platz zu finden. In seinem Buch, Beginning Life, stellt G. Flanagan die Frage: „Wie trifft der Klumpen eine solch erstaunliche „zukunftsorientierte“ Auswahl?“
Der Punkt, auf den Flanagan hier hinweist, ist sehr wichtig. Um die Wichtigkeit zu verdeutlichen, betrachten Sie folgendes Beispiel: Stellen Sie sich ein Baby vor, das gerade anfängt zu laufen. Sie stellen dieses Baby in ein Gebäude, das Millionen Mal größer ist, als es selbst und das es niemals zuvor gesehen hat. Dann erwarten Sie, dass dieses Baby in diesem Gebäude den Raum mit der bestmöglichen Umgebung finden kann. Könnte ein kleines Baby so etwas schaffen? Sicherlich nicht. Wenn dies für ein Baby unmöglich ist, das noch nicht das Alter erreicht hat, in dem es seine geistigen Fähigkeiten benutzen kann, ohne Erfahrung oder Wissen, wie viel mehr ist es dann unmöglich für ein Stückchen Fleisch, das nur ein paar Zentimeter groß ist und sich in der Dunkelheit des Körpers bewegt, den besten, bequemsten und sichersten Ort zu finden?
Und dieser Zellklumpen ist noch nicht einmal ein menschliches Wesen. Denken Sie daran, dass wir hier von einem Stück Fleisch sprechen, das aus höchstens 100 Zellen besteht (im Moment) ohne Ohren, Augen, Gehirn, Hände oder Arme. Doch der Zellklumpen beweist ungewöhnliche Kenntnisse, nistet sich in der Gebärmutter ein, die für ihn der beste Ort ist.
Die Wunder der menschlichen Entwicklung enden aber auch hier nicht. In jeder Phase der Entstehung eines Menschen gibt es eine eindrucksvolle Kette wundervoller Vorgänge. Wir haben beschrieben, wie sich die befruchtete Eizelle teilt und wie sie ihren Platz für ihre weitere Entwicklung findet. An diesem Punkt stellt sich eine weitere Frage: Der Zellklumpen, der aus vollkommen identischen Zellen besteht, besitzt keinen speziellen Anker oder ein ähnliches Organ, mit dem er sich an einer Stelle festhalten könnte. Wie kann er sich also an der Gebärmutterwand festhalten?
Die Art und Weise, wie sich der Zellklumpen an die Wand der Gebärmutter klammert, ist Teil eines interessanten und äußerst komplexen Systems. Die Zellen der äußeren Schicht des Zellklumpens schütten ein Enzym aus, die so genannte Hyaluronidase. Dieses Enzym (wie wir bereits im Fall des Spermiums erwähnt hatten) ist in der Lage, die Säureschicht (hyaluronische Säure) im Gewebe der Gebärmutterwand anzugreifen. Auf diese Weise können die Zellen des Zellklumpens das Gebärmuttergewebe auflösen und in die Gebärmutter eindringen. Einige Zellen des Zellklumpens lösen die Zellen der Gebärmutter auf, dringen tiefer in sie ein und halten sich in der Wand fest.
Wie bereits erwähnt, ist die Tatsache, dass eine Zellmasse den bestmöglichen Platz finden kann und bestimmen kann, dass es notwendig ist, sich an diesem Platz festzuhalten, wirklich ganz erstaunlich. Durch sein Verhalten beweist diese winzige Ansammlung von Zellen die Fähigkeit, seine Bedürfnisse zu bestimmen und dementsprechend zu handeln. Und es ist noch erstaunlicher, dass die Zellen wissen, wie sie sich festklammern können und dass einige Zellen die besondere Fähigkeit haben, dies überhaupt zu tun. Sicher ist es unmöglich, dass diese Zellen durch ihre eigene Intelligenz und ihren eigenen Willen die hyaluronische Säure der Gebärmutterwand analysieren und das Hyaluronidase-Enzym ausschütten, das sie auflöst.
Wie wir bereits festgestellt haben, ist ein Mensch ohne besondere chemische Ausbildung hierzu nicht in der Lage. Dennoch verfügen einige Zellen über die notwendigen chemischen Informationen und produzieren, was sie für ihre weitere Existenz benötigen. Darüber hinaus geschieht dieser Vorgang nicht nur ein einziges Mal, sondern bei jedem Menschen, der existiert bzw. existiert hat.
Wir erkennen in dem, was wir bisher beschrieben haben, nämlich die Entstehung des Zellklumpens, aus dem sich später der Embryo entwickelt und die Veränderung der Zellen, die ihn beschützen, einen bestimmten und bewussten Plan. Genau zur richtigen Zeit durchlaufen die Zellen des Eileiters eine Veränderung und genau zur richtigen Zeit beginnen die Zellen, die die äußere Oberfläche des Zellklumpens bilden, ein Enzym (Hyaluronidase) auszuschütten. Dieser bewusste Plan zeigt, dass die Funktionen, die im menschlichen Körper ablaufen, von einer höheren Intelligenz gesteuert werden.

Er ist es, Der euch in den Mutterschößen bildet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Weisen! (Quran, 3:6)

Zellen mit unterschiedlichen Funktionen
Am achten Tag beginnen die Zellen, sich unterschiedlich zu entwickeln und bilden zwei Gruppierungen, eine innere und eine äußere. Die innere Zellmasse (Embryoblast) bildet die Zellen, die der Embryo sein ganzes Leben lang besitzen wird. Die äußeren Zellen (Trophoblast) bilden die Zellen, die dem Menschen während seines Daseins im Mutterleib bis zur Geburt helfen.
Die innere Zellmasse trennt sich von der äußeren Gruppe, die der ersten Gruppe neun Monate lang dient. Der Zwischenbereich wird zur Nabelschnur, die sich später entwickelt und die Verbindung zwischen Embryo und Plazenta herstellt.
Etwa gleichzeitig mit der Entwicklung der Plazenta wird die innere Zellmasse flacher und bildet drei Zellschichten in der so genannten „Keimscheibe“. Die drei Zellschichten werden Ektoderm, Mesoderm und Endoderm genannt. Während der Differenzierung bewegen sich Zellen aus jeder Schicht zu bestimmten Bereichen der Keimscheibe und klappen zusammen, um Röhren oder Klumpen zu bilden. Diese Röhren und Klumpen entwickeln sich zu verschiedenen Geweben und Körperorganen.23
Zellen der äußersten Schicht, dem Ektoderm, bilden das Gehirn, das Rückenmark, die Sinnesorgane und die Augenlinse. Darüber hinaus bildet sich aus dieser Schicht die Epidermis, die Schweißdrüsen, der Zahnschmelz, Haare und Nägel. Die innerste Schicht des Embryos (Endoderm) ist für die Entwicklung der Organe des Verdauungs- und Atmungssystems (Leber, Lungen, Bauchspeicheldrüse usw.) und die entsprechenden Drüsen (Schilddrüse, Thymus usw.) verantwortlich. Die dritte Schicht (Mesoderm) bildet sich zwischen den beiden anderen Schichten. Aus dieser Schicht werden Herz, Muskeln, Knochen, Sehnen, Nieren, Drüsen, Blutgefäße und Fortpflanzungsorgane geformt. Außerdem bilden sich aus dieser Schicht die Lymphgefäße und das Epithel (Oberfläche, Gewebe), das die innersten und äußersten Oberflächen des Körpers und seiner Organe bedeckt. Alle Zellen der Körpergewebe bilden sich aus den Stammzellen, die sich aus einer dieser Schichten entwickeln.
Wir sollten über die Bedeutung des letzten Satzes nachdenken, denn sie ist für das Verständnis der wundervollen Entwicklung des Menschen wichtig. Die Tatsache, dass sich alle Elemente des menschlichen Körpers (Organe, Gewebe, Systeme, Blutgefäße, Blut usw.) aus nur drei Schichten entwickeln, aus denen der Embryo besteht, wirft für nachdenkende Menschen die Frage auf: Woher kommt die höhere Intelligenz, über die die Zellen verfügen?
Wir dürfen dabei einige Details nicht außer Acht lassen, die die Entwicklungen noch erstaunlicher machen. Zum Beispiel gibt es im Verlauf der Entwicklung eines Menschen ein perfektes Zusammenspiel dieser drei Zellschichten. Damit sich die ca. 200 Zellarten unseres Körpers aus diesen drei Zellarten entwickeln können, ist eine bestimmte Reihenfolge und Zeitberechnung notwendig. Zum Beispiel ist die Abfolge der Differenzierung der Blutzellen und der Hautzellen recht unterschiedlich. Dies ist ein bemerkenswertes Phänomen, das eine Reihe von Fragen aufwirft.

Der Ablaufplan der Zellen, durch den der Körper seine Form erhält: Wie sieht er aus?
Nun ist der Zellklumpen zu einem Embryo geworden, worin die Bedeutung steckt: „es wimmelt darin“. Würden wir die Zellen in dieser Zeit beobachten, so könnten wir viel Aktivität feststellen. Ähnliche Zellen teilen und verdoppeln sich zu einer bestimmten Zeit und einige dieser Zellen beginnen, unterschiedliche Strukturen anzunehmen. Dieser Prozess ist anfänglich noch nicht erkennbar, doch mit jedem Tag, der vergeht, wird deutlich, dass der Sinn dieser Aktivitäten die Bildung eines neuen Lebewesens ist. Schnell und nach einem festgelegten Programm werden die Funktionen gestartet, die für die Entstehung eines menschlichen Körpers unerlässlich sind. Alle Zellen gehen ähnlich wie Arbeiter, die eine Aufgabe erledigen wollen, gruppenweise an die Arbeit. Später schließen sich die Zellgruppen, die ein Organ bilden, zusammen, formen eine Masse und bereiten sich auf die Bildung des Organs vor. Als Ergebnis dieser intensiven Aktivitäten werden einige Zellen zu Knochenzellen, andere zu Haut- und Muskelzellen.24

Die Knochenzellen sammeln sich an den Stellen, an die die Knochen gehören. Die Muskelzellen sammeln sich an den Stellen, an die die Muskeln gehören. Einige Zellen bewegen sich zu tiefer gelegenen Orten und beginnen mit der Bildung der inneren Organe. Einige formen das Gehirn, einige die Augen und andere die Blutgefäße. Nach und nach kommen neue Vorgänge hinzu, z. B. die Bewegung der Zellen zu ihren bestimmten Plätzen und der Aufbau einiger Organe durch programmiertes Absterben bestimmter Zellen usw. Kurz, im Verlauf der Differenzierung wird eine perfekte Strategie verfolgt, bei der die Zellen ihre Aktivitäten nach einem festen Plan ausführen.
Die Inspiration, wie die Vorgänge abzulaufen haben, wird jeder Zellgruppe einzeln eingegeben. Die in der DNA enthaltenen Informationen in jeder Zelle sind gleich. Doch nur wenn jede Zellgruppe diese Informationen nach dem Gesamtplan umsetzt und die für sie bestimmte Aufgabe erfüllt, können sich alle Strukturen entwickeln, mit denen die Organe ihre Funktionen ausüben können. Neben dieser Art der Differenzierung wächst die Anzahl der Zellen durch kontinuierliche Teilung. Diese perfekte Organisation hält immer ihre Grenzen ein. Dank der Vorbereitungen, die für die Bildung des Herzens, der Augen, des Gehirns, der Arme, Beine und anderer Organe getroffen werden, nimmt der Körper allmählich Gestalt an.25
So weit so gut, doch wer gibt den Zellen, die alle aus einem einzigen Stoff bestehen, die Anweisungen? Wie können Zellen ohne Intelligenz, Bewusstsein und Gefühl überhaupt Anweisungen verstehen und ausführen?
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Plan, der die Differenzierung der Zellen und deren Bestimmungsort im Körper festlegt, in der DNA gespeichert ist. Doch dies wirft die Frage auf: Wer hat diesen genialen Plan so perfekt in diese mikroskopisch kleine Datenbank geschrieben, die sich in den Zellkernen befindet?
Und wer bewirkt, dass die Zellen den in der DNA gespeicherten Plan lesen und ihn fehlerlos ausführen? Wie können Millionen verschiedener Zellen die entsprechenden Informationen für sich selbst aus einer riesigen Datenbank der DNA heraussuchen und ihre Struktur nach diesen Informationen ändern?
Schauen wir uns beispielsweise die Zellen an, aus denen unsere Augen bestehen: Woher wissen sie, wann sich die Pupille vollständig gebildet hat? Woher wissen sie, wie man die Retina aufbaut, die Augenmuskeln und die Linse und wie passen sie die Größe an? Und woher wissen sie, wann sie diesen Prozess beenden müssen?
Oder woher kennen Zellen, die niemals zuvor eine Leber, Nieren oder eine Bauchspeicheldrüse gesehen haben, die Besonderheiten dieser Organe und verändern ihre Struktur entsprechend dieser Kenntnisse?
Darüber hinaus müssen die Zellen bei den Veränderungen viele Faktoren beachten, damit sie die jeweiligen Organe formen können. Eine Zelle, die z. B. eine Gehirnzelle werden soll, muss das Nervensystem beachten, die Ernährung des Gehirns, die Versorgung mit Sauerstoff, die Erstellung von Verbindungen zwischen den Nerven des Körpers, sie muss auch die Regionen des Gehirns berücksichtigen, die für Sehen, Hören oder Fühlen zuständig sind. Andere Zellen beurteilen die Möglichkeit, dass das Gehirn beschädigt werden könnte und schützen es. Sie beachten die negativen Faktoren, die während der Geburt geschehen können und entwickeln sich dementsprechend. Das ist alles gut und schön, doch wie können die Zellen so vorausschauend handeln?
All diese Fragen zeigen, dass die Geburt eines Menschen ein großes Wunder und die Evolutionstheorie an diesem Punkt in eine Sackgasse geraten ist. Kein Evolutionist kann die außergewöhnliche Kooperation erklären, die zwischen den Genen der DNA besteht, wenn die Zellen Organe bilden und dem Körper seine Form verleihen. Die Tatsache, dass die Gene, eine Ansammlung bewusstseinsloser Atome, nicht zufällig eine solch bewusste Harmonie herstellen können, ist so offensichtlich, dass die Evolutionisten im Allgemeinen bevorzugen, dieses Thema zu übergehen.
Hoimar von Ditfurth, ein deutscher Evolutionswissenschaftler, sagt folgendes über die wundervolle Entwicklung, die im Bauch der Mutter abläuft.
Wie sich eine einzelne Zelle teilen kann, um zahlreiche unterschiedliche Zellen zu bilden, sowie die perfekte Kommunikation und die Zusammenarbeit der Zellen, übertrifft alles, was Wissenschaftler in Erstaunen versetzen kann.26
Und G. Flanagen, der Autor von Beginning Life schreibt:
Wie wird eine solch weitreichende Organisation erzielt? Was lässt die Zellen handeln, als wüssten sie, wo sie hingehören und was sie sind, und was sagt ihnen, was sie tun müssen, wenn sie angekommen sind? Und wie können sie in einer solchen Harmonie mit ihren Nachbarzellen zusammen arbeiten?27
In der Antwort, die Flanagan auf diese Fragen zu geben versucht, ist er weit davon entfernt, diese wundervollen Ereignisse zu erklären.
Diese bedeutsamen Fragen führen uns in die Welt der fast unendlich kleinen Moleküle in den Zellen, vor allem zu jenen, aus denen die Gene bestehen und die das genetische Programm bestimmen. Seit dem Aufkommen der Molekularbiologie ist es erstmals möglich, einige dieser Prozesse zu erkennen und zu beschreiben. „Das Buch des Lebens, so scheint es, wurde plötzlich offen gelegt …“, und doch sind es nur einige faszinierende Seiten daraus. Wir sind immer noch weit davon entfernt, das Ganze zu verstehen.
Es ist klar, dass die Zellen aufgrund eines ständigen molekularen Dialogs so gut zusammen arbeiten und sie ihre eigenen genetischen Anweisungen entsprechend anpassen. Die Anweisungen befinden sich in den Genen in Form des so genannten genetischen Codes, der durch die Anordnung der Moleküle wie Buchstaben eines speziellen Alphabets dargestellt ist. Das genetische Programm für das Baby, das dieser Code enthält, wurde am ersten Tag der Vereinigung der Elternzellen aufgebaut. Seit diesem Zeitpunkt, wurde jedes Mal, wenn sich eine Zelle teilte und zwei neue Zellen bildete, eine exakte Kopie aller Gene erstellt und an jede neue Zelle weitergegeben. Daher trägt jede Körperzelle genau die gleichen Gene und besitzt das vollständige genetische Programm.
Jede Zelle könnte, wenn ständig das vollständige Programm aktiv wäre, einfach immer weiter Klone von sich selbst erstellen, alle mit der gleichen Bestimmung und Funktion. Doch die große Vielfalt der gebildeten Zellen und die Verteilung auf unterschiedliche Körperbereiche kommt dadurch zustanden, dass sich Gene ein- und ausschalten können. Nicht alle sind zu jeder Zeit aktiv. Während des Ablaufs des ausgeklügelten Programms, geschieht dies durch die Reaktion auf Signale der Nachbarzellen.
Man kann diese Vorgänge als einen genau ausgeführten Aufbauplan betrachten, der eine enge Zusammenarbeit der einzelnen Elemente voraussetzt. Jedes kennt den großen Plan, jedes sendet Signale und reagiert auch präzise auf Signale von anderen, um sich in den Gesamtplan einzupassen. So ähnlich arbeiten auch die Zellen des Embryos gemeinsam, mit Genen, die sich nach Bedarf ein- oder ausschalten.28
Wie wir aus den Erklärungen oben erfahren, bedeutet die Tatsache, dass die Zellen sich voneinander differenzieren und vollkommen unterschiedliche Funktionen übernehmen, dass es ein „genetisches Programm“ gibt, durch das die Zellen sich nach einem bestimmten Plan verhalten. Es stimmt, dass sich in jeder Zelle ein perfektes Programm befindet, doch viel wichtiger ist folgendes: Wer hat dieses PrgrammProgramm geschrieben und den Zellen eingepflanzt? Das Programm, über das wir sprechen, ist kein gewöhnliches Computerprogramm. Durch Anwendung dieses Programms formen die Zellen ein menschliches Wesen, das in sich selbst Millionen von zusammenhängenden komplexen organischen Strukturen aufweist, einen Menschen, der hören, sehen, fühlen, denken, Entscheidungen treffen, Freude verspüren, Schönheit schätzen und seine eigenen Zellen und DNA erforschen und daraus Schlussfolgerungen ziehen kann. Darüber hinaus ist es sicherlich ein Wunder, dass die Proteinmasse, die wir Zellen nennen, ein solches Programm überhaupt verstehen, dementsprechend handeln, notwendige Vorkehrungen treffen und jede Entwicklungsstufe vollständig ausführen kann.
Richard Dawkins, ein bekannter moderner Evolutionist, kann sich nicht erklären, wie die Gene, die das menschliche genetische Programm enthalten, bei der Entwicklung des Menschen so perfekt zusammen arbeiten können.
Die embryonale Entwicklung wird von einem zusammenhängenden Beziehungsnetz gesteuert, das so komplex ist, dass wir besser nicht darüber nachdenken sollten.29
Dawkins hat verstanden, dass die Beziehungen zwischen den Genen, die für die wundervolle Entwicklung des Menschen verantwortlich sind, und die außergewöhnlichen Fähigkeiten dieser Gene nicht zufällig entstanden sein können und dass es nicht möglich ist, dieses komplexe System mit den Mechanismen der Evolution zu erklären. Daher macht er eine solche Aussage. Doch ihm entgeht noch ein sehr wichtiger Punkt: Genauso ist es unmöglich, dass bei der wundervollen Entwicklung eines Babys, nicht eine einzige Kleinigkeit von dem, was dazu nötig ist und nicht eine einzige Zelle zufällig entsteht. Innerhalb von neun Monaten verwandelt sich eine Zelle aus dem Fortpflanzungsorgan der Mutter in ein sehendes, hörendes, fühlendes, atmendes, denkendes menschliches Wesen, und diese Verwandlung geschieht nach einem Plan, der in jedem Detail perfekt ist. Außerdem geschieht dieses Wunder immer wieder, über unzählige Jahre, mit der gleichen Perfektion.
Nach den Evolutionisten geschieht dies alles rein zufällig, das Wunder ist das Ergebnis der Entscheidung unbewusster Atome, aus denen die menschlichen Zellen bestehen. Sie behaupten, dass einst die Atome plötzlich entschieden, sich zusammen zu tun und Organe zu bilden, die sie niemals zuvor gesehen oder gekannt haben. Sie halten so blind an ihrer unlogischen Behauptung fest, dass jedes dieser bewusstseinslosen Atome entscheidet, welchen Körperteil es bilden möchte und sich entsprechend dieser Entscheidung zu dieser Stelle begibt. Sie glauben, dass alles durch Zufall entsteht, dass die Zellen und Atome selbst bestimmen, welche Vorgänge am besten sind und einen menschlichen Körper perfekt entwickeln. Auch wenn sie nicht akzeptieren wollen, was wir hier sagen, so ist dies doch genau das, was sie behaupten.
An diesem Punkt wird deutlich, in welcher logischen Sackgasse sich die Evolutionisten befinden. Jedes Detail, das wir bisher beschrieben haben und das wir noch beschreiben werden, zeigt, dass im Gegensatz zu dem, was die Evolutionisten behaupten, die Entwicklungsphasen des Menschen nicht zufällig entstanden sein können. Die außergewöhnlichen Vorgänge sind nicht das Werk der Zellen oder der Organellen, nicht der Moleküle oder Atome, sondern allein das Wort des Allmächtigen Gottes, „Sei“:

Er ist es, Der euch aus Staub erschuf, dann aus einem Samentropfen, dann aus einem sich Anklammernden. Dann bringt Er euch als Kind hervor. Dann lässt Er euch die Vollkraft erreichen, dann alt werden – obwohl einige von euch früher sterben werden—und einen bestimmten Termin erreichen, damit ihr begreifen lernt. Er ist es, Der lebendig macht und sterben lässt. Und wenn Er ein Ding beschließt, spricht Er nur zu ihm: „Sei!“, und es ist. (Quran, 40:67-68)

Das besondere Schutzsystem
für den Embryo
Die Zellen, die sich in der Gebärmutter eingenistet haben, entwickeln sich und werden an diesem sicheren Ort mit Nahrung versorgt. Doch dies ist erstaunlich, denn der schnell wachsende Embryo ist normalerweise einer großen Gefahr ausgesetzt - dem Immunsystem der Mutter.
Das Immunsystem betrachtet jede Art von Fremdmaterial, das in den Körper eindringt als Feind und greift ihn an. Der genetische Aufbau des Embryos unterscheidet sich von dem der Mutter und ist daher für ihren Körper ein Fremdorganismus. Sobald die Abwehrzellen der Mutter von diesem Fremdorganismus Kenntnis erhalten, eilen sie zur Gebärmutter. Würden keine besonderen Vorkehrungen getroffen, würden diese Abwehrzellen den Embryo sicherlich töten.
Doch bei einer gesunden Schwangerschaft geschieht dies nicht, denn der Embryo wird von Beginn an besonders geschützt.
Bevor sich der Embryo in der Gebärmutterwand festsetzt, entwickeln sich Trophoblastzellen auf der Oberfläche des Embryos und bilden eine Art Filter zwischen den Blutgefäßen der Mutter und des Embryos. Die Immunzellen der Mutter sind nicht in der Lage, dieses Trophoblast-Gewebe zu erkennen, dem bestimmte Proteine fehlen, die die meisten Zellen besitzen und mit deren Hilfe die Immunzellen sie erkennen. Dank dieser Eigenschaft des Trophoblast-Gewebes ist der Embryo vor dem Angriff des mütterlichen Immunsystems geschützt. Darüber hinaus unterstützen einige Trophoblast-Zellen die Versorgung des Embryos mit Sauerstoff, Nährstoffen und anderen Elementen.30
Lassen Sie uns die besondere Struktur dieser Zellen genauer untersuchen.

Die technischen Eigenschaften
der Trophoblast-Zellen
Wie wir bereits beschrieben haben, entwickeln sich auch die Trophoblast-Zellen wie alle anderen Zellen aus der gleichen Eizelle. Dennoch unterscheiden sie sich von den anderen Zellen des Embryos. Diese Zellgruppe unterstützt die Entwicklung des Embryos im Mutterleib. Am siebten Tag bilden die Zellen in alle Richtungen Auskragungen und beginnen zu wachsen. So dringen sie in die Gebärmutterwand ein. Dabei treffen sie auf die Blutgefäße der Mutter und dringen in deren Oberfläche ein. Auf diese Weise verbindet sich des Embryogewebe nach 7 - 8 Tagen mit dem Blut der Mutter.
Einige Trophoblast-Zellen produzieren Enzyme, die die Haut der Blutgefäße in der Gebärmutterwand zerstören. So wird der Druck des mütterlichen Blutes auf den Embryo abgeschwächt. Die Trophoblast-Zellen erfüllen ihre Aufgabe, als wüssten sie um die drohende Gefahr und treffen Vorkehrungen, um alles zu vermeiden, was zum Tod des Embryos führen würde. Würden diese Zellen die Blutgefäße der Mutter nicht so verändern, würde das Blut der Mutter unter Hochdruck einschießen. Die Blutzirkulation im Embryo würde durch den Außendruck des Blutes der Mutter gestoppt.
In den folgenden Wochen bildet eine Reihe dieser Zellen erneut eine Schutzschicht zwischen dem Blut des Embryos und der Mutter. Diese Schicht ist die „Plazenta“, die eine ganz besondere Struktur aufweist. Wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir, dass die Trophoblast-Zellen diese Schicht als Blutstopper bilden. Dies ist sehr wichtig, da der Embryo nun mit dem Gewebe der Mutter verbunden ist und mit den Nährstoffen aus dem mütterlichen Blut versorgt wird. Die Nährstoffe müssen durchgelassen werden, doch die Abwehrzellen der Gebärmutter dürfen den Embryo nicht mit den Nährstoffen erreichen. So schützt das Puffersystem der Plazenta den Embryo vor eindringenden Abwehrzellen der Mutter. Doch wie kann der Embryo ernährt werden, wenn die Blutzufuhr von der Mutter gestoppt wird?
Die Antwort auf diese Frage zeigt die Perfektion des Aufbaus der Zellstruktur. Kleine Leerräume zwischen den Zellen, die als Stopper dienen, sind so winzig, dass sie nur Nährstoffe aus dem Blutplasma der Mutter für den Embryo durchlassen. Sauerstoff, Nährstoffe und Mineralien aus dem Blut der Mutter gelangen über diese Leerräume zum Embryo. Doch die Abwehrzellen können aufgrund ihrer Größe nicht hindurchdringen.31
Wenn wir an die Brücke denken, die zwischen Mutter und Embryo gebildet wird, ist es nicht falsch zu behaupten, dass die Arbeit der Trophoblast-Zellen technische Kenntnisse voraussetzt. Mit dem konstruierten System bauen sie wirklich eine „Lebensbrücke“ zwischen Mutter und Embryo. Die Zellen halten gefährliche Stoffe vom Blut des Embryos ab und lassen notwendige Stoffe durch Lücken herein.
Wir haben hier nur ein paar wenige Aufgaben der Trophoblast-Zellen beschrieben, doch dies reicht aus, um einen Eindruck des perfekten Aufbaus dieser Zellen zu geben. Bei allen Anpassungen lassen sie Leerräume und bilden ein System, das entscheidet, welche Stoffe gut sind und daher hereingelassen werden und welche Stoffe für den Embryo gefährlich sind und daher gestoppt werden müssen. Es ist klar, dass eine solche Struktur nicht zufällig entstehen kann.
Jeder, der behauptet, diese außergewöhnlichen Merkmale seien zufällige Ergebnisse, ist sicher nicht in der Lage, die folgenden Fragen zu beantworten:
Woher wissen die Zellen, was der Embryo für seine Entwicklung braucht?
Wie bestimmen sie, welcher der vielen verschiedenen Stoffe, die sich im Blut befinden, gut für den Embryo sind?
Woher wissen sie, dass die Zellen des Immunsystems für den Embryo gefährlich sind?
Wie bestimmen sie im voraus die Größe des Stoffes, der für den Embryo gefährlich ist?
Woher wissen sie, wie ein Filter aufgebaut sein muss, damit gefährliche Stoffe blockiert und notwendige Stoffe durchgelassen werden?
Tritt nur der geringste Fehler in diesem System auf, so ist der Fortbestand der menschlichen Rasse in Gefahr. Intelligente Menschen wissen, dass nicht der Zufall diesen Zellen ihre besonderen Eigenschaften verliehen haben kann. Der Zufall kann keinen Bauplan erstellen und diesen Bauplan dann auch noch in jedem Menschen genau gleich umsetzen. Allah hat die Trophoblast-Zellen mit ihren besonderen Eigenschaften erschaffen und lenkt sie bei ihrer Aufgabe während der Entwicklung eines neuen Menschen. Dies ist nur ein Beispiel der einzigartigen Kreativität Gottes.

Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist in Übereinstimmung mit der Wahrheit und für eine bestimmte Frist. Aber die Ungläubigen wenden sich von dem ab, wovor sie gewarnt werden. Sprich: „Habt ihr denn gut überlegt, was ihr da anstelle von Allah anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde erschufen! Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Bringt mir ein älteres (göttliches) Buch oder sonst eine Spur von Wissen, falls ihr wahrhaft seid.“ (Quran, 46:3-4)

Die Plazenta:
Brücke des Lebens
Lebenserhaltungssysteme mit modernster Technologie, wie sie in Krankenhäusern eingesetzt werden und Millionen kosten, sind primitiv und fast nutzlos verglichen mit einem kleinen Fleischstück, das nur wenige Kilogramm wiegt. Dieses Fleischstück ist die Plazenta, die von Wissenschaftlern als „der wahre Held der Geburt“ bezeichnet wird.32
Ab einer bestimmten Zeit nimmt der Embryo Nährstoffe, Sauerstoff und andere Stoffe aus dem Blut der Mutter auf. Die Plazenta, die erschaffen wurde, um alle Bedürfnisse des heranwachsenden Fötus zu befriedigen, dient hierbei als Bindeglied für den Stoffaustausch zwischen Mutter und Fötus (ab Anfang des dritten Monats wird der Embryo Fötus genannt). Die Plazenta ist mit weichen Blutgefäßen gefüllt, die die Nährstoffe, die durch die Trophoblast-Zellen gelangen, zum Baby befördern. Sie schickt die Nährstoffe, Sauerstoff und wichtige Mineralien wie Eisen und Kalzium, die von der Mutter kommen, zunächst in die Nabelschnur und von dort in die Kapillargefäße des Fötus. Darüber hinaus sichert die Plazenta nicht nur die Nährstoffzufuhr für den Stoffwechsel des Fötus, sie wählt und transportiert auch die Stoffe, die für die Bildung des Gewebes notwendig sind.33 Der Fötus benötigt Aminosäuren für alle Syntheseprozesse (Kohlenhydrate, Nukleinsäuren, die Bestandteile der DNA, Fette usw.) Die Plazenta selektiert diese Elemente und entnimmt sie dem Blut der Mutter. Dies geschieht allgemein mithilfe bestimmter Trägerstoffe. Sie speichert die Elemente, verwendet selbst, was sie braucht und schickt einen Teil in den Blutkreis des Fötus. Neben den Nährstoffen passieren auch Ionen die Plazenta, von denen zwei besonders wichtig für den Fötus sind. Es ist wichtig, dass diese in größeren Mengen gespeichert werden. Das eine ist Eisen, das zur Vergrößerung des Blutvolumens dient, das andere Kalzium, das zur Entwicklung der Knochen erforderlich ist. Der Transport dieser Elemente ist besonders effektiv: Selbst wenn die Mutter nur wenig Eisen zu sich genommen hat, extrahiert die Plazenta die notwendige Menge aus dem Blut der Mutter, erfüllt die Bedürfnisse des Babys und schützt es vor Gefahren.34
Die Plazenta ist auch für den umgekehrten Vorgang zuständig, nämlich den Abtransport der Abfallstoffe vom Fötus zum Blut der Mutter.
Wir dürfen nicht vergessen, dass die Plazenta, von der wir gesagt haben, dass sie „auswählt“, „entnimmt“, „speichert“ und „transportiert“, nur ein Gewebe ist, das aus Zellen besteht. Die Plazenta führt all diese Aktivitäten, die wir mit den oben genannten Verben ausdrücken, aus, z. B. weiß sie, dass Eisen benötigt wird und sie ist in der Lage, das Element Eisen aus anderen Stoffen auszuwählen und weiß, wie es verwendet wird. Sie ist kein menschliches Wesen, die über diese Kenntnisse verfügt, sondern nur eine Zellansammlung, die Plazenta genannt wird. Die Zellen, aus denen die Plazenta besteht, erkennen den Stoff, den sie brauchen und sind in der Lage, ihn auszuwählen. Die Tatsache, dasdass eine Zelle ein Element erkennen kann, ist ein Wunder. Außerdem ist es noch mysteriöser, dass sie den entsprechenden Stoff in der erforderlichen Menge entnehmen und an einen bestimmten Ort bringen kann. Wenn sie dies und das folgende lesen, sollten sie sich dies immer bewusst machen.
Die Vorgänge, die das Wunder der Entstehung eines Menschen ausmachen, zeigen ein Bewusstsein der Zellen und der Moleküle und Atome, aus denen diese Zellen bestehen. Tatsächlich gehört dieses Bewusstsein nicht ihnen selbst, sondern Allah, Der sie erschaffen und ihnen ihre Aufgaben eingegeben hat.
Die auf den folgenden Seiten beschriebenen Details sind weitere Beweise für Seine Schöpfung.

Weitere lebenswichtige
Aufgaben der Plazenta
Die Nabelschnur, die den Fötus mit der Plazenta verbindet, besteht aus drei Blutgefäßen und sieht aus wie ein langes Seil. Eines dieser Blutgefäße wird Nabelschnurvene genannt. Sie leitet das Blut mit den Nährstoffen und dem Sauerstoff von der Plazenta zum Baby. Die anderen beiden Blutgefäße werden Nabelschnurarterien genannt und transportieren Blut mit Kohlendioxid und Abfallstoffen vom Baby zur Plazenta.
Dank der starken und flexiblen Struktur der Nabelschnur verdreht und knickt diese nicht leicht. Es ist äußerst wichtig, dass die Blutzufuhr nicht unterbrochen wird. Darüber hinaus kann sich das Baby durch die flexible Struktur der Nabelschnur leicht bewegen.
Betrachtet man die Funktionen der Plazenta, so übernimmt sie für den Fötus die Aufgabe der Leber und des Magens, aber auch die des Darms und der Nieren. Außerdem erfüllt die Plazenta ihre Aufgabe nicht nach einer festen Ordnung, sondern passt sich den Bedürfnissen des Babys an. Der Nahrungsbedarf des Fötus ist z. B. in den ersten beiden Monaten anders als im achten und neunten Monat. Doch die Plazenta passt sich an und stellt ein perfektes Gleichgewicht her, wählt die Nährstoffe, die das Baby im jeweiligen Entwicklungsstadium am besten aufnehmen kann.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Plazenta ist die Ausschüttung von Hormonen (z. B. Östrogen und Progesteron), die der Fötus benötigt. Progesteron verringert vor allem das Zusammenziehen der Gebärmutter und gibt dem Baby physische Unterstützung. Damit sich das Baby weiter entwicklenentwickeln kann, sorgt es für die Bildung einer bequemen Umgebung. Darüber hinaus fördert es die Entwicklung der Milchdrüsen in den Brüsten der Mutter und hilft zur rechten Zeit bei der Milchproduktion. Außerdem regt es den Stoffwechsel der Mutter an, was ihre Gesundheit und Befinden verbessert. Die Hormone machen die Gebärmutter zu einem bequemen und sicheren Ort für den Embryo. Die Ausschüttung im erforderlichen Maß und zu passender Zeit sind für das Baby und einen gesunden Verlauf der Schwangerschaft sehr wichtig. Die Hormone bereiten darüber hinaus das mütterliche System auf die Geburt vor.
Mit all ihren Aufgaben gewährleistet die Plazenta, dass das Baby immun gegenüber Infektionen ist, die während der letzten drei Schwangerschaftsmonate auftreten könnten.
Was wir bis hierher beschrieben haben sind nur einige der Aufgaben, die die Plazenta während der Entwicklung des Babys erfüllt. Und in allem was wir hier beschrieben haben, gibt es unglaublich viele winzige Details. Jedes System hängt von der Funktion zahlreicher komplexer chemischer Vorgänge ab.
Jede neue Untersuchung, die über die Entwicklung des Fötus durchgeführt wird, zeigt wieder neue Aufgaben, die die Plazenta zum Wohle des Babys übernimmt. Doch bei alldem gibt es eine Gemeinsamkeit. Jede Aktivität der Plazenta verbindet Mutter und Embryo durch ein perfektes Zusammenspiel miteinander. Diese Einheit von Mutter und Baby ist von größter Bedeutung, denn, wenn nur ein kleines Ungleichgewicht im Körper der Mutter entstehen würde, könnte der Embryo nicht überleben.
Die Tatsache, dass ein aus Zellen bestehendes Organ die Bedürfnisse eines Lebewesens kennt, sie bestimmt, weiß, wie es sie erfüllen kann, sowie die Tatsache, dass dieses Organ alle notwendigen Stoffe in der korrekten Zusammensetzung herstellt, auswählt und zuweist, kurz, dass dieses Organ bewusst Handlungen ausführt, ist etwas, dass es nicht ohne Hilfe aus sich selbst heraus bewerkstelligen könnte. Wenn beispielsweise ein Mensch die gleichen Aufgaben ausführen sollte, wäre er dazu nicht in der Lage. Eine Person ohne medizinische Ausbildung ist nicht in der Lage zu bestimmen, was ein Fötus benötigt und wann bestimmte Maßnahmen durchzuführen sind, um die entsprechenden Stoffe auszuwählen und unerwünschte Stoffe zu entfernen. (Selbst eine Person mit medizinischer Ausbildung wäre nicht in der Lage, diese Aufgabe Tag und Nacht auszuführen, ohne einen Fehler zu machen.)
Doch diese Aufgaben, zu denen ein Mensch nicht imstande ist, werden effizient und fehlerfrei von diesem Organ, das wir Plazenta nennen, erledigt. Und jede Plazenta in Millionen von Frauen, die in tausenden von Jahren gelebt haben, hat dieses tiefe Bewusstsein und diese perfekte Leistung gezeigt. Tatsächlich ist die perfekte Struktur der Plazenta und ihre bewussten Aktivitäten das Ergebnis von Allahs Schöpfung mit all ihren Eigenschaften. Das Gegenteil zu behaupten würde die Grenzen der Intelligenz überschreiten. Im hervorragenden Design, mit dem Er den menschlichen Körper ausgestattet hat, zeigt Allah uns Sein unvergleichliches Werk. Er weist uns im Quran an, diese Wahrheit zu bedenken:

Der Herr der Himmel und der Erde und was zwischen ihnen ist. Darum diene Ihm und beharre in Seiner Anbetung. Kennst du etwa einen, der den gleichen Namen verdient?“ Der Mensch sagt (oft): „Wenn ich einst gestorben bin, soll ich dann wieder zum Leben erstehen?“ Bedenkt der Mensch denn nicht, dass Wir ihn schon zuvor erschufen als er ein Nichts war? (Quran, 19:65-67)

Wenn Sie auf derden nächsten Seiten weiterlesen, sollten Sie einen wichtigen Punkt nicht vergessen. Wie wir in den bereits erwähnten Beispielen gesehen haben, bestehen alle Körperteile, die nach einem perfekten Plan funktionieren, ihre zahlreichen Aufgaben immer zur passenden Zeit erfüllen, wissen, wann bestimmte Vorgänge enden müssen, nicht frühzeitig aufgeben, im Team arbeiten, Entscheidungen treffen, um bestimmte Bedürfnisse zu erfüllen und die notwendigen Stoffe zur rechten Zeit produzieren, lediglich aus Zellen. Wie wir noch genauer sehen werden, verfügen diese Zellen, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann, offensichtlich über Intelligenz, doch diese Intelligenz gehört nicht den Zellen. Zellen bestehen aus bewusstseinslosen und leblosen Atomen, die nicht denken und Entscheidungen treffen können. Dieses höhere Bewusstsein und die Intelligenz gehören Allah. Es ist wichtig, dass wir uns diese Wahrheit immer bewusst machen. Dadurch kann jeder Einzelne sein Bewusstsein für die wundervollen Ereignisse vertiefen und Zeuge von Gottes unendlicher Macht werden.

Der Körper nimmt Gestalt an
In den ersten Tagen nimmt der Embryo Nährstoffe nur über das Blut der Mutter auf. Nun braucht er sein eigenes Kreislaufsystem, um seinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen und Sauerstoff an alle Zellen zu leiten. Um dieses System aufzubauen, schließen sich einige Zellen spontan zusammen und beginnen damit, das Kreislaufsystem zu bilden. Diese Zellaktivität ist ein klarer Beweis dafür, dass die Zellen von einer höheren Intelligenz und einem unendlichen Wissen angeleitet werden.
Etwa am 13. Tag bewegt sich eine Zellgruppe zu der Stelle, wo das Herz in der Brust entstehen soll. Sie ordnen sich in einer U-förmigen Röhre an und bilden bewusst zunächst die Grundstruktur des Herzens. Danach, als hätten sie gehört, dass die Entwicklung des Herzens begonnen hat, beginnen tausende anderer Zellen, die Blutgefäße zu bauen, die den gesamten Körper durchziehen werden. Auf diese Weise wird durch das bewusste Aufstellen an den entsprechenden Stellen, die Bildung der Blutgefäße um den 21. Tag abgeschlossen. Nun ist das Kreislaufsystem bereit, seine Funktion aufzunehmen und nach dem ersten Herzschlag, etwa am 25. Tag, schlägt das Herz in einem Rhythmus von 60 Schlägen pro Minute während des ersten Monats seiner Entwicklung.35 Die ersten Kontraktionen laufen wie eine Welle durch das gesamte Herz. Doch wenn das Herz vollständig gebildet wurde, verteilen sich die Kontraktionen über die verschiedenen Kammern.
Das Herz beginnt zu schlagen, doch noch ist kein Blut vorhanden. Auch hierfür stehen entsprechende Zellen bereit. Diese Zellen sehen voraus, dass der neue menschliche Körper eine Substanz benötigt, die man „Blut“ nennt und bilden daher die Blutzellen. Und nicht lange danach beginnt das Blut durch die Blutgefäße zu strömen. Nach nur vier Wochen sind Herz und Blutgefäße vollständig mit Blut gefüllt. Die Entwicklung des Herzens, des Kreislaufsystems und des Blutes ist wirklich eine erstaunliche Sache. Obwohl keines zuvor existierte, bauen die Zellen das für das menschliche Leben unerlässliche Kreislaufsystem nach einen perfekten Plan auf und bewegen sich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort. Keines der Stadien, die wir hier beschrieben haben, ist das Ergebnis zufälliger Vorgänge. Dieser perfekte Bauplan kann unmöglich von Zellen entwickelt worden sein, die sich aus einer einzigen Zelle gebildet haben. Auch an diesem Punkt erkennen wir deutlich die Wahrheit der Schöpfung.
Nicht nur die Bildung des Kreislaufsystems, sonder auch die Eigenschaften aller Elemente desselben, wurden in einem erstaunlichen Gleichgewicht erschaffen. Das Blut eines Babys, das sich im Mutterleib entwickelt, besitzt viele besonderen Eigenschaften, die das Blut eines erwachsenen Menschen nicht aufweist. Das Hämoglobin (der Blutfarbstoff) im Blut des Babys ist z. B. in der Lage, mehr Sauerstoff aufzunehmen als bei einem Erwachsenen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen in einem Kubikzentimeter Blut ist bei einem Embryo höher als in der gleichen Menge Blut eines neugeborenen Babys. Im vierten Schwangerschaftsmonat kann die Nabelschnur täglich 24 Liter Blut zwischen dem Baby und der Plazenta transportieren. Der Blutkreislauf fließt in konstanten Runden und liefert Nährstoffe von der Plazenta zum Baby und entsorgt Abfallstoffe zur Plazenta. Dies geschieht so flüssig, dass ein Durchlauf in etwa dreißig Sekunden abgeschlossen ist.36 So beginnt das Blut, den notwendigen Sauerstoff und die Nährstoffe von der Plazenta zu den Zellen zu transportieren. Zu diesem Zeitpunkt bilden sich auch die Nieren, das Blut wird gereinigt, indem Abfallstoffe aus den Embryozellen zu den Nieren transportiert werden.
Lassen Sie uns einen Moment nachdenken: Ist es möglich, dass ein solch perfektes System eines Tages einfach durch Zufall entstanden sein kann, perfekt und ganz von selbst? Ist es möglich, dass die besonderen Eigenschaften des Babyblutes, der Blutgefäße, die das Blut zum Herzen und vom Herzen zu den entsprechenden Körperbereichen transportieren und der Elemente, die die Blutzellen mit der Plazenta verbinden, im Laufe der Zeit zufällig entstanden sind? Ist es möglich, dass all diese Elemente des Systems sich selbst entwickelt haben?
Sicherlich nicht. Dieses System, das für den Menschen von ungeheurer Bedeutung ist, muss in einem Moment perfekt entstanden sein, denn das kleinste Problem bei der Bildung des Blutes oder der Blutgefäße würde die Entwicklung des Embryos stören. Würde das Herz das Blut pumpen, bevor sich die Blutgefäße gebildet hätten, dann würde das Blut unkontrolliert fließen und es würde kein Blutkreislauf zustande kommen. Oder wenn das Herz nicht rechtzeitig zu schlagen beginnen würde, könnte kein Blut durch den Körper fließen. Das bedeutet, dass der Embryo sich nicht im Mutterleib entwickeln könnte und absterben würde. Und doch sind diese Vorgänge in jedem der Millionen Menschen, die gelebt haben bis zum heutigen Tag, immer problemlos abgelaufen. Das Herz macht seinen ersten Schlag genau zur richtigen Zeit und pumpt genügend Blut durch den sich entwickelnden Körper. Das zeigt, dass die Fragen weiter oben unlogisch sind: „Könnte dies zufällig geschehen sein?“ Die Tatsache, dass ein System, ein Lebewesen oder ein Organismus in einem Moment entstanden ist, ist ein klarer Beweis dafür, dass er erschaffen worden sein muss. Dies ist die Wahrheit, die jeder intelligente Mensch bestätigen wird.
Der Schöpfer all dieser perfekten Systeme ist Allah, Der den Menschen mit allem erschaffen hat, was er braucht und ihm die beste Form verleiht.

Der Aufbau des Nervensystems
Während all diese Vorgänge ablaufen, muss sich noch ein weiteres wichtiges System entwickeln, nämlich das zentrale Nervensystem. Das zentrale Nervensystem (das Gehirn und das Rückenmark) bilden sich aus einer längeren Verdickung des Ektoderms, der äußeren der drei primären Keimscheiben des Embryos. Die Seiten dieser Nervenplatte bilden eine längliche Wölbung, deren Kanten sich im Verlauf des weiteren Wachstums treffen und verbinden und auf diese Weise das Neuralrohr formen. Der vordere Teil dieses Neuralrohres verdickt und erweitert sich, um das Gehirn zu bilden. In der Zwischenzeit entwickelt sich aus dem hinteren Teil das Rückenmark.
Alle Entwicklungen, die wir hier in ein oder zwei Sätzen beschrieben haben, übersteigen die menschliche Vorstellungskraft. Die anderen Entwicklungsstadien des Nervensystems bestätigen wieder und wieder die außerordentliche Eigenschaft dieser Vorgänge.
Ab der fünften Woche werden in der Wirbelsäule spezielle Nervenzellen gebildet, die so genannten Neuronen. Sie werden sehr rasch gebildet, etwa 5000 pro Sekunde.37 Eine große Zahl an Gehirnzellen bilden sich in den ersten fünf Monaten des Embryos und alle nehmen ihren Platz im Gehirn ein, bevor das Baby zur Welt kommt. Die Zellen des Nervensystems bilden sich sehr rasch und bewegen sich dann zu entlegeneren Bereichen, um die Nervenkanäle des zentralen Nervensystems zu formen.
Doch an diesem Punkt ist es absolut wichtig, dass jedes Neuron seinen speziellen Platz im zentralen Nervensystem findet. Daher müssen die jungen Neuronen unbedingt geführt werden, um die Stelle zu finden. Diese Führung übernehmen spezielle Zellen, die sich wie eine Art Kabel zwischen den Stellen, wo sich Gehirn und Rückenmark bilden, ausstrecken. Die Neuronen verlassen den Ort, an dem sie gebildet wurden und bewegen sich entlang dieser Führungen. Sie erkennen den für sie vorgesehenen Platz, lagern sich dort an und entwickeln Verlängerungen, die Verbindungen zu anderen Neuronen herstellen.
Dies ist alles gut und schön. Aber woher wissen Neuronen, dass sie sich auf eine solch lange Reise begeben müssen, wenn sie sich gebildet haben? Wie entscheiden sie, dass sie sich einem Führer anvertrauen und mit anderen kooperieren müssen, um ihr Ziel zu erreichen? Was wir Neuronen nennen, sind Zellen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind und die wieder nur aus Atomen und Molekülen bestehen. Zweifellos können sie sich von selbst nicht bewusst auf den Weg machen und Entscheidungen treffen. Nicht das Gehirn leitet sie an, denn das Gehirn des Embryos im Mutterleib ist noch nicht vollständig entwickelt.
Sobald sich diese Zellen gebildet haben, bewegen sie sich, als seien sie programmiert, zu einem unbekannten Platz. Es ist klar, dass im Verlauf der Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems nicht ein Vorgang zufällig entstanden sein kann, denn die geringste Abweichung würde eine Kettenreaktion auslösen und das gesamte System liefe falsch. Die Bildung von Neuronen und der Aufbau eines Systems aus Nerven ist nur ein Stadium bei der Entwicklung des Gehirns und des daran angeschlossenen Nervensystems. Nicht ein einziges Neuron, geschweige denn das Gehirn, kann, wie die Evolutionisten behaupten, durch zufällige Entwicklungen, entstehen.
Und es gibt noch viel mehr Details bei dieser Entwicklung. Zum Beispiel haben die Neuronen bei ihrer Bildung eine andere Struktur als die bei erwachsenen Menschen. Um die Aufgaben des Nervensystems eines sich entwickelnden Menschen ausführen zu können, bewegen sich die Neuronen zu bestimmten Körperbereichen. Hierfür sind sie in der Lage, zunächst ohne Sauerstoff zu überleben. Wenn sie jedoch den Gehirnbereich erreichen und sich dort niederlassen, nehmen sie sofort einen Stoffwechsel an, der zum Überleben Sauerstoff benötigt. Diese Veränderung muss immer genau im richtigen Moment geschehen, andererseits wäre das Überleben der Nervenzellen gefährdet. Dies ist zweifellos ein Wunder.38
Heute wissen wir, dass es für menschliche Gehirnzellen äußerst gefährlich ist, über einen bestimmten Zeitraum nicht mit Sauerstoff versorgt zu werden. Und dauert dieser Zeitraum länger an, tritt zunächst Lähmung und schließlich der Tod ein. Doch die Neuronen besitzen bei ihrer Bildung zunächst ein vollkommen anderes System. Kommt es nur in diesem Stadium zu einer Störung, d. h. tritt keine Veränderung des Stoffwechsels der Neuronen zum richtigen Zeitpunkt ein, kann sich der Embryo nicht zu einem menschlichen Wesen entwickeln. Natürlich ist es für eine Zelle unmöglich, festzulegen, welche Funktion sie in Zukunft übernehmen soll und ihre Struktur aus eigenem Antrieb entsprechend zu verändern.
So ist die Realität deutlich zu erkennen: Allah hat die Neuronen mit ihren besonderen Eigenschaften erschaffen, Er schickt sie im richtigen Moment an die Arbeit und leitet sie zu der Stelle, an die sie gehören. Jeder Mensch sollte wissen, dass er diese Entwicklungsstadien selbst durchlaufen hat und sich für die Herrlichkeit bedanken, mit der Gott ihn als Menschen erschaffen hat. Er darf nicht einen Moment vergessen, dasdass Allah der Schöpfer aller Dinge ist und dass es neben Ihm keine anderandere Macht in den Himmeln und auf der Erde gibt.

... Glaubst du etwa nicht an Den, Der dich aus Staub erschaffen hat und dann aus einem Samentropfen, und dich dann zu einem Mann geformt hat? Für mich ist jedoch Allah mein Herr. Und ich stelle meinem Herrn nichts zur Seite. (Quran, 18:37-38)

Die wichtige „Planung“ der Zellen
Wenn wir die Entwicklung des Embryos betrachten, erkennen wir einen hohen Grad an Verhältnismäßigkeit und Harmonie. Am Ende des ersten Monats werden vollständig entwickelte Augen, Ohren, Nase, Kinn und Wangen sichtbar.
Im Verlauf dieser harmonischen Entwicklung sind Wachstum und Strukturänderungen sehr wichtig. Diese Veränderungen müssen genau gleich für alle Körperteile ablaufen, denn alle Organe des menschlichen Körpers besitzen eine äußerst komplexe Struktur. Allein das Auge besteht z. B. aus 40 verschiedenen Teilen. Damit das Auge seine Funktion aufnehmen kann, muss das Wachstum der Teile verhältnismäßig ablaufen, die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen hergestellt werden und jeder Teil sich an seinem Platz befinden. Ansonsten könnte das Auge nicht funktionieren. Auf gleiche Weise müssen bei der Entwicklung der Arme Knochen und Muskeln zur gleichen Zeit gebildet werden.
Dies zeigt, dass alle Zellen des Embryos in vollkommener Harmonie zusammen arbeiten. Jede einzelne Zelle ist sich des Gesamtplans des Körpers bewusst. Jede einzelne Zelle sendet Botschaften aus und reagiert auf Botschaften von anderen Zellen. Alle Zellen des Embryos arbeiten zusammen. Richtig betrachtet verhält sich jede Zelle anders und verwendet die für sie notwendigen Informationen aus der DNA.
Aber woher wissen die Zellen, wohin und was sie tun müssen? Wie können sie so exakt mit anderen Zellen zusammen arbeiten? Wer entscheidet, wie das genetische Material in den Zellen verwendet wird, und wie differenzieren sich die Zellen voneinander?
In den Organen unserer Körper darf kein Mangel oder Übermaß entstehen. Ein Mangel in einem Organ ist manchmal fatal, es führt zumindest zu einer Beeinträchtigung. Ein Übermaß bürdet dem Körper eine unnötige Last auf. In diesem Fall ist es zunächst notwendig, die Anzahl der Organe zu bestimmen, die der Körper benötigt. Wie wird die Anzahl bestimmt? Warum beginnt nicht eine Zellgruppe mit der Bildung eines Organs während eine andere Zellgruppe ebenfalls das gleiche Organ ein zweites Mal formt.
Die Evolutionisten umgehen dieses Thema und behaupten, das DNA-Molekül sei für diese Aufgaben zuständig, doch damit betrügen sie sich nur selbst. Der wichtigste Aspekt hierbei ist folgender: Wer hat die Informationen in das DNA-Molekül jeder Körperzelle geschrieben? Und wer hat entschieden, wann und wie diese Informationen verwendet werden sollen? Auf diese Fragen geben die Evolutionisten keine Antwort.
Zellen aus bewusstseinslosen und leblosen Atomen, Blutgefäße, Gewebe, Luft, Wind oder andere materielle Dinge besitzen nicht die Fähigkeit, eine solche Entscheidung zu treffen. Allah hat den wunderbaren Plan in die DNA geschrieben und Allah hat die perfekte Umsetzung dieses Plans gesichert, indem Er den Zellen eingibt, was sie tun müssen. Und Allah wacht über alle Dinge.

Vorbereitung auf das Leben
nach der Geburt
Das Baby, dessen Organe sich langsam entwickeln und das beginnt sich zu bewegen, erwartet eine weitere Entwicklung. Damit das Baby in einer Umgebung überleben kann, die vollkommen anders ist als der sichere Ort, an dem es sich zur Zeitzurzeit befindet, müssen alle notwendigen Vorbereitungen getroffen werden.
Das Baby muss sich bewegen und seine neuen Organe in Betrieb nehmen. Dieses Problem wurde auf wundervolle Weise gelöst. In der Haut, die das Baby von der Gebärmutter trennt, bildet sich eine besondere Flüssigkeit, das „Fruchtwasser“. Die Nieren des Babys und die Lungen sowie die Fruchtblase und die Gebärmutter sind an der Entstehung dieser Flüssigkeit beteiligt.39

„Wasser des Lebens“ für das Baby:
das Fruchtwasser
Das Fruchtwasser wird speziell für das Baby produziert. Es stellt sicher, dass die Organe auf ihre Aufgabe nach der Geburt vorbereitet werden. Das Baby übt mit dem Fruchtwasser, um sich an die Vorgänge in der Welt draußen zu gewöhnen. Dazu nimmt es das Fruchtwasser wie Nahrung zu sich. Auf diese Weise erkennt die Zunge bereits die Geschmacksrichtungen bitter, süß, salzig und sauer. Danach nehmen auch die Speicheldrüsen ihre Funktion auf. Das vom Fötus aufgenommene Fruchtwasser bereitet den Darm auf seine Absorptionsfähigkeit vor und bringt die Nieren in Schwung, die die Flüssigkeit ständig aus dem Blut filtern müssen. Die von den Nieren absorbierte Flüssigkeit wird wieder in das Fruchtwasser gegeben, ohne dieses zu verunreinigen, denn die Nieren besitzen die Fähigkeit, entgegen ihrer späteren Funktion, die vom Baby aufgenommene Flüssigkeit zu filtern und zu sterilisieren. Und das Fruchtwasser wird kontinuierlich, wie ein Schwimmbad, mithilfe einiger anderer Flüssigkeiten gereinigt.
Gleichzeitig werden mit diesen Entwicklungen auch Verdauungssäfte im Magen ausgeschüttet, um das Verdauungssystem vollständig vorzubereiten.40 Und die Zellen des neu gebildeten Darms erhalten die Fähigkeit, zwischen Zucker und Salzen zu unterscheiden und später bestimmte Abfallprodukte an das mütterliche Blut zurückzugeben. So nehmen sowohl der Darm als auch die Nieren ihre Arbeit auf. Das Fruchtwasser wird vom Darm des Fötus alle drei Stunden verdaut, d. h. acht Mal täglich, und über das Blut an die Mutter abgeführt. Genau so viel Fruchtwasser, wie verdaut wird, wird vom Mutterleib und den Lungen und Nieren des Fötus, wo es gebildet wird, wieder aufgefüllt. Auf diese Weise bleibt die Menge des Fruchtwassers, das für den Fötus lebensnotwendig ist, immer konstant. Dank dieses perfekten Systems nimmt das Verdauungssystem des Fötus seine Funktion auf, ohne den Fötus zu schädigen.
Entsprechend dem Wachstum des Fötus erhöht sich auch die Menge des Fruchtwassers und beträgt in der zehnten Woche etwa 30 ml, im fünften Monat etwa 350 ml und im siebten Monat etwa 1 Liter. Bei der Geburt beträgt die Fruchtwassermenge jedoch nur noch einen halben Liter.41
Das Fruchtwasser bereitet nicht nur das Verdauungssystem auf die Zeit nach der Geburt vor, sondern gewährleistet auch, dass das Baby sich bequem im Mutterleib bewegen kann. Der Fötus treibt in dieser Flüssigkeit wie ein Ruderboot, das im Hafen festgemacht wurde. Auf diese Weise kann er sich sicher im Mutterleib bewegen. Gleichzeitig schützt das Fruchtwasser den Fötus auch vor Stößen von außen. Druck, der auf die Flüssigkeit ausgeübt wird, verteilt sich gleichmäßig in jede Richtung und schützt so den Fötus vor gefährlichen Auswirkungen. Wenn die Mutter z. B. läuft, haben die Stöße, die dabei entstehen, keine Auswirkung auf das Baby. Es ist wie ein Korken in einem Wasserbehälter. Das bestmögliche Schutzsystem wurde für den Fötus erschaffen. Jede Art von Gefahr wurde vorherbestimmt und entsprechende Vorkehrungen getroffen.
Das vorhandene Fruchtwasser ist auch für die Mutter sehr wichtig. Es füllt den ganzen Leib aus, so dass der Fötus beim Wachsen und Gewicht zunehmen auf den Leib selbst keinen Druck ausübt. Gäbe es diese Flüssigkeit nicht, würde der Fötus die Gebärmutter nach unten drücken und der Gegendruck der Gebärmutterwände würde eine normale Entwicklung des Fötus unmöglich machen.
Diese besondere Flüssigkeit bietet eine weitere Notwendigkeit für den Fötus. Nämlich eine konstante Temperatur. Wie wir wissen, verteilt sich Wärme gleichmäßig in Flüssigkeiten. Das Fruchtwasser wird ständig erneuert und hat eine konstante Temperatur. Die Wärme, die der Fötus für seine Entwicklung braucht, wird gleichmäßig in alle Richtungen verteilt.
Gibt es nur eine winzige Störung bei der Produktion des Fruchtwassers, bei der kontinuierlichen Reinigung oder der Anpassung der Fruchtwassermenge, wird die natürliche Entwicklung des Fötus gestört. Ist z. B. die notwendige Fruchtwassermenge zu gering, oder ist überhaupt kein Fruchtwasser vorhanden, entstehen eine Reihe von Missbildungen. Glieder verkümmern und verformen sich, Gelenke verschmelzen, Haut löst sich ab und das Gesicht verformt sich wegen des Drucks. Das größte Problem ist, dass die Entwicklung der Lungen behindert wird und das Baby unmittelbar nach der Geburt stirbt.42
Dies zeigt uns, dass vom ersten Menschen bis heute, die Produktion des Fruchtwassers immer fehlerfrei ablaufen musste. Ohne diese Flüssigkeit kann sich kein Baby im Mutterleib entwickeln. Diese Tatsache widerspricht vollkommen der Behauptung der Evolutionisten, dass Entwicklungen Schritt für Schritt über längere Zeit entstehen. Wenn nur ein Stadium bei der Entstehung eines neuen Menschen ausfällt, wenn z. B. wie gesagt, das Fruchtwasser nicht gebildet würde, käme der Mensch nicht zur Welt und die menschliche Rasse wäre niemals entstanden. Daher kann man nicht behaupten, das Fruchtwasser hätte sich nach einiger Zeit zu bilden begonnen, als die Notwendigkeit dafür da war. Diese Flüssigkeit muss mit dem Baby vorhanden sein. Es kann unmöglich behauptet werden, dass eine solch wichtige Flüssigkeit sich plötzlich durch Zufall gebildet hat. Wenn man jedoch behauptet, dass ein komplexer Organismus in nur einem Moment entstanden ist, dann bedeutet dies, dass er erschaffen wurde. Zufällige Vorgänge können keine Berechnungen durchführen, Bedürfnisse bestimmen, die erforderlichen Vorkehrungen für diese Bedürfnisse treffen und sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort anwenden.
Es ist klar, dass Allah das Fruchtwasser und die damit verbundenen Systeme erschaffen hat. Er hat auch die notwendige Fruchtwassermenge bestimmt.

Allah weiß, was jedes weibliche Wesen (im Schoße) trägt, und um was sich die Schwangerschaft verkürzt oder verlängert. Und jedes Ding hat bei Ihm sein Maß und Ziel. (Quran, 13:8)

Vorbereitung für den ersten Atemzug
Nach der Geburt ist das Wichtigste für das Baby zu atmen. Die Lungen, die noch nie zuvor Luft gesehen haben, müssen sich mit Luft füllen und zu atmen beginnen. Das Baby, das vorher den Sauerstoff über das mütterliche Blut erhielt, muss ihn nun aus der Luft mit den eigenen Lungen aufnehmen. Und auf wundervolle Weise beginnen die Lungen, die noch nie vor der Geburt einen Atemzug getan haben, ganz normal zu atmen.
Allah hat alles so erschaffen, dass für den Moment der Geburt alles bereit steht und die Vorbereitung der Lunge abgeschlossen ist. Bei der Vorbereitung der Lunge spielt das Zwerchfell eine wichtige Rolle. Es befindet sich zwischen dem Magen und den Rippen. Das Zwerchfell nimmt seine Funktion etwa im sechsten Schwangerschaftsmonat auf. Es dehnt sich zunächst und zieht sich periodisch mehrmals pro Stunde zusammen. Nach der Geburt wird es dies kontinuierlich tun.
Hierbei erkennen wir, dass das Baby ständig geschützt wird. Doch dies ist kein Schutz, der von der Mutter ausgeht. Während sich der Fötus entwickelt, führt die Mutter ihr gewohntes Leben fort. Sie hat keinen Einfluss auf die Veränderungen in ihrem Körper. Selbst wenn sie eingreifen wollte, sie könnte es nicht. All diese Abläufe geschehen durch die unendliche Macht unseres Herrn. Allah hat alles erschaffen, was notwendig ist, damit das Kind als normaler Mensch auf wundervolle Weise zur Welt kommen kann. Alle Bedürfnisse des Babys als Fötus werden erfüllt und die Mutter muss sich keine Gedanken darüber machen, was zu tun ist, damit das Baby zur Welt kommt und sicher gestellt ist, dass es überleben kann.
Selbst wenn sie sich hierüber Gedanken machen würde, gibt es nichts, was sie tun könnte. Sie ist z. B. nicht in der Lage, die Abfallprodukte des Fötus in ihren eigenen Nieren zu reinigen und sie zu entsorgen, selbst wenn sie wollte. Allah bestimmt, was ein neuer Mensch braucht, um zur Welt zu kommen und konstruiert das System auf bestmögliche Weise.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen
Während sich der Fötus langsam auf das Leben nach der Geburt vorbereitet, organisiert sich unter den Organen ein außergewöhnliches Team. Dessen Aufgabe wird entsprechend den Anforderungen der Außenwelt erfüllt. Die Augen, die im Mutterleib nutzlos sind, werden auf das Licht der Außenwelt ausgerichtet. Die Ohren werden für die Geräusche der Welt geformt. Auf gleiche Weise werden Magen und andere Verdauungsorgane mit einem phyisiologischen System erstellt, dass genau den Anforderungen der Nährstoffe in der Außenwelt entsprechen. Die Zellen des Verdauungssystems werden programmiert und so angepasst, dass sie Nahrung verdauen können, der sie noch nie begegnet sind. Sie besitzen die Fähigkeit, Kohlenhydrate und Fette zu analysieren, und wissen, welche Nährstoffe von welchem Organ benötigt wird und gewährleisten, dass diese Nährstoffe die entsprechenden Köperzellen erreichen. So wird der Fötus geplant auf die Welt draußen vorbereitet. Hier müssen wir noch einmal hervorheben, dass diese Organe und die Zellen, aus denen der Körper des neuen Menschen besteht, diese Vorbereitungen für eine Umgebung treffen, die sie niemals gesehen haben, von der sie nie gehört haben oder sie anderweitig wahrgenommen haben. Sie entwickeln sich, als würden sie die Umgebung kennen, die nach der Geburt auf das Baby wartet. Sicherlich kann man nicht behaupten, dass diese Zellen diese Fähigkeiten aus eigenem Antrieb erlernt hätten. Die bewussten und absichtlichen Vorbereitungen dieser Zellen wurden ihnen von Gott eingegeben und müssen als ein wichtiger Beweis der Schöpfung betrachtet werden.
In den letzten Monaten nimmt der Fötus an Gewicht zu. Bestimmte Zellen produzieren Fettschichten, das die wegen seiner ihrer Farbe „braunes Fett“ genannt wirdwerden. Das besondere braune Fett bildet sich in bestimmten Bereichen des Fötus, z. B. im Nacken, um die Nieren und hinter dem Brustbein. Es isoliert nicht nur, sondern erzeugt selbst auch Wärme. Die besondere Aufgabe diserdieser Fettschicht besteht darin, die Temperatur des Babys in den ersten Wochen nach der Geburt zu halten.43 Die Tatsache, dass die Zellen, die diese Fettschicht erzeugen, die Aufgabe, die ihnen eingegeben wurde, problemlos erfüllen, ist ein weiterer Beweis der Schöpfung.
Zwischenzeitlich verändert sich die Haut des Fötus entscheidend. Die Hautoberfläche entwickelt sich vor der Geburt, was für das Überleben des Babys sehr wichtig ist. Die Haut des Fötus erzeugt einen öligen Film mit wasserabweisenden Eigenschaften auf der Hautoberfläche, die mit dem Fruchtwasser in Berührung kommt. Dieser Ölfilm hat eine wichtige Funktion zur Förderung der Reifung der darunterliegenden Hautzellen und der Bildung einer Barriere vor der Geburt.44
Wir haben bereits erwähnt, dass das Immunsystem der Mutter in den ersten Entwicklungsstadien des Embryos keinen Zugriff auf das Blut des Babys hat. Die Immunzellen sehen das Baby als Eindringling und könnten es töten. Doch im neunten Monat ändert sich diese Situation plötzlich und Antikörper (ein schützendes Protein, das vom Immunsystem gebildet wird) im Mutterleib dringen durch die Plazenta zum Fötus vor. Wenn wir nach dem Grund hierfür suchen, werden wir überrascht. In den ersten sechs Monaten nach der Geburt sind die Immunzellen des Babys noch nicht entwickelt, doch das Baby braucht Antikörper, um sich nach der Geburt gegen Krankheitserreger zu schützen. So werden im letzten Monat die mütterlichen Antikörper, die in das Blut des Babys gelassen werden, bereitgestellt, um das Baby vor Infektionskrankheiten nach der Geburt zu schützen.45 In den folgenden Monaten, in denen das Immunsystem des Babys eigene Antikörper zu bilden beginnt, verlieren die Antikörper der Mutter ihre Wirkung.
Wie in dem, was wir beschrieben haben, ist auch bei diesem Vorgang wie oben beschrieben ein Bespiel für den perfekten Plan bei der Entwicklung des Menschen. Die Details in jedem Monat, jedem Tag, in jeder Minute der Entstehung eines menschlichen Wesens sind genau kalkuliert. Fehlerfreie Systeme verhindern, dass gefährliche Stoffe den Fötus erreichen, aber wenn diese Stoffe benötigt werden, verschwindet das alte System nach dem gleichen perfekten Plan und ein neues entsteht. Sicher geschieht diese Perfektion nicht aus der freiwilligen Entscheidung und dem Willen der Zellen, aus denen ein Mensch besteht. All diese Vorgänge sind Beweise für die unvergleichliche Schöpfung des allmächtigen Gottes.
Wie wir in den genannten Beispielen sehen, wird jedes Stadium der Entwicklung eines Menschen gesteuert und geschieht nach einem perfekt organisierten Plan. Und jeder Mensch durchläuft als Fötus diese kontrollierte Entwicklung und wächst heran. Der besondere Plan und das perfekte Design bei der Entstehung eines Menschen ist für aufmerksame Menschen die Sichtbarwerdung des unendlichen Wissens und der Weisheit Gottes.


ENTSTEHUNG AUS EINEM TROPFEN


Während der neun Monate im Mutterleib wächst das Baby auf perfekte Weise heran. Der Fötus kommt zunächst als Tropfen einer Flüssigkeit in den Mutterleib und entwickelt sich nach und nach zu einem Menschen.
Besteht nur der geringste Mangel beim Ablauf dieser Entwicklung, würde der Fötus sicherlich sterben. Würde z. B. das Gehirn schneller wachsen als die Schädelknochen, so würde das Gehirn des Fötus zusammen gedrückt und Schaden erleiden. Der Ablauf ist auch bei der Entstehung der Augen sehr wichtig, bei der Leber und dem Herz sowie bei allen anderen Organen und Knochen. Die geordnete Entstehung der Organe ist sehr wichtig, denn wenn sich z. B. die Nieren langsamer entwickeln würden und das Kreislaufsystem bereits gebildet wäre, würde das Blut nicht gereinigt und der Körper würde vergiftet.
Doch dies geschieht nicht, und das Baby, das das Licht der Welt erblicken soll, entwickelt sich Schritt für Schritt.
Die einzige Macht, die einen vollständigen Menschen aus nur einem einzigen Tropfen einer Flüssigkeit erschafft, ist Allah, der Allmächtige, der Herr des Universums.
Der Quran erzählt uns, wie Gott den Menschen erschafft:

Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen ausfließenden Samens? Dann war er (als Embryo) ein sich Anklammerndes, und so schuf Er ihn und formte ihn. Und machte aus ihm Mann und Frau als Paar. Hat Er denn nicht die Macht, die Toten lebendig zu machen? (Quran, 75:36-40)

Bestimmt wird ein Mensch, der mit dieser Wahrheit konfrontiert wird, seinem Herrn immer dankbar sein, Der ihn aus einem Tropfen einer Flüssigkeit erschuf und aus ihm eine sehende, hörende und denkende Person gemacht hat.

Sprich: „Er ist es, Der euch erschaffen und euch Gehör, Augenlicht, Gemüt und Verstand gegeben hat. Wie wenig dankt ihr!“ (Quran, 67:23)

IN EINE NEUE WELT


W urden alle Vorbereitungen für den Fötus für die neue Welt getroffen, beginnt das Fruchtwasser mit neuen Aktivitäten. Das Fruchtwasser bildet Flüssigkeitskammern, die den Gebärmuttereingang so weit dehnen, dass das Baby passieren kann und verhindern, dass das Baby während des Geburtsvorgangs in der Gebärmutter zusammen gedrückt wird. Wenn die Geburt beginnt, platzen diese Kammern und das Fruchtwasser fließt aus und schmiert und sterilisiert den Kanal, durch den der Fötus muss. Auf diese Weise wird die Geburt vereinfacht und der Fötus vor Bakterien geschützt.46
Zusammen mit den Vorbereitungen im Mutterleib müssen gleichzeitig ein paar andere Bedingungen erfüllt sein, damit eine sichere Geburt ablaufen kann. Damit das Baby aus dem Mutterleib herauskommen kann, muss es z. B. in der richtigen Position liegen. Dafür bewegen sich die Füße des Babys, wodurch es sich langsam dreht, bis der Kopf sich in den Gebärmutterhals bewegt. Da das Baby nun zu groß ist, um sich viel bewegen zu können, sitzt es fest und kann seinen Kopf nicht wieder aus dieser Position fortbewegen.47 Aber wie trifft das ungeborene Baby die Entscheidung, welche Position die beste ist? Woher kennt es die beste Position für die Geburt? Und wie bestimmt der Fötus im Mutterleib, wann die Zeit gekommen ist, um geboren zu werden? Dies sind sicherlich wichtige Aspekte, über die wir nachdenken sollten. Die Tatsache, dass ein Wesen, dessen Bewusstsein noch nicht entwickelt ist, ein solch bewusstes Verhalten an den Tag legen kann, ist ein deutliches Zeichen nicht seines eigenen Willens, sondern des Wissens und der Eingebung von Allahs, des Schöpfers.
Zum Zeitpunkt der Geburt gibt es viele weitere Beispiele für den wundervollen Plan. Z. B. muss der Schädel des Babys, um eine gesunde Geburt zu ermöglichen, eine Struktur aufweisen, durch die es im Geburtskanal nicht verletzt wird. Schauen wir uns den Schädel des Babys an, so erkennen wir eine Gruppe aus 5 Knochen mit einem weichen Punkt, der so genannten „Fontanelle“, in der Mitte. Diese weiche Struktur verleiht dem Schädel Flexibilität, die das Gehirn und den Schädel des Babys vor Schäden durch den Druck während der Geburt schützt.
Vor der Geburt des Babys werden unter strenger Kontrolle Vorbereitungen getroffen. Diese Vorbereitungen dienen allen Möglichen Ereignissen, z. B. erleichtert das Fruchtwasser die Geburt und schützt vor Infektionen.
Dies alles wirft eine Frage auf: Wer gewährleistet, dass alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und wer bestimmt, dass die Zeit gekommen ist? Wer prüft, ob die Augen bereit sind zu sehen, ob die Lungen bereit sind zu atmen, ob Gelenke und Gehirn vollständig entwickelt sind?
Bei der Entwicklung des Fötus gibt es keinen Mechanismus, der diese Dinge steuert. Das Gehirn, das als Steuerzentrale des gesamten Körpers gilt, ist ein Organ, das sich gemeinsam mit dem Fötus entwickelt. Außerdem kann auch ein vollständig ausgebildetes Gehirn zu diesem Zeitpunkt noch keine Bedeutungen wahrnehmen. Der Fötus, der sich bis zu diesem Moment im Mutterleib entwickelt hat, ist vollkommen unbewusst der äußeren Umgebung. Er kann nicht entscheiden, ob er in einem Zustand ist, der zu einer Umgebung passt, die er nie gesehen hat. Aber es ist auch nicht die Mutter, die den Zeitpunkt der Geburt bestimmt. Vom ersten Tag an kann eine Mutter nicht in einen einzigen Vorgang in ihrem Körper eingreifen. Wie kann sie da entscheiden, wann diese Vorgänge abgeschlossen sind?
Zweifellos ist es Allah, der jeden Schritt bei der Entstehung des Babys steuert und bestimmt, wann ein Mensch in diese Welt geboren wird. Nur Allah, Der jeden Menschen erschaffen hat, kennt jeden Moment des Lebens, das er führen wird. Wird ein Mensch geboren, so kennt Allah bereits den Tag seines Todes. Der Todeszeitpunkt wird von Allah bestimmt. Ein intelligenter Mensch, der sich dieser Tatsachen bewusst ist, weiß, was er tun muss: Er muss über seine eigene Schöpfung nachdenken und die unendliche Macht des Herrn bezeugen. Und er muss sein ganzes Leben so leben, dass es Gott gefällt.

O ihr Menschen! Wenn ihr über die Auferstehung im Zweifel seid, so haben Wir euch doch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen, dann aus etwas sich Anklammernden, dann aus Fleisch, teils geformt teils ungeformt, um euch manches klarzumachen. Und Wir lassen in den Mutterschößen ruhen, was Wir wollen, bis zu einem festen Termin. Dann lassen Wir euch als Kinder herauskommen. Dann lassen wir euch euere Reife erreichen, doch der eine von euch wird (früh) abberufen, während der andere von euch das erbärmlichste Alter erreicht, so dass er alles, was er wusste, vergisst… (Quran, 22:5)

Die erste Nahrung in dieser Welt:
MUTTERMILCH
Sobald das Baby seine Augen in dieser Welt öffnet, muss sich der Körper an das neue Leben anpassen. Während und nach der Schwangerschaft wurde alles dafür getan, diese Anpassung zu erleichtern. Das deutlichste Beispiel hierfür ist die Bildung der Muttermilch.
Die Bildung der Muttermilch wird von den Hormonen der Mutter gesteuert. Die Milchproduktion basiert hauptsächlich auf einem Hormon, das „Prolaktin“ genannt wird und von der Hirnanhangdrüse im Gehirn ausgeschüttet wird. Während der Schwangerschaft verhindern die Hormone Progesteron und Östrogen, die von der Plazenta produziert werden, dass Prolaktin aktiviert und Milch produziert wird. Doch die Plazenta wird nach der Geburt ausgestoßen, so dass der Progesteron- und Östrogenanteil im Blut sinkt. Danach kommt Prolaktin ins Spiel und sorgt für die Milchbildung. Dank dieses Zusammenspiels der Hormone kann die wertvollste Nahrung, die Muttermilch, genau zum richtigen Zeitpunkt für das Baby produziert werden. Dies ist wirklich ein bedeutsamer Informationsaustausch. Solange sich die Plazenta im Körper befindet, erfüllt sie lebenswichtige Aufgaben. Doch dann wird sie zur richtigen Zeit ausgestoßen. Damit wird ein sehr wichtige Entwicklung für das menschliche Leben ermöglicht. Wie wir gesehen haben, ergänzen sich alle Dinge, die während der Entstehung des Menschen ablaufen. Sicherlich sind dies klare Beweise dafür, dass jeder Mensch von einer höheren Macht erschaffen wurde.
Und diese Vorgänge gehen weiter, wenn das Baby zur Welt gekommen ist. Die Milchproduktion durch die Mutter erhöht sich entsprechend den Bedürfnissen des Babys. In den ersten Tagen werden bis zu 50 g produziert, im sechsten Monat kann die Milchproduktion bis zu einem Liter betragen. Die Wissenschaftler, die versucht haben, die Formel für die Muttermilch herauszufinden, sind nach langen Untersuchungen immer noch erfolglos, da es keinen Standardtypen Muttermilch gibt. Jede Mutter produziert die Milch nach den Anforderungen ihres eigenen Babys und diese Milch ernährt das Baby auf eine Weise, die keine andere Nahrung vermag. Untersuchungen haben ergeben, dass die Antikörper, Hormone, Vitamine und Mineralstoffe in der Muttermilch auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt sind.

Der Unterschied zwischen Muttermilch
und anderer Nahrung
Die Verwendung von anderen Nahrungsmitteln als Muttermilch erfüllt die Bedürfnisse des Babys nicht vollständig. Andere Nahrungsmittel enthalten z. B. keine Antikörper, die das Immunsystem des Babys benötigt.
Kuhmilch wird als klassisches Nahrungsmittel für Babys angesehen. Vergleichen wir sie mit Muttermilch, so können wir leichter die Vorzüge letzterer erkennen. Kuhmilch hat einen höheren Kaseinanteil als menschlischemenschliche Milch. Kasein ist ein Protein, das sich in geronnener (saurer) Milch findet. Dieser Stoff zerbricht im Magen in größere Stücke und erschwert die Verdauung. Daher ist Kuhmilch schwerer zu verdauen als Muttermilch. Der geringe Anteil dieses Stoffes in der Muttermilch erleichtert die Verdauung für das Baby.
Die beiden Milchsorten unterscheiden sich auch in der Zusammensetzung ihrer Aminosäuren. Wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung ist die Gesamtzahl der Aminosäuren im Plasma des Babys, das mit Kuhmilch gefüttert wird, höher. Außerdem ist der Anteil einiger Aminosäuren zu hoch, der anderer ist zu gering. Dies beeinflusst das Nervensystem negativ und belastet wegen des hohen Proteingehalts die Nieren mehr.
Ein weiterer Unterschied besteht im Zuckeranteil der Milch. Sowohl in Muttermilch als auch in Kuhmilch finden wir die gleiche Art Milchzucker. Doch die Milchzuckermenge der menschlichen Milch (7 g/l) unterscheidet sich vom Gehalt der Kuhmilch (4,8 g/l). Außerdem passieren die großen geronnenen Partikel der Kuhmilch den Dünndarm viel langsamer. Aus diesem Grund werden große Mengen an Flüssigkeit und Milchzucker, die sehr wichtig sind, im ersten Bereich des Dünndarms absorbiert. Geronnene Partikel von Muttermilch (im Gegensatz zur Kuhmilch) passieren den Dünndarm leichter, so dass Milchzucker und Flüssigkeit den Dickdarm erreichen. So entwickelt sich eine gesunde Darmstruktur. Der zweite Vorteil des großen Milchzuckeranteils in der menschlichen Milch besteht darin, dass die Synthese eines Stoffes, des so genannten „Cerebrosids“, das beim Aufbau der grundlegenden Strukturen des Nervensystems eine wichtige Rolle spielt, ermöglicht wird.
Entgegen der Tatsache, dass der Fettgehalt der Muttermilch und der Kuhmilch fast gleich sind, ist die Qualität dieser Fette verschieden. Die Linolsäure der Muttermilch ist die einzige Fettsäure, die für die Ernährung des Babys notwendig ist.
Ein weiterer Aspekt der die Muttermilch unterscheidet, ist die Menge und der Anteil an Salzen und Mineralstoffen. In Kuhmilch ist z. B. der Kalzium- und Phosphorgehalt hoch, doch das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor in der Kuhmilch erscherterschwert die richtige Verdauung. Phosphor kann im Verdauungstrakt mit Kalzium reagieren und so die Aufnahme von KalzumKalzium verhindern. Daher kann es, wenn ein Baby in den ersten Tagen seines Lebens Kuhmilch erhält, zu bestimmten Abnormitäten aufgrund des Abfalls des Kalziumgehalts im Blut kommen.
Darüber hinaus besteht menschliche Milch zu 50 % aus Eisen. Da Kuhmilch einen wesentlich geringeren Anteil dieses Minerals enthält, können mit Kuhmilch gefütterte Babys Blutarmut aufgrund des geringen Eisens entwickeln.
Vitaminreichtum ist ein weiterer Aspekt, der Muttermilch so wertvoll für das Baby macht. Im Vitamingehalt unterscheiden sich Kuh- und Muttermilch erheblich voneinander. Obwohl der Vitamin-A-Gehalt gleich ist, ist mehr Vitamin E, C und K in Muttermilch enthalten. Die Menge an Vitamin D in der Muttermilch entspricht den Bedürfnissen des Babys.

Muttermilch schützt das Baby
in jedem Stadium
Ein Baby, das aus dem sicheren Mutterleib, der frei von Bakterien ist, in diese Welt kommt, muss gegen verschiedene Bakterien der Außenwelt kämpfen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Muttermilch ist der Schutz des Babys vor Infektionen. Die schützenden Zellen (Antikörper) die über die Muttermilch zum Baby gelangen, bringen es dazu, gegen Bakterien zu kämpfen, die es niemals zuvor gekannt hat, als würde es einfach darüber informiert. Die großen Mengen Antikörper in der ersten Muttermilch, die „Kolostrum” genannt und in den ersten Tagen nach der Geburt produziert wird, haben eine besondere Schutzfunktion.
Dieser Schutz, den die Muttermilch dem Baby bietet (Schutz gegen kleinere, aber auch sehr ernste Infektionen) ist lebenswichtig für die ersten Monate, und die Vorteile dieser Milch steigen mit der Zeit, die das Baby gestillt wird.
Die Vorteile der Muttermilch für das Baby werden jeden Tag ersichtlicher. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Muttermilch für das Baby bis zu einem Alter von zwei Jahren äußerst vorteilhaft ist.49
Die Wichtigkeit dieser kürzlich gemachten Entdeckung wurde uns bereits vor 14 Jahrhunderten mitgeteilt:

Wir legten dem Menschen Güte gegen seine Eltern an das Herz. Seine Mutter trug ihn von Schwäche zu Schwäche, und seine EntwöhungEntwöhnung dauert zwei Jahre. (Allah sagt:) „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Heimgang.“ (Quran, 31:14)


DIE EMBRYOLOGIE WIDERLEGT DIE EVOLUTIONSTHEORIE

D ie Geburt ist ein Beweis für die Schöpfung, doch die Evolutionisten versuchen, sie zur Verteidigung ihrer Theorie zu deuten. Die Tatsache, dass bei der Entstehung eines neuen Menschen jede Entwicklungsstufe nach einem sehr feinen Plan abläuft, ist heute eine allgemein akzeptierte Tatsache in der Embryologie. Wie versuchen dann Evolutionisten diese Tatsache der Schöpfung in Bezug auf ihre Theorie zu interpretieren?
Ende des 19. Jahrhunderts stellte der Evolutionist Ernst Haeckel seine These „Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese“ auf. In dieser These behauptet Haeckel, dass lebende Embryos in der Entwicklung den Evolutionsprozess wiederholen, den ihre angeblichen Vorfahren durchliefen. Z. B. behauptete er, dass ein menschlicher Embryo im Mutterleib zunächst die Charakterzüge eines Fisches aufweist, dann die eines Reptils, und dass er sich schließlich in einen Menschen verwandelt.
Vor kurzem wurde festgestellt, dass diese These nicht den Tatsachen entspricht. Die Kiemen, die angeblich in der ersten Phase eines menschlichen Embryos erscheinen, waren tatsächlich der Innenohrkanal und die Nebenschilddrüse und der Thymus. Der Teil des Embryos, der einem Eidotter ähnelte, war in Wirklichkeit der Sack, der für die Produktion des Blutes des Babys verantwortlich ist. Und der Teil, der als Schwanz betrachtet wurde, ist die menschliche Wirbelsäule.
Diese Fakten haben sich in der Welt der Wissenschaften heute durchgesetzt. Kurz nachdem Haeckel seine Theorie aufgestellt hatte, haben die Evolutionisten selbst anerkannt, dass diese Behauptung falsch sei. Zwei führende Neo-Darwinisten, George Gaylord Simpson und W. Beck haben die Fehlerhaftigkeit dieser Theorie akzeptiert.
Haeckel stellte die beteiligten Evolutionsprinzipien falsch dar. Es ist heute bekannt, dass bei der Ontogenese die Phylogenese nicht wiederholt wird.50
Die Gültigkeit von Haeckels Theorie wurde auch in der wissenschaftlichen Diskussion der 1920er Jahre abgelehnt. Danach wurde die Theorie in den 1950er Jahren vollständig aus den Fachbüchern herausgenommen.51

Gefälschte Zeichnungen
Als Haeckel seine Theorie aufstellte, handelte er nicht entgegen der Tradition der Evolutionswissenschaftler. Er erstellte falsche Zeichnungen, um seine Ideen zu belegen. Auch wenn die Embryologie sich weiterentwickelt hat und es bekannt wurde, dass diese Zeichnungen Fälschungen sind, gab er an, er habe keinen anderen Weg eingeschlagen als seine Kollegen.
Nach diesem kompromittierenden Geständnis der ‘Fälschung’ soll ich verdammt sein, hätte ich nicht die Beruhigung, dass neben mir auf der Anklagebank hunderte Mitschuldige säßen, unter ihnen viele der vertrauensvollsten Forscher und geschätztesten Biologen. Die große Mehrheit aller Diagramme in den besten Biologiebüchern, Abhandlungen und Zeitschriften würden im gleichen Maße der ‚Fälschung‘ schuldig gesprochen, denn alle sind ungenau und mehr oder weniger bearbeitet, schematisiert und konstruiert.52
Aus diesem Geständnis können wir entnehmen, dass Haeckels Versuch, die Embryologie als Beweis für die Evolution zu verwenden, ganz ohne Grundlage und nichts weiter als Weismacherei war. Die Details des Wunders der menschlichen Entstehung, die wir in diesem Buch beschrieben haben, so allgemein sie auch sein mögen, sind unwiderrufliche Beweise für die Wahrheit der Schöpfung.

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